DHB-Team hält dem Druck stand

Von Florian Regelmann
Dienstag, 15.01.2013 | 19:54 Uhr
Das DHB-Team hat wieder beste Achtelfinal-Chancen
© Getty
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Die deutsche Handball-Nationalmannschaft ist bei der WM in Spanien wieder auf Achtelfinalkurs. Das DHB-Team gewann in Granollers das Schicksalsspiel gegen Argentinien mit 31:27 (17:13), es musste aber lange gezittert werden.

Patrick Wiencek (5) und Adrian Pfahl (5) waren die bester Werfer im deutschen Team. Argentinien wurde von Diego Simonet (9) und seinem Bruder Sebastian Simonet (7) getragen.

WM-Statistik: Die Besten der Besten

Deutschland liegt damit in der Gruppe A mit 4:2-Punkten hinter Frankreich und Tunesien auf Rang drei. Mit einem weiteren Sieg am Mittwoch gegen das noch sieglose Montenegro (18.15 Uhr im LIVE-TICKER) kann das Achtelfinale vor dem abschließenden Gruppenspiel gegen Titelverteidiger Frankreich am Freitag perfekt gemacht werden.

Reaktionen:

Martin Heuberger (Bundestrainer): "Die Mannschaft hat über 60 Minuten einen tollen Fight geboten und sich den Sieg redlich verdient. Wir haben mit viel Tempo gespielt."

Carsten Lichtlein (DHB-Keeper): "Es ist egal, wie lange man spielt. Scheißegal wer, scheißegal wie - Hauptsache gewonnen und zwei Punkte."

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Spiel: Heuberger verändert im dritten Spiel zum ersten Mal seine Startformation. Christophersen (für Kneer) und Weinhold (für Pfahl) beginnen und bilden mit Haaß den Rückraum. Ansonsten bleibt alles gleich: Klein und Groetzki auf den Außen, Wiencek am Kreis - Kapitän und Abwehrchef Roggisch kann trotz Rückenproblemen auflaufen. Im Tor ist wieder Heinevetter erste Wahl.

3.: Die DHB-Auswahl macht das Spiel schnell, Roggisch wechselt nicht sofort mit Wiencek und geht mit. Er bekommt den guten Pass von Haaß an den Kreis und trifft mit seiner ganzen Wucht! The Rogg scores! Eines seiner seltenen Tore. 2:1 Deutschland.

11.: Mini macht's! Klein mit dem Steal und ab geht die Post, der Kieler trifft im Tempogegenstoß locker zum 7:5. Sein zweites Tor in Folge. Und: Deutschland gewinnt damit eine Unterzahlsituation mit 2:0. Wichtig.

23.: Das deutsche Tempospiel funktioniert in Perfektion. Fünfter Fastbreak, fünfter Treffer. Diesmal ist es wieder Klein. Und jetzt ist Groetzki auch noch mit einem starken Heber erfolgreich. 13:10 Deutschland. Argentinien nimmt die Auszeit.

30.: Diego Simonet, wer sonst, wirft sein sechstes Tor für die Argentinier. Aber dann setzt Christophersen in Überzahl den Schlusspunkt zu einer in der Offensive guten ersten Halbzeit der Deutschen. 17:13.

32.: Ein deutscher Torhüter bekommt endlich mal einen Ball, Lichtlein mit dem Save! Und auf der anderen Seite ist Roggisch schon wieder mitgegangen, er schleicht sich am Kreis frei und haut ihn wieder rein. Sein zweites Tor. Der unglaubliche Simonet hält aber weiter dagegen. 18:14 Deutschland.

42.: Wiencek holt stark den Siebenmeter raus, Youngster Kevin Schmidt tritt an - drin das Ding! Die Heuberger-Truppe ist wieder auf fünf weg. 23:18 Deutschland. So ganz beruhigend ist es aber immer noch nicht.

47.: Der Wechsel zu Lichtlein hat sich total ausgezahlt, seine Quote steht nach der nächsten Parade bei 50 Prozent (7/14). Und vorne macht es Pfahl in Unterzahl per Hüftwurf, Argentiniens Keeper sind auch null im Spiel. Die Partie scheint im Griff, 24:19.

53.: Unfassbar. Erst gibt es minutenlang Diskussionen, weil der Zeitnehmertisch bzw. die Hallentechnik nicht in der Lage ist, den Spielstand und die Zeitstrafen richtig anzuzeigen. Deutschland dann mit einer unkonzentrierten Phase, Sebastian Simonet trifft aus dem Rückraum und plötzlich beträgt der Vorsprung nur noch zwei Tore... 25:23 Deutschland.

