Kritik am ökonomischen Denken der Liga

Heuberger gegen "Meisterschafts-Finale"

SID
Mittwoch, 10.04.2013 | 13:44 Uhr
Bundestrainer Heuberger zeigt sich nicht gerade angetan von der Idee des "Meisterschafts-Finals"
© getty
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Bundestrainer Martin Heuberger hat sich gegen die Einführung eines Meisterschafts-Finales im deutschen Handball ausgesprochen.

"Wer nach einer harten und langen Saison die meisten Punkte gesammelt hat, soll auch Meister werden", sagte Heuberger im Vorfeld der beiden Länderspiele gegen Slowenien am 4. Mai in Magdeburg (15.00 Uhr) und am 5. Mai in Dessau (16.00 Uhr).

Heuberger kritisierte am Mittwoch in Magdeburg das rein ökonomische Denken der Liga. "Ein Finale an die Spielzeit anzuhängen, könnte finanziell lukrativ sein. Aber nur nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu gehen, wäre fatal. Der Sport muss immer im Vordergrund stehen", meinte der Nachfolger von Heiner Brand.

Geschäftsführer Bohrmann dafür

In den vergangenen Wochen war die Debatte um das Meisterschafts-Finale hochgekocht. Angedacht wurde unter anderem, das Topspiel in einer Fußball-Arena stattfinden zu lassen. Die Klubs reagierten unterschiedlich, die Liga-Spitze verteidigte die Pläne. "Ich bin mir ganz sicher, dass eine solche Veranstaltung die Handball-Bundesliga und den Handball insgesamt maßgeblich nach vorne bringen kann", sagte Liga-Geschäftsführer Frank Bohmann.

Noch nicht endgültig abgeschrieben hat Heuberger die Rückkehr der Weltmeister Holger Glandorf und Lars Kaufmann. "Beide Spieler werde ich weiter beobachten, und das bereits am Wochenende beim Final Four in Hamburg", sagte der Bundestrainer, der zuletzt in den Qualifikationsspielen zur EM auf die Rückraumspieler verzichtet hatte. Glandorf und Kaufmann haben ebenfalls ihre Bereitschaft zur Rückkehr bekräftigt. "Ich habe immer betont, wieder für die Nationalmannschaft spielen zu wollen. Diese Bereitschaft besteht immer noch, unabhängig von aktuellen Ergebnissen", sagte Glandorf der Sport Bild.

Die Testspiele gegen Slowenien dienen der Vorbereitung auf die EM-Qualifikation im Juni in Montenegro und gegen Israel. "Wir werden die Duelle nutzen, um uns für die Hammer-Spiele im Juni einzustimmen. Slowenien ist ein interessanter Gegner, der in den kommenden Jahren zur Weltspitze zählen wird", sagte Heuberger über den WM-Vierten. Deutschland belegte bei der letzten WM Rang fünf.

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