Sonntag, 04.01.2015

Deutlicher Sieg gegen Island

DHB mit starkem Jahresauftakt

Die deutschen Handballer haben einen bemerkenswerten Start ins neue Jahr hingelegt. Die Mannschaft von Bundestrainer Dagur Sigurdsson bezwang Gastgeber Island in Reykjavik überraschend deutlich mit 31:24 (11:11) und tankte damit viel Selbstvertrauen für die WM in Katar (15. Januar bis 1. Februar).

Das Team von Dagur Sigurdsson zeigt sich zum Jahresauftakt in guter Verfassung
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Das Team von Dagur Sigurdsson zeigt sich zum Jahresauftakt in guter Verfassung

Bester Werfer der Auswahl des DHB war der Kieler Steffen Weinhold mit sechs Toren. Am Montag (20.30 Uhr) treffen beide Teams an gleicher Stelle erneut aufeinander.

"Wir hatten einen schwierigen Start, konnten das Spiel aber mit einem guten Lauf drehen. Es war nicht alles super, aber teilweise gut. Beide Mannschaften haben etwas experimentiert. In der ersten Halbzeit hatten wir zu viele Fehler", sagte Sigurdsson und ergänzte mit Blick auf die kommenden Aufgaben: "Ein paar Sachen müssen wir noch besser machen."

Sigurdsson musste gegen seine Landsleute auf einige bewährte Kräfte verzichten, zuletzt hatte auch noch der Lemgoer Kreisläufer und Abwehrspezialist Hendrik Pekeler (Knieprobleme) abgesagt.

Mit Ausnahme des Berliners Paul Drux (19) vertraute der Bundestrainer in seiner Startformation den erfahrenen Akteuren, doch diese fanden ganz schlecht ins Spiel. Nach acht Minuten lag der WM-Fünfte bereits mit 1:5 zurück - Sigurdsson nahm die erste Auszeit.

Abwehrreihen dominieren die Partie

Dank des starken Silvio Heinevetter im Tor und einer Steigerung in der Abwehr kam die DHB-Auswahl mit zunehmender Dauer aber besser in die Begegnung, auch wenn sich der deutsche Angriff gegen die kampfstarke isländische Deckung weiterhin äußerst schwer tat.

Tag des Handballs: Rekordkulisse in Frankfurt
Was für eine beeindruckende Kulisse! Der Tag des Handballs bot in der Frankfurter Commerzbank Arena eine einmalige Erfahrung
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Was für eine beeindruckende Kulisse! Der Tag des Handballs bot in der Frankfurter Commerzbank Arena eine einmalige Erfahrung
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44.189 Zuschauer waren vor Ort - Weltrekord!
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44.189 Zuschauer waren vor Ort - Weltrekord!
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Der etwas andere Blick auf das Geschehen: das Spielfeld in der Miniaturansicht
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Der etwas andere Blick auf das Geschehen: das Spielfeld in der Miniaturansicht
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Handball wurde natürlich auch gespielt...
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...Sport-Kommentator Frank Buschmann und Handball-Ikone Stefan Kretzschmar (M.) traten zum Showmatch gegeneinander an
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Comedian Oliver Pocher mit seiner eigenen Interpretation von "Handball"
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Danach kam es zum offiziellen Ligaspiel zwischen den Rhein-Neckar-Löwen und Hamburg
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Danach kam es zum offiziellen Ligaspiel zwischen den Rhein-Neckar-Löwen und Hamburg
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Doch Kim Ekdahl Du Rietz (l.) wollte trotz des Anlasses keine Freunde machen. Leidtragender in diesem Fall: Pascal Hens
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Die Rhein-Neckar Löwen setzten sich am Ende knapp mit 28:26 gegen den HSV Hamburg durch
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Die Rhein-Neckar Löwen setzten sich am Ende knapp mit 28:26 gegen den HSV Hamburg durch
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In Erinnerung bleibt aber wohl eher der Zuschauer-Weltrekord. Ein toller Tag und ein wunderschönes Erlebnis für alle Handball-Fans!
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In Erinnerung bleibt aber wohl eher der Zuschauer-Weltrekord. Ein toller Tag und ein wunderschönes Erlebnis für alle Handball-Fans!
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So leistete sich Kapitän Uwe Gensheimer in der 18. Minute freistehend bereits seinen dritten Fehlwurf und vergab damit den möglichen Ausgleich. Dieser gelang Rechtsaußen Patrick Groetzki vier Minuten später zum 8:8.

Auch in der Folge dominierten die Abwehrreihen und Torhüter die Partie. Der nervös agierende Drux sorgte kurz vor der Pause für die erste Führung der Gäste, doch mit dem Pausenpfiff glich Island zum 11:11 aus.

Angetrieben von Weinhold kam das deutsche Team schwungvoll aus der Kabine. Die Aktionen im Angriff wirkten nun deutlich strukturierter, die Zahl der technischen Fehler wurde reduziert.

Junge Akteure bekommen Spielpraxis

Lohn war eine 17:15-Führung in der 41. Minute. Da auch Heinevetter weiterhin glänzend auf dem Posten war und die Abwehr stabil stand, zog der Weltmeister von 2007 Mitte der zweiten Halbzeit auf 21:16 (46.) davon.

Sigurdsson gab noch auch den jungen Akteuren vermehrt Spielpraxis, sie fügten sich nahtlos ins immer besser werdende deutsche Spiel ein. Beim 25:19 (50.) war die Entscheidung zugunsten der Gäste gefallen.

Bevor die DHB-Auswahl am 13. Januar von Frankfurt/Main nach Doha in ihr WM-Abenteuer aufbricht, stehen noch zwei Länderspiele gegen Tschechien in Stuttgart (9. Januar) und Mannheim (10. Januar) auf dem Programm.

WM-Auftaktgegner ist am 16. Januar Polen. Zudem trifft das deutsche Team in der Vorrunde auf Dänemark, Russland, Saudi-Arabien und Argentinien. Die ersten vier Teams ziehen ins Achtelfinale ein.


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