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Vereinter Kampf gegen Doping beim Ironman

SID
Dienstag, 12.02.2008 | 17:20 Uhr
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Frankfurt/Main - Der Kampf gegen Doping im Triathlon hat im Vorfeld des Frankfurter Ironman eine neue Dimension erreicht.

Rund sechs Monate vor der Europameisterschaft am 6. Juli in Frankfurt/Main haben sich erstmals vertraglich die Deutsche Triathlon-Union (DTU), Nationale Anti-Doping Agentur (NADA) und der private Veranstalter des größten Langdistanz-Triathlons in Europa unter dem Titel "Eiserne Transparenz" zu einer Kooperation zusammengeschlossen, um nach neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen mögliche Manipulation zu bekämpfen.

Wie Veranstalter Kurt Denk in Frankfurt/Main mitteilte, unterschreiben die zu erwartenden 30 Profis unter den rund 2300 Startern freiwillig einen Kontrakt, nach dem sie "zu jeder Zeit, an jedem Ort und so oft wie möglich Urin- und/oder Blutproben" abgeben müssen. Neu ist bei diesem bereits praktizierten Blutscreening-Verfahren, dass diese Verpflichtungen dazu nicht nur für die deutschen sondern auch für internationale Starter gelten.

Vorreitergeschichte 

Der Sponsorenpool für das Projekt mit einem Finanz-Gesamtvolumen von über 150.000 Euro besteht unter anderem aus der "Frankfurter Sparkasse von 1822" als Titelsponsor des Rennens über 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,195 Kilometer sowie der Investmentbank "Dresdner Kleinwort" und der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba).

"Das ist eine Art Vorreitergeschichte, die wir ständig weiterentwickeln wollen", betonte NADA-Sprecherin Ulrike Spitz. Die NADA führt wie schon bei der Triathlon-WM 2007 in Hamburg die Tests durch und hat Blutprofile von den Athleten zur Verfügung, um Auffälligkeiten zu kontrollieren.

Eine Art Gütesiegel 

Dabei wird ein sogenannter Off-score-Wert (Verhältnis zwischen jungen und erwachsenen Blutkörperchen) ermittelt. Der Testkomplex läuft Mitte Februar an. Überschreiten die Ergebnisse einen bestimmten Grenzwert, werden die Daten weiter an die DTU und den Veranstalter gegeben, der dass Recht hat, mit allen Konsequenzen für den Athleten den Vertrag zu kündigen.

"Das Verfahren ist aber noch nicht als Dopingbeweis anerkannt", betonte Spitz. Der Ironman-Frankfurt-Sieger von 2007, Timo Bracht (Eberstadt), begrüßte diese verschärften Kontrollen. "Das ist einen Art Gütesiegel für uns und gibt uns Sicherheit für Fairplay."

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