Sprint-Olympiasieger Greene beendet Karriere

SID
Montag, 04.02.2008 | 12:51 Uhr
Maurice Greene
© Getty
Advertisement
NHL
Flyers @ Capitals
Liga ACB
Andorra -
Barcelona
Liga ACB
Valencia -
Fuenlabrada
NBA
Knicks @ Lakers
NHL
Golden Knights @ Hurricanes
NCAA Division I
North Carolina @ Virginia Tech
NBA
Timberwolves @ Clippers
Basketball Champions League
Elan Chalon -
Ludwigsburg
Basketball Champions League
Estudiantes -
Bayreuth
NBA
Cavaliers @ Spurs
Basketball Champions League
Oldenburg -
Monaco
Basketball Champions League
Nanterre -
Bonn
NBA
Rockets @ Mavericks
NCAA Division I
Michigan @ Purdue
NHL
Capitals @ Panthers
NBA
Wizards @ Thunder
World Rugby Sevens Series
Sydney: Tag 1
Unibet Masters
The Masters: Tag 1
NBA
76ers @ Spurs
World Rugby Sevens Series
Sydney: Tag 2
Unibet Masters
The Masters: Tag 2
NCAA Division I
Texas A&M @ Kansas
NBA
Thunder @ Pistons
NCAA Division I
Kentucky @ West Virginia
Liga ACB
Real Madrid -
Bilbao
Unibet Masters
The Masters: Tag 3 -
Session 1
BSL
Banvit -
Fenerbahce
Liga ACB
Estudiantes -
Saski Baskonia
Unibet Masters
The Masters: Tag 3 -
Session 2
NBA
Bucks @ Bulls
NCAA Division I
Kansas @ Kansas State
NBA
Celtics @ Nuggets
St. Petersburg Ladies Trophy Women Single
WTA St. Petersburg: Tag 2
Basketball Champions League
Juventus -
Oldenburg
Basketball Champions League
Besiktas -
Bonn
NBA
Nuggets @ Spurs
St. Petersburg Ladies Trophy Women Single
WTA St. Petersburg: Tag 3
Basketball Champions League
Gaziantep -
Ludwigsburg
Basketball Champions League
Bayreuth -
Venedig
NBA
Knicks @ Celtics
Taiwan Open Women Single
WTA Taiwan: Tag 4
St. Petersburg Ladies Trophy Women Single
WTA St. Petersburg: Tag 4
Premier League Darts
Premier League Darts 1 -
Dublin
NBA
Rockets @ Spurs
Davis Cup Men National_team
Australien -
Deutschland: Tag 1
Taiwan Open Women Single
WTA Taiwan: Viertelfinale
St. Petersburg Ladies Trophy Women Single
WTA St. Petersburg: Viertelfinale
NBA
Lakers @ Nets
Davis Cup Men National_team
Australien -
Deutschland: Tag 2
Taiwan Open Women Single
WTA Taiwan: Halbfinale
St. Petersburg Ladies Trophy Women Single
WTA St. Petersburg -
Halbfinale
Six Nations
Wales -
Schottland
Six Nations
Frankreich -
Irland
NBA
Bulls @ Clippers

Peking - Maurice Greene (in der Bild-Mitte) gibt auf. Geplagt von Dauerverletzungen und mental ausgepowert, hat der US-Sprintstar in der Olympiastadt Peking seine bemerkenswerte Laufbahn auf der Laufbahn offiziell beendet.

"Ich ertrage den mentalen Kampf einfach nicht mehr, mich nach Verletzungen immer wieder aufzuraffen. Das kostet sehr viel Kraft", erklärte der 100-Meter-Olympiasieger von Sydney, "ich wollte bei Olympia unbedingt dabei sein, aber es geht nicht mehr. Es ist schon ein bisschen traurig, aber ich bin auch glücklich, weil ich eine tolle Karriere hatte. Jetzt sollen andere glänzen."

Knapp neun Monate nach seinem letzten Rennen in Carson plant der Kraftmeier aus Kansas den Neuanfang. Der 33-Jährige will als Leichtathletik-Trainer arbeiten, Geschäftsinteressen vorantreiben und Grillfeste für Familie und Freunde organisieren.

"Totaler Schock"

"Das ist ein totaler Schock für mich. Leichtathletik ohne Maurice Greene ist als ob Michael Jordan oder Tiger Woods aufhören", sagte Dreifach-Weltmeister Tyson Gay (USA), "er war der Größte." Bei seinem 100-m-WM-Coup 1997 in Athen hatte Greene erstmals die weltweite Sprint-Elite gedemütigt.

Es folgten markige Worte und goldene Taten. Greene war bis 2002 in keinem wichtigen Rennen zu schlagen. Bei der WM 1999 in Sevilla machte er unter der Ägide von Starcoach John Smith mit Titeln über 100 m, 200 m und mit der 4x100-m-Staffel seinem Spitznamen "Cassius Greene" erneut alle Ehre.

Und auch in Sydney lief er der Konkurrenz über 100 m und in der Staffel davon. Vier Jahre später in Athen holte er mit der Siegerzeit von Sydney (9,87 Sek.) noch einmal Bronze.

52 Rennen unter zehn Sekunden

Erst nach seiner fünften WM-Goldmedaille 2001 in Sevilla und dem Verlust des Weltrekords 2002 (9,79 Sek.) an Tim Montgomery (9,78 Sek.) hatte seine jahrelange Regentschaft ein Ende. Seine Erfolgsbilanz von 52 Rennen unter zehn Sekunden ist bis heute unerreicht.

"Ich möchte behaupten, dass ich in meiner Zeit der Größte war", sagte Greene, "ich habe viele große Dinge geleistet, aber in den vergangenen beiden Jahren hatte ich immer wieder nervende Verletzungen und musste mein Training abbrechen. Deshalb ist es jetzt besser aufzuhören."

Gute Zeiten, schlechte Zeiten hat Greene in seiner Karriere tatsächlich oft genug erlebt, aber zuletzt tat die traurige Realität nur noch weh. Die schwachen 10,84 Sekunden im Mai 2007 in Carson, mehr als eine Sekunde hinter der windunterstützten Siegerzeit von Gay (USA/9,79), waren sein letztes Ergebnis.

Neuer Job als Grillmeister

Dass er so schnell so langsam werden würde, hat selbst den großspurigen Champion überrascht. Sein Kommentar damals: "Ich bin ins Ziel gekommen und habe mich nicht verletzt. Das ist erstmal das Wichtigste."

Frustriert durch zahlreiche gescheiterte Comebackversuche, Trainingsrückstand und fehlende Explosivität flüchtete sich der Millionär Greene in kitschige Durchhalteparolen.

In Peking wollte er seine Karriere "mit einer letzten Goldmedaille in strahlendem Glanz beenden", hatte er nach seinem letzten Rennen getönt. Stattdessen will er sich jetzt nach dem relativ unspektakulären Karriere-Finish als prominenter Grill-Meister feiern lassen.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung