Storm belastet Schwenker und Serdarusic

SID
Montag, 21.11.2011 | 16:17 Uhr
Uwe Schwenker wird durch die Aussagen von Thorsten Storm schwer belastet
© Getty
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Im spektakulären Prozess um angebliche Bestechung im Handball hat Thorsten Storm, Manager der Rhein-Neckar Löwen, die Angeklagten Uwe Schwenker und Zvonimir Serdarusic belastet.

Storm sagte am zehnten Verhandlungstag vor der 5. Großen Strafkammer des Landgerichts Kiel, er habe bei einem Gespräch im Hause Serdarusic am 11. Februar 2009 Beweise gesehen, die auf eine Manipulation des Champions-League-Finale 2007 gegen die SG Flensburg-Handewitt zu Gunsten des THW Kiel hingewiesen hätten.

So soll zwischen den Belegen unter anderem eine Selbstanzeige von Serdarusics Mittelsmann Nenad Volarevic gewesen sein, in der um Schuldminderung im Fall des angeblich verschobenen Finale gebeten wurde. Der Auftrag, das Finale zu manipulieren, soll zudem von Schwenker und nicht von Serdarusic gekommen sein.

Bei den Gesprächen im Hause Serdarusic hat Storm nach eigener Aussage von der angeblichen Bestechung erfahren. Serdarusic soll ihm davon berichtet haben, allerdings sei nicht klar "ob die Aussagen der Wahrheit entsprachen oder bloß Rache für den Rauswurf beim THW waren", sagte Storm.

Storm dementiert Erpressungsvorwürfe

Serdarusic, vor Bekanntwerden des Skandals im Jahr 2009 zunächst als Trainer der Löwen vorgesehen, soll dem THW Kiel im Beisein Storms Bestechung vorgeworfen haben. Der bereits bestehende Vertrag des Kroaten bei den Mannheimern wurde wegen der Manipulationsvorwürfe aufgelöst.

Bei dem Treffen im Hause Serdarusic waren auch der Gesellschafter der Löwen, Jesper Nielsen, und Rechtsanwalt Christian Wiegert dabei. Nielsen war vor Gericht als Zeuge bereits geladen und hat die Angeklagten belastet. Wiegert soll am 30. November befragt werden.

Dem Vorwurf der Verteidigung Schwenkers, die Manipulationsvorwürfe zu einem Erpressungsversuch genutzt zu haben, um die Ablösesumme für die damaligen THW-Spieler Nikola Karabatic und Vid Kavticnik zu drücken, erteilte Storm eine klare Absage.

In dem Prozess geht es um das Finalrückspiel der Handball-Champions-League 2007 zwischen dem THW Kiel und der SG Flensburg-Handewitt. Schwenker und Serdarusic wird vorgeworfen, die beiden polnischen Schiedsrichter bestochen und so den Titel gekauft zu haben. Schwenker, Serdarusic und die beiden Referees bestreiten die Vorwürfe.

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