Handball

Supercup: Hamburg holt den ersten Titel

SID
HSV Hamburg gewinnt den Supercup mit 27:26 gegen den THW Kiel
© Getty

Der HSV Hamburg hat schon einen Tag vor dem Start in die 34. Saison der Bundesliga seinen ersten Titel in der Tasche. Der Pokalsieger gewann mit 27:26 gegen den THW Kiel und holte somit den Supercup.

Der Pokalsieger sicherte sich durch einen 27:26 (13:11)-Sieg über den deutschen Meister und Champions-League-Gewinner THW Kiel zum vierten Mal den Supercup.

Die Rekordjäger aus Kiel wollten eigentlich Revanche nehmen für die Vorjahresniederlage, doch der große Nordrivale legte in München los wie die Feuerwehr und ließ lange Zeit nichts anbrennen. Schnell lagen die Hamburger 4:0 in Führung, die "Zebras" kamen erst sehr spät zur Entfaltung.

Saisoneröffnung mit Wetzlar und Flensburg

Die 8156 Zuschauer bekamen damit einen ersten Vorgeschmack auf neue die Bundesliga-Saison. Das Duell der Nordlichter hatte die ganze Liga in der vergangenen Spielzeit bis zum Schluss in Atem gehalten.

Die 34. Bundesliga-Saison wird am Mittwoch mit der Begegnung zwischen HSG Wetzlar und der SG Flensburg-Handewitt offiziell eröffnet. Der HSV Hamburg greift erst am Samstag bei FA Göppingen ins Geschehen ein. Auf Kiel wartet am Sonntag die Pflichtaufgabe gegen Aufsteiger TSG Friesenheim.

Neben den beiden Topfavoriten Kiel und Hamburg zählt Bundestrainer Heiner