55.: Was sich da am Zeitnehmertisch abspielt, ist absoluter Wahnsinn. Jetzt wird das Scoreboard auf 0:0 und auch die Uhr zurückgestellt, ein Verantwortlicher packt die Stoppuhr aus, peinlich alles. Aber viel wichtiger: Strobel behält einen kühlen Kopf, geht entschlossen in die Lücke und macht das 28:25.

59.: Lichtlein is the man! Was ein Doppel-Save, den zweiten Ball wehrt er sogar mit dem Kopf ab, sensationell! Auf der anderen Seite scheitert erst Haaß, aber dann ist Schmidt von links zur Stelle. Das muss es gewesen sein, 29:26!

Deutschland - Argentinien: Das komplette Spiel im Re-Live

Der Star des Spiels: Carsten Lichtlein. Der 32-Jährige hat seine DHB-Karriere lange Jahre als ewige Nummer drei verbracht. Immer war er es, der kurz vor Turnierstart aus dem Kader flog. Jetzt ist er zwar immer dabei, aber eigentlich ist er auch die klare Nummer zwei. Macht Heinevetter seinen Job, kommt Lichtlein nicht zum Zug. Jetzt macht Heinevetter aber aktuell seinen Job nicht, also schlug Lichtleins Stunde und er war zur Stelle (insgesamt 11 Würfe abgewehrt). Wer weiß, was ohne seine Doppel-Parade in der Schlussphase noch passiert wäre. Interessant, wen Heuberger jetzt gegen Montenegro beginnen lässt. Normal muss es Lichtlein sein. Auch stark: Kreisläufer Wiencek. Bei Argentinien überragend: Diego Simonet.

Der Flop des Spiels: Silvio Heinevetter. Zum Auftakt gegen Brasilien war der Berliner noch gut, gegen Tunesien lieferte er eine schwache Leistung ab - und auch gegen Argentinien enttäuschte die deutsche Nummer eins. Und diesmal wartete Heuberger nicht so lange mit einem Wechsel. Nach 25 Minuten kam Lichtlein. Heinevetter hatte zuvor nur einen einzigen Ball (Siebenmeter) pariert (1/13). Die DHB-Abwehr stand sicher nicht immer optimal, aber der Torwart muss eben auch mal ein paar Bälle halten, gerade in der Torwartecke.

Analyse: Die Ausgangslage war eindeutig: Wenn Deutschland das Minimal-Ziel Achtelfinale erreichen will, dann muss Argentinien bezwungen werden. Und das Team hielt dem enorm großen Druck stand. Deutschland spielte vor allem so, wie es spielen muss, um Erfolg zu haben.

Der Positionsangriff wird aufgrund der fehlenden individuellen Klasse im Rückraum in absehbarer Zeit nicht die ganz große Stärke werden, der Schlüssel ist und bleibt ein gutes Tempospiel. Gegen Argentinien funktionierte dies viel besser als gegen Tunesien. Alleine in der ersten Halbzeit erzielte Deutschland fünf Tore im Break.

Dazu wurden auch der Kreis und die Außenspieler gegen die löchrige 5-1-Deckung der Argentinier immer wieder gut ins Spiel eingebunden, die Ungefährlichkeit des Rückraums wurde so gut kompensiert. Insgesamt war die Chancenverwertung eklatant besser als noch gegen Tunesien (am Ende 73 Prozent), vielleicht auch zum Teil eine Folge des von Heuberger verhängten Trickwurf-Verbots. Es wurden so gut wie keine freien Bälle verworfen.

Der einzige Grund, warum Argentinien zur Pause überhaupt noch im Spiel war, hieß Diego Simonet. Der Rückraumspieler war mit seinem sensationellen Antritt und seinen unorthodoxen Bewegungen oftmals nicht zu stoppen. In der zweiten Halbzeit schien es zwischenzeitlich ein souveräner Sieg zu werden, dank Lichtlein, aber dass es doch noch mal eng wurde, beweist die Inkonstanz des DHB-Teams.

Selbst gegen keinesfalls starke Argentinier ging es nicht ohne Zittern. Im Endeffekt war es eine ordentliche Reaktion auf die Niederlage gegen Tunesien, ein Pflichtsieg, aber auch wahrlich nicht mehr. Die Achtelfinal-Aussichten sind gut, ein Sieg gegen die noch punktlosen Montenegriner sollte ebenfalls machbar sein. Die Tendenz lautet: Gruppenplatz drei. Und eher Achtelfinal-Aus als Viertelfinale.

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