Triathlon

Triathlet Stadler geht neuen Anti-Doping-Weg

SID
Freitag, 25.04.2008 | 15:10 Uhr
Advertisement
NBA
Live
Warriors @ Thunder
Players Championship
Players Championship: Tag 1 -
Session 1
Davis Cup Men National_team
Frankreich -
Belgien: Tag 1
NHL
Penguins @ Bruins
Players Championship
Players Championship: Tag 1 -
Session 2
Pro14
Leinster -
Newport
Premiership
Newcastle -
Gloucester
NHL
Islanders @ Flyers
NHL
Senators @ Blue Jackets
NBA
Bulls @ Warriors
Players Championship
Players Championship: Tag 2 -
Session 1
Davis Cup Men National_team
Frankreich -
Belgien: Tag 2
Rugby Union Internationals
Schottland -
Australien
Rugby Union Internationals
England -
Samoa
Rugby Union Internationals
Wales -
Neuseeland
Rugby Union Internationals
Irland -
Argentinien
Players Championship
Players Championship: Tag 2 -
Session 2
NBA
Pelicans @ Warriors
World Championship Boxing
Sergey Kovalev -
Vyacheslav Shabranskyy
Davis Cup Men National_team
Frankreich -
Belgien: Tag 3
Players Championship
Players Championship: Tag 3 -
Session 1
Premiership
Saracens -
Exeter
NHL
Canucks @ Rangers
Players Championship
Players Championship: Tag 3 -
Session 2
NBA
Suns @ Timberwolves
NHL
Oilers @ Bruins
NBA
Cavaliers @ 76ers
NHL
Flyers @ Penguins
BSL
Fenerbahce -
Büyükcekmece
NBA
Wizards @ Timberwolves
NBA
Grizzlies @ Spurs
NBA
76ers @ Celtics
NHL
Maple Leafs @ Oilers
Premiership
Northampton -
Newcastle
NBA
Timberwolves @ Thunder
Rugby Union Internationals
Wales -
Südafrika
Pro14
Munster -
Ospreys
NBA
Clippers @ Mavericks
ACB
Saski-Baskonia -
Obradoiro
Premiership
Harlequins -
Saracens
BSL
Besiktas -
Anadolu Efes
ACB
Real Madrid -
Gran Canaria
NBA
Magic @ Knicks
NHL
LA Kings @ Blackhawks
NHL
Sharks @ Capitals
NBA
Warriors @ Pelicans
Champions Hockey League
Trinec -
Brynas IF
Basketball Champions League
Hapoel Holon -
EWE Baskets
Champions Hockey League
Bern -
Växjö
Basketball Champions League
Orlandina -
Ludwigsburg
NBA
Wizards @ Trail Blazers
Basketball Champions League
medi Bayreuth -
AEK Athen
Basketball Champions League
Sidigas Avellino -
Baskets Bonn

Berlin - Der zweimalige Ironman-Sieger Normann Stadler und sein neues Triathlon-Team haben sich einem wegweisenden Anti-Doping-Pilotprojekt verpflichtet.

"Das ist ein neuer Weg, aber auch der beste, um glaubwürdig zu sein", sagte Stadler in Berlin bei der Vorstellung des Konzepts. "Wir sind Ausdauersportler und fallen deshalb auch schnell unter Verdacht."

Das Modellprogramm beinhaltet jährlich zehn bis zwölf unangekündigte Kontrollen. "Diese bis zu zwölf Kontrollen sind zusätzlich. Es kann deshalb sogar sein, dass wir pro Jahr 20 Mal getestet werden", betonte Stadler.

Darüber hinaus werden sowohl Blut- als auch Urinproben eingefroren, um nachträgliche Untersuchungen mit neuen Analysemethoden zu ermöglichen. Auf Eis gelegt wird auch ein Teil des Geldes des Sponsors (Dresdner Kleinwort), das erst drei Jahre nach Vertragsende ausgezahlt wird.

"Team schafft maximale Transparenz"

Die Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA) hat das beispielgebende Projekt mitentwickelt. "Nach heutigem Kenntnisstand stellt das Anti-Doping-Konzept dieses Triathlon-Teams das umfassendste Kontrollsystem im Spitzensport dar", meinte NADA-Geschäftsführer Christoph Niessen. "Das Team schafft damit maximale Transparenz und setzt den Standard für andere, auch international."

Neu ist an dieser innovativen Initiative für einen sauberen Sport auch, dass der Sponsor einen Imagegewinn durch sein Engagement gegen Doping erzielen will - und dafür einen sechsstelligen Betrag in Kontrollen investiert.

"Einer der größten Fehler im Sponsoring ist, Athleten zu Spitzenleistungen anzutreiben, ohne die Konsequenzen zu berücksichtigen", sagte Matthias Fritton, Kommunikationschef der Dresdner Bank.

Sponsoren kommt Schlüsselrolle zu

Ähnlich sieht es Sylvia Schenk, die ehemalige Präsidentin des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) und Anti-Doping-Expertin des Teams: "Der Schlüssel im Kampf gegen Doping sind die Sponsoren. So lange es ihnen nur um Fernsehreichweiten und -minuten geht, ändert sich nichts."

Enttäuscht sei sie gewesen, dass die aus dem Radsport ausgestiegene Telekom mit ihrem T-Mobile-Rennstall das Anti-Doping- Programm nicht richtig durchgezogen habe. "Das war nur Kosmetik", urteilte Schenk, die das Triathlon-Konzept als "Optimum der Doping- Bekämpfung" bezeichnete.

Begrüßt wird das Modell auch von der Deutschen Triathlon-Union (DTU). "So wird dem Sport bei seiner größten Herausforderung geholfen. Als Verband sind wir alleine mit unseren Mitteln nicht in der Lage, den Anti-Doping-Kampf ausreichend effektiv zu gestalten", sagte DTU-Präsident Rainer Düro.

"Alle wissen, was sie riskieren"

Der 35-jährige Stadler empfindet sich und seine sechs weiteren Teammitglieder als "Vorreiter" im Kampf für einen sauberen Sport. "Daran wollen wir uns messen lassen", sagte Stadler.

"Ich habe alle Jungs ausgesucht und alle wissen, was sie riskieren." Er selbst lasse höchste Vorsicht walten bei dem, was er esse und zu sich nehme. "Ich ernähre mich vollwertig, nehme keine Nahrungsergänzungsmittel, höchstens mal ein Proteinpulver", berichtete er.

Hungrig auf Siege ist Stadler auch nach 20 Jahren im Leistungssport immer noch. "Wenn ich sagen würde, ich wäre mit Platz zehn zufrieden, dann müsste ich aufhören", sagte der in Wertheim geborene Ausnahmeathlet.

"Ich gehe an den Start, um zu gewinnen." Dies gilt auch für die beiden Saison-Höhepunkte, die er anvisiert: den Triathlon in Frankfurt/Main (7. Juli) und besonders den Ironman auf Hawaii am 11. Oktober, bei dem er 2004 und 2006 triumphierte: "Den möchte ich noch einmal gewinnen."

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung