Donnerstag, 10.04.2008

Hockey

Hockey-Herren bei Olympia-Quali im Finale

Kakamigahara - Deutschlands Hockey-Herren sind bei der Olympia-Ausscheidung im japanischen Kakamigahara schnurstracks ins Endspiel durchmarschiert, doch das lange offene Match hat gezeigt, dass die Peking-Qualifikation für den Weltmeister kein Selbstläufer wird.

"Es gab viel zu tun und wir standen teilweise auch unter Druck", urteilte Teammanager Jochen Heimpel trefflich nach dem erst mit späten Toren gesicherten standesgemäßen 4:0 (1:0)-Erfolg über Gastgeber Japan.

Bundestrainer Markus Weise bescheinigte seinen erstmals geforderten Assen zwar "einen verdienten Sieg nach toller Arbeit und tollem Kampf". Doch diese Top-Leistung muss sein Team (12 Punkte) nach dem bedeutungslosen Gruppenspiel gegen Polen im über Alles oder Nichts entscheidenden Finale gegen Japan (9) oder Malaysia (7) wiederholen. Denn nur der Turniersieger löst das Peking-Ticket.

Heißer Tanz gegen Japan

Dass der Sprung zum olympischen Turnier im August ein hartes Stück Arbeit wird, zeigte das Donnerstag-Spiel. Der weiter mit blütenweißer Weste dastehende Weltmeister (12 Punkte/25:0 Tore) musste beim vierten klaren Turniersieg gegen die wohl zurecht als Hauptrivalen angesehenen Japaner immerhin bis zur 21. Minute warten, ehe Philipp Zeller nach der ersten Strafecke im Nachschuss das wichtige 1:0 gelang.

Zuvor gab es Chancen hüben wie drüben - auch der diesmal aufgebotene Torhüter Christian Schulte musste eingreifen, damit Deutschland nicht erstmals bei dem Turnier in Rückstand geriet.

Erst recht nach der psychologisch wichtigen Führung erwiesen sich die WM-Champions von 2006 als psychisch gefestigt und stellten durch Moritz Fürste (49.) und Torjäger Christopher Zeller (62./65.) mit seinen Turniertreffern fünf und sechs den am Ende ungefährdeten Sieg sicher.

"Es war eine Freude mit anzusehen, wie sich da einer für den anderen reingehängt und auch die Fehler ausgebügelt hat, die hier auch aufgrund der Platzbeschaffenheit durchaus mal passieren können", lobte der mitgereiste Verbandschef Stephan Abel seine Mannschaft. Und hofft nun, dass sie die Nervenprobe am Sonntag besser besteht als bei der EURO 2007 in Manchester, als Favorit Deutschland unerwartet im Spiel um Platz 3 Belgien mit 3:4 unterlag und als Vierter auch die Direkt-Qualifikation für die Olympischen Spiele 2008 verpasste.


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