Donnerstag, 06.03.2008

Sportpolitik

Aktion "Gewalt gegen Frauen - nicht bei uns"

Berlin - Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März die Aktion "Gewalt gegen Frauen - nicht bei uns" gestartet.

Die in Berlin vorgestellte Kampagne, die von fünf Kampfsport-Verbänden und drei Frauen-Initiativen gemeinsam getragen wird, bietet rund um den Frauentag Schnupperkurse für Frauen und Mädchen an.

Bundesweit sollen sich über 100 Vereine beteiligen, teilte der DOSB mit. "Dieses Thema ist gesamtgesellschaftlich oft immer noch ein Tabu. Wir wollen dazu beitragen, das aufzubrechen", sagte DOSB-Vizepräsidentin Ilse Ridder- Melchers. Bei Gewalt gegen Frauen gelte Null-Toleranz.

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Politik unterstützt Initiative

Die anwesenden Bundesministerinnen Ursula von der Leyen, Ulla Schmidt, Heidemarie Wieczorek-Zeul und Brigitte Zypries sowie Staatsministerin Maria Böhmer hoben die ausdrückliche Unterstützung der Politik für die Initiative hervor, die keine Eintagsfliege bleiben dürfe.

Man dürfe sich mit Gewalt in keiner Form abfinden, sagte Familienministerin von der Leyen: "Wir brauchen starke und selbstbewusste Frauen. Der Sport leistet dafür einen großen Beitrag." Justizministerin Zypries ergänzte: "Starke Frauen werden seltener Opfer."

DOSB-Präsident Thomas Bach betonte die Rolle des Sports für die Gewaltprävention: "Es ist immer einfacher, ein Problem von vornherein zu vermeiden und es erst gar nicht entstehen zu lassen, als hinterher Schadensbegrenzung zu betreiben."

"Wir wollen ein Zeichen setzen"

Mädchen und Frauen stark zu machen, begreife der Sport als eine seiner vornehmsten Aufgaben. "Deshalb muss sich der Sport dem auch stetig und flächendeckend zuwenden - zum Beispiel, indem das Thema in Ausbildungskonzepte aufgenommen wird. Erst dann wird aus der jetzigen Steilvorlage auch ein Tor", betonte Bach und ergänzte: "Wir wollen mit dieser Aktion ein deutliches Zeichen setzen und viele Menschen ermutigen, sich nicht mit Gewalt gegen Frauen abzufinden, sondern aktive Schritte zu ihrer Vermeidung und Bekämpfung zu tun."

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