Triathlon

Triathlet Stadler geht neuen Anti-Doping-Weg

SID
Freitag, 25.04.2008 | 15:10 Uhr
Advertisement
Erlebe
deinen Sport
live
NBA
Fr01:00
NBA Draft 2017
National Rugby League
Fr11:50
Tigers -
Titans
AEGON Classic Women Single
Fr12:30
WTA Birmingham: Viertelfinals
Mallorca Open Women Single
Fr12:30
WTA Mallorca: Viertelfinals
National Rugby League
Sa11:30
Roosters -
Storm
AEGON Classic Women Single
Sa12:30
WTA Birmingham: Halbfinals
Mallorca Open Women Single
Sa15:00
WTA Mallorca: Halbfinals
Rugby Union Internationals
Sa21:15
Argentinien -
Georgien
AEGON International Women Single
So12:00
WTA Eastbourne: Tag 1
AEGON Classic Women Single
So14:30
WTA Birmingham: Finale
Mallorca Open Women Single
So17:00
WTA Mallorca: Finale
AEGON International Women Single
Mo12:00
WTA Eastbourne: Tag 2
AEGON International Women Single
Di12:00
WTA Eastbourne: Tag 3
Boodles Challenge
Di13:30
The Boodles -
Tag 1
AEGON International Women Single
Mi12:00
WTA Eastbourne: Tag 4
Boodles Challenge
Mi13:30
The Boodles -
Tag 2
National Rugby League
Do11:50
Eels -
Bulldogs
AEGON International Women Single
Do12:00
WTA Eastbourne: Viertelfinals
Boodles Challenge
Do13:30
The Boodles -
Viertelfinals
National Rugby League
Fr11:50
Broncos -
Storm
AEGON International Women Single
Fr12:00
WTA Eastbourne: Halbfinals
Boodles Challenge
Fr13:30
The Boodles -
Halbfinals
AEGON International Women Single
Sa13:15
WTA Eastbourne: Finale
FIBA U19 World Cup
Sa15:15
Argentinien -
Frankreich
FIBA U19 World Cup
Sa17:30
Iran -
USA
FIBA U19 World Cup
Sa17:45
Deutschland -
Litauen
National Rugby League
So08:00
Rabbitohs -
Panthers
FIBA U19 World Cup
So15:30
Frankreich -
Neuseeland
FIBA U19 World Cup
So16:00
Spanien -
Kanada
FIBA U19 World Cup
So17:45
Puerto Rico -
Deutschland
FIBA U19 World Cup
Di13:45
Spanien -
Mali
FIBA U19 World Cup
Di16:00
Italien -
USA
Shanghai Darts Masters
Do13:00
Shanghai Darts Masters -
Tag 1

Berlin - Der zweimalige Ironman-Sieger Normann Stadler und sein neues Triathlon-Team haben sich einem wegweisenden Anti-Doping-Pilotprojekt verpflichtet.

"Das ist ein neuer Weg, aber auch der beste, um glaubwürdig zu sein", sagte Stadler in Berlin bei der Vorstellung des Konzepts. "Wir sind Ausdauersportler und fallen deshalb auch schnell unter Verdacht."

Das Modellprogramm beinhaltet jährlich zehn bis zwölf unangekündigte Kontrollen. "Diese bis zu zwölf Kontrollen sind zusätzlich. Es kann deshalb sogar sein, dass wir pro Jahr 20 Mal getestet werden", betonte Stadler.

Darüber hinaus werden sowohl Blut- als auch Urinproben eingefroren, um nachträgliche Untersuchungen mit neuen Analysemethoden zu ermöglichen. Auf Eis gelegt wird auch ein Teil des Geldes des Sponsors (Dresdner Kleinwort), das erst drei Jahre nach Vertragsende ausgezahlt wird.

"Team schafft maximale Transparenz"

Die Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA) hat das beispielgebende Projekt mitentwickelt. "Nach heutigem Kenntnisstand stellt das Anti-Doping-Konzept dieses Triathlon-Teams das umfassendste Kontrollsystem im Spitzensport dar", meinte NADA-Geschäftsführer Christoph Niessen. "Das Team schafft damit maximale Transparenz und setzt den Standard für andere, auch international."

Neu ist an dieser innovativen Initiative für einen sauberen Sport auch, dass der Sponsor einen Imagegewinn durch sein Engagement gegen Doping erzielen will - und dafür einen sechsstelligen Betrag in Kontrollen investiert.

"Einer der größten Fehler im Sponsoring ist, Athleten zu Spitzenleistungen anzutreiben, ohne die Konsequenzen zu berücksichtigen", sagte Matthias Fritton, Kommunikationschef der Dresdner Bank.

Sponsoren kommt Schlüsselrolle zu

Ähnlich sieht es Sylvia Schenk, die ehemalige Präsidentin des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) und Anti-Doping-Expertin des Teams: "Der Schlüssel im Kampf gegen Doping sind die Sponsoren. So lange es ihnen nur um Fernsehreichweiten und -minuten geht, ändert sich nichts."

Enttäuscht sei sie gewesen, dass die aus dem Radsport ausgestiegene Telekom mit ihrem T-Mobile-Rennstall das Anti-Doping- Programm nicht richtig durchgezogen habe. "Das war nur Kosmetik", urteilte Schenk, die das Triathlon-Konzept als "Optimum der Doping- Bekämpfung" bezeichnete.

Begrüßt wird das Modell auch von der Deutschen Triathlon-Union (DTU). "So wird dem Sport bei seiner größten Herausforderung geholfen. Als Verband sind wir alleine mit unseren Mitteln nicht in der Lage, den Anti-Doping-Kampf ausreichend effektiv zu gestalten", sagte DTU-Präsident Rainer Düro.

"Alle wissen, was sie riskieren"

Der 35-jährige Stadler empfindet sich und seine sechs weiteren Teammitglieder als "Vorreiter" im Kampf für einen sauberen Sport. "Daran wollen wir uns messen lassen", sagte Stadler.

"Ich habe alle Jungs ausgesucht und alle wissen, was sie riskieren." Er selbst lasse höchste Vorsicht walten bei dem, was er esse und zu sich nehme. "Ich ernähre mich vollwertig, nehme keine Nahrungsergänzungsmittel, höchstens mal ein Proteinpulver", berichtete er.

Hungrig auf Siege ist Stadler auch nach 20 Jahren im Leistungssport immer noch. "Wenn ich sagen würde, ich wäre mit Platz zehn zufrieden, dann müsste ich aufhören", sagte der in Wertheim geborene Ausnahmeathlet.

"Ich gehe an den Start, um zu gewinnen." Dies gilt auch für die beiden Saison-Höhepunkte, die er anvisiert: den Triathlon in Frankfurt/Main (7. Juli) und besonders den Ironman auf Hawaii am 11. Oktober, bei dem er 2004 und 2006 triumphierte: "Den möchte ich noch einmal gewinnen."

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung