Samstag, 02.02.2008

Leichtathletik

Hürdensprinter glänzen in Stuttgart

Stuttgart - Die Hürdensprinter Susanna Kallur aus Schweden und Dayron Robles aus Kuba haben beim 22. Internationalen Leichtathletik-Meeting in Stuttgart an den Hallen-Weltrekorden "geschnuppert".

Europameisterin Kallur lief mit 7,72 Sekunden über die 60 Meter Hürden die zweitschnellste je gelaufene Zeit. Nur die Russin Ludmilla Naroschilenko mit ihren 7,69 Sekunden war 1990 schneller. Der 21 Jahre alte Robles blieb am Samstagabend vor 7500 Zuschauern in der Schleyer-Halle in 7,36 Sekunden nur sechs Hundertstel über dem Weltrekord des Briten Colin Jackson von 1994.

Im Stabhochspringen waren zwei Russen den deutschen Assen klar überlegen: Jewgeni Lukjananko siegte mit 5,81 Metern vor dem höhengleichen Igor Pawlok. Als Dritter freute sich Lokalmatador Fabian Schulze (Kornwestheim/Ludwigsburg): Der im Vorjahr erkrankte Schwabe setzte sich mit 5,76 Metern vor Tim Lobinger (München/5,70).

Ecker enttäuscht 

Dem früheren Hallen-Weltmeister blieb der dritte Sieg innerhalb einer Woche nach Dormagen und Linz versagt. Eine enttäuschende Vorstellung bot Danny Ecker: Der WM-Dritte aus Leverkusen zeigte einen "Salto nullo" bei seiner Einstiegshöhe von 5,45 Metern.

Den angepeilten Hallen-Weltrekord über 3000 Meter verpasste die äthiopische Langstreckenläuferin Meseret Defar. Die Olympiasiegerin über 5000 Meter gewann in 8:27,93 Minuten und blieb damit über der Bestmarke von 8:23,72 Minuten, die sie vor einem Jahr an selber Stelle aufgestellt hat.

Meeting-Direktor Alain Blondel hatte 25.000 Euro Prämie für einen Weltrekord ausgesetzt. Sabrina Mockenhaupt aus Köln wurde bei ihrem Saison-Einstand Sechste in 8:56,27 Minuten.

Beim überlegenen Sieg von Robles im Hürdensprint wurde der Leipziger Thomas Blaschek in 7,54 Sekunden Zweiter vor dem vierfachen Weltmeister Allen Johnson aus den USA. Zu den Top-Leistungen des Sportfestes, das in den beiden vergangenen Jahren vom Weltverband IAAF als bestes Meeting ausgezeichnet wurde, zählten auch die 8,18 Meter im Weitsprung von Christopher Tomlinson.

Der Brite stellte damit nicht nur einen Landesrekord auf, sondern setzte sich in der noch wenig aussagekräftigen Weltjahresbesten-Liste an die Spitze.


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