Sonntag, 19.12.2010

HSV macht Herbstmeisterschaft klar

Kiel kassiert Ausgleich in letzter Sekunde

Der HSV Hamburg ist Herbstmeister der Bundesliga. Direkt dahinter rangieren die Füchse Berlin. Während der HSV in Lemgo ihren 15. Sieg in Folge einfuhren, patzte Titelverteidiger Kiel in eigener Halle. Gegen Altmeister Gummersbach musste der THW in letzter Sekunden den Ausgleich hinnehmen.

Gummersbacher Jubel in Kiel: Christoph Schindler (M.) hat in letzter Sekunde zum 26:26 getroffen
© Getty
Gummersbacher Jubel in Kiel: Christoph Schindler (M.) hat in letzter Sekunde zum 26:26 getroffen

Vizemeister HSV Hamburg hat auf dem Weg zum Gewinn der ersten deutschen Meisterschaft das erste Etappenziel in eindrucksvoller Manier erreicht und Titelverteidiger THW Kiel noch weiter abgehängt.

Der Mannschaft von Trainer Martin Schwalb ist nach einem 29:27 (18:13)-Erfolg bei Ex-Meister TBV Lemgo die Herbstmeisterschaft bereits einen Spieltag vor Ende der Hinrunde nicht mehr zu nehmen. Für Hamburg war es der 15. Sieg in Folge.

Der große Nordrivale aus Kiel kam gegen den VfL Gummersbach nicht über ein 26:26 (13:13) hinaus und hat bereits fünf Punkte Rückstand auf den Spitzenreiter. Erster Verfolger der Hamburger bleiben die Füchse Berlin, die einen souveränen 28:19-Erfolg in Wetzlar feierten.

Bitter hält den Ball flach

"Es ist viel wert, in Lemgo zu gewinnen. Wenn Kiel Punkte abgibt, ist das für uns natürlich schön. Wir werden aber den Ball flach halten", sagte Nationaltorhüter Johannes Bitter.

Vier Tage nach dem Pokal-Aus im Achtelfinale in Berlin präsentierten sich die Hamburger zunächst gut erholt und dominierten von Beginn an die Begegnung.

Schindler schockt Kiel

Bis zur 42. Minute hatten die Gäste einen 25:16-Vorsprung herausgeworfen. Doch Lemgo kam zurück und verkürzte in der 54. Minute auf 26:27.

Bitter rettete mit zahlreichen guten Paraden in der Schlussphase den Sieg. Bester Werfer des HSV war der dänische Rechtsaußen Hans Lindberg mit elf Treffern.

In Kiel erleben die Zuschauer ein Wechselbad der Gefühle. Sieben Sekunden vor dem Ende sorgte Robert Arrhenius für das 26:25, doch in der letzten Sekunde sorgte Christoph Schindler für den verdienten Ausgleich der Gummersbacher.

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