Sportgerichtshof soll Streit entscheiden

SID

Berlin - Der Internationale Sportgerichtshof CAS soll im Streit um die Fernfahrt Paris-Nizza eine Entscheidung treffen. Wie die Vereinigung der Profiteams (IPCT) mitteilte, hat sie die unabhängige Instanz in Lausanne angerufen und um eine Dringlichkeitsentscheidung gebeten.

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Ein Sprecher von CAS-Generalsekretär Mathieu Reeb bestätigte, dass sich der Sportgerichtshof mit dem Fall beschäftige. Allerdings wolle man sich erst am 7. März dazu äußern.

Der Welt-Radverband UCI droht Teams und Fahrern mit Sanktionen, sollten sie an dem Rennen teilnehmen, das von Tour-de-France-Veranstalter ASO durchgeführt wird.

ASO gegen UCI 

Die ASO will die Fernfahrt unter der Aufsicht des französischen Verbandes veranstalten. Die UCI beharrt dagegen darauf, das Rennen gemäß internationaler Regeln auszutragen.

Die Vereinigung der Profiteams will den CAS entscheiden lassen, ob die Fahrer das Recht haben, an Paris-Nizza teilzunehmen, ohne Strafmaßnahmen befürchten zu müssen.

Die UCI hatte mit Sperren bis zu sechs Monaten, Geldstrafen, dem Ausschluss von Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen und dem Verlust des Versicherungsschutzes gedroht.

Auswirkungen auf die Tour de France? 

"Die IPCT will nicht Teil dieses Konfliktes sein, muss aber die Interessen ihrer Mitglieder und der Fahrer schützen", hieß es in der Erklärung der Vereinigung.

Eine grundsätzliche Entscheidung des CAS könnte auch Auswirkungen auf die Tour de France sowie den ebenfalls von der ASO organisierten Klassiker Paris-Roubaix haben.

Weil der Veranstalter sich nicht in die ProTour-Serie eingliedern lassen wollte, fürchtet die UCI in dem seit Jahren schwelenden Konflikt nun die Entstehung einer unabhängigen Rennserie.