Handballer feiern Prestigeerfolg in Schweden

SID
Donnerstag, 03.01.2013 | 21:12 Uhr
Die deutsche Abwehr um Oliver Roggisch ließ nur 20 Gegentore zu
© Getty
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Die deutschen Handballer sind mit einem Prestigeerfolg in die heiße Phase der WM-Vorbereitung gestartet. Die Mannschaft von Bundestrainer Martin Heuberger gewann in Växjö beim Olympiazweiten Schweden mit 26:20 (10:10) und präsentierte sich gut eine Woche vor dem Beginn der WM in Spanien (11. bis 27. Januar) in ansprechender Form.

"Die Grundlage für den Erfolg war die Abwehr - genau das hatten wir uns vorgenommen. Dadurch haben wir Bälle über den Gegenstoß bekommen, aber da müssen wir noch effizienter werden. Wir haben jetzt ein Spiel gewonnen, aber mehr noch nicht. Für die Mannschaft war es wichtig, damit sie an sich glaubt und gut reingekommen ist in die WM-Vorbereitung", sagte Heuberger.

Beste Werfer der Gäste waren der Gummersbacher Adrian Pfahl, der Kieler Patrick Wiencek und der Wetzlarer Debütant Kevin Schmidt mit jeweils drei Toren. Das Rückspiel gegen den Rekord-Europameister findet am Samstag (15.45 Uhr) in Hamburg statt. Die WM-Generalprobe steht für die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) am 9. Januar in Stuttgart gegen Rumänien auf dem Programm.

Stabilen Abwehrleistung

Vor 4503 Zuschauern in der Vida Arena boten die Gäste auch ohne ihre verletzten Leistungsträger Uwe Gensheimer, Holger Glandorf und Lars Kaufmann über weite Strecken eine konzentrierte Leistung. Angetrieben vom guten Berliner Torhüter Silvio Heinevetter und einer stabilen Abwehr hatte die DHB-Auswahl das Geschehen in der Anfangsphase im Griff. Mit einem Gegenstoßtreffer des Kielers Dominik Klein ging das deutsche Team in der 19. Minute beim 7:5 erstmals mit zwei Toren in Führung. Vier Minuten später sorgte der Magdeburger Stefan Kneer sogar für den ersten Drei-Tore-Vorsprung (9:6).

Heuberger wechselte in dieser Phase bereits munter durch, so gab der 24 Jahre alte Linksaußen Schmidt sein Debüt im Nationalmannschaftstrikot. In der Schlussphase der ersten Halbzeit kam aber ein Bruch ins deutsche Spiel, einige leichte Fehler und Unkonzentriertheiten schlichen sich ein. So machten die nicht für die Weltmeisterschaft qualifizierten Schweden einen Drei-Tore-Rückstand wett (7:10/26. Minute) und glichen bis zum Wechsel aus.

Comeback von Sven-Sören Christophersen

Zu Beginn des zweiten Durchgangs gab auch Rückraum-Hoffnung Sven-Sören Christophersen nach mehrwöchiger Verletzungspause (Außenbandriss im Knie) sein Comeback, während sein Berliner Teamkollege Heinevetter mit einem gehaltenen Siebenmeter einen Rückstand zunächst verhinderte.

In der Folge gelang es keinem Team, sich entscheidend abzusetzen, die Führung wechselte ständig. Die Begegnung war in dieser Phase nicht immer hochklassig, aber hart umkämpft. Mitte der zweiten Halbzeit setzte das deutsche Team zum Zwischenspurt an. Debütant Schmidt verwandelte zwei Siebenmeter und auch die Routiniers Christophersen und Michael Haaß zeigten sich in dieser Phase treffsicher. So setzten sich die Gäste nach dem 16:16 (42.) auf 19:16 (46.) ab - die Vorentscheidung. Der Sieg sollte nach zuletzt schwachen Leistungen Selbstvertrauen in der weiteren Vorbereitung auf die WM geben.

Das deutsche Team startet am 12. Januar in Granollers gegen Brasilien in die WM. Trainer Heuberger hat den Einzug ins Achtelfinale als erstes Ziel ausgegeben. Titelverteidiger Frankreich, Afrikameister Tunesien, Argentinien und Montenegro sind die weiteren Vorrundengegner. Die ersten vier Mannschaften ziehen in die Runde der besten 16 ein.

Der WM-Spielplan im Überblick

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