Mittwoch, 01.10.2014

Liga-Präsident Bauer mit Seitenhieb auf Basketballer

Forderung nach mehr TV-Präsenz

DHB-Präsident Bernhard Bauer fordert mehr TV-Präsenz für den Handball im öffentlich-rechtlichen Fernsehen und schießt dabei gegen den Deutschen Basketball Bund (DBB).

Bernhard Bauer fordert eine höhere TV-Präsenz
© getty
Bernhard Bauer fordert eine höhere TV-Präsenz

"Unser Anspruch muss sein, dass wir im öffentlich-rechtlichen Fernsehen erscheinen. Der Deutsche Handballbund hat über 800 000 Mitglieder, der Deutsche Basketball Bund rund 200 000. In der BBL gibt es eine Hire-and-Fire-Mentalität, werden die Kader jedes Jahr massiv ausgetauscht. Im Handball nicht, hier können sich Publikumslieblinge entwickeln", sagte Bauer der "Sport Bild".

Für die Weltmeisterschaft 2015 in Katar hofft Bauer, dass die Spiele des DHB-Teams bei den öffentlich-rechtlichen Sendern übertragen werden: "Die TV-Quoten von Basketball-Länderspielen waren unterirdisch. 20 000 Zuschauer gegen Österreich - 0,5 Prozent beim WDR. Die Leichtathletik-EM hatte auch Quoten von unter einer Million. Wir liegen mit Länderspielen immer über einer Million. Als wir bei der WM 2013 Fünfter wurden, da sahen bis zu zehn Millionen zu. Wir brauchen nur den Erfolg, dann schalten die Menschen ein."

Weiss nimmt Aussagen gelassen

Ingo Weiss, Präsident des Deutschen Basketball Bundes (DBB), nahm Bauers Aussagen gelassen. "Ich kann die Handballer verstehen, dass sie im TV präsenter sein wollen. Das Problem hat man auch bei den Volleyballern gesehen, die gerade eine hervorragende WM gespielt haben, die nicht im TV zu sehen war", sagte Weiss dem 2SID": "Aber dieses Problem haben alle Mannschaftssportarten, und ich werde mich ganz bestimmt nicht zu den Handballern äußern. Sich gegenseitig die Augen auszukratzen, ist garantiert der falsche Weg."

Zuletzt hatten 1,27 Millionen Zuschauer das entscheidende Rückspiel der WM-Play-offs der deutschen Handballer gegen Polen im ZDF (28:29) verfolgt. WM-Ziel des Deutschen Handballbundes, der nur durch eine Wildcard einen Platz beim Turnier in Katar bekommen hat, ist mindestens das Achtelfinale.

"Das Team muss schon beweisen, dass es die Chance auf WM-Teilnahme per Wildcard des Weltverbandes zu Recht bekommen hat. Die Mannschaft soll über das Achtelfinale hinauskommen", sagte Bauer, und HBL-Präsident Uwe Schwenker ergänzte: "Wir sollten diese Chance nutzen und bei der WM einen starken Eindruck hinterlassen."

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