Handball

Keine Chance für die Aufsteiger

SID
Michael Quist (M.) und Eintracht Hildesheim sind Letzter in der HBL.
© Getty

Es war ein Satz, der die Situation in der Handball-Bundesliga nahezu perfekt beschreibt. "Unser Ziel ist der Klassenerhalt. Aber wir wissen, dass es sensationell wäre, wenn wir das tatsächlich schaffen", sagte Jan Gorr, Trainer des TV 05/07 Hüttenberg vor dem Ligastart.

Das ist neun Monate her. Heute, einen Spieltag vor Saisonende, steht sein Team vor dem Abstieg - dem erwarteten Abstieg. Ebenso wie die beiden anderen Neulinge. Erneut, wie schon im Vorjahr, werden sich alle Aufsteiger direkt wieder in die 2. Liga verabschieden müssen.

Der Bergische HC, Hüttenberg und Eintracht Hildesheim belegen die drei letzten Plätze. Ein gewohntes Bild im Tabellenkeller - und gleiches gilt für der Spitze, wo sich ebenfalls die üblichen Verdächtigen tummeln. Vor dem zweiten Teil des vorletzten Spieltages am Mittwochabend sind die Kräfteverhältnisse in der HBL mehr als deutlich verteilt.

Die meisten Entscheidungen sind bereits gefallen

16 Mal tippten die Trainer der 18 Erstligisten vor dem Saisonstart auf einen Deutschen Meister THW Kiel. "Weil sie einfach die besten Voraussetzungen für den Titel haben", wie beispielsweise Gudmundur Gudmundsson, Trainer der Rhein-Neckar Löwen, feststellte.

Einige hofften noch auf einen Zweikampf mit dem HSV Hamburg oder der SG Flensburg-Handewitt - doch das Spieljahr entwickelte sich zu einem sensationellen Sololauf der bis heute ohne Verlustpunkt dominierenden Kieler, die inzwischen das Triple aus Meisterschaft, Pokal und Champions League sicher haben.

Dahinter kämpfen - natürlich erwartungsgemäß - die großen Klubs um Champions-League- und Europapokal-Plätze. Neben dem noch amtierenden Meister HSV und den Flensburgern sind das wie schon im Vorjahr die Füchse Berlin und die Rhein-Neckar Löwen. Es folgt eine große Lücke zum breit gefächerten Mittelfeld, ehe die Abstiegszone mit den üblichen Verdächtigen beginnt.

Kaum Veränderungen zur Vorsaison in der gesamten Liga

In der gesamten Tabelle gibt es zwei Spieltage vor Saisonende im Vergleich zum Vorjahr nur minimale Veränderungen: Gleich sieben Klubs belegen die gleiche Tabellenposition wie im Vorjahr oder verbesserten bzw. verschlechterten sich nur um eine Position.

Neun Teams, also die halbe Liga, veränderten sich nur um maximal zwei Ränge nach oben oder unten. Den größten "Sprung" schafften Flensburg (von sechs auf zwei), den heftigsten "Absturz" erlebte die HSG Wetzlar (von elf auf 15). In beiden Fällen handelt es sich aber ebenfalls nicht wirklich um gravierende Veränderungen.

Vor dem Saisonfinale stehen Meister, Europapokalteilnehmer und Absteiger zum größten Teil bereits fest. Und auch in der kommenden Saison wird sich das Bild der aktuellen Tabelle wohl kaum verändern - abgesehen von den Absteigern. Die werden wohl wieder aus den drei Neulingen bestehen.

Die HBL im Überblick

 

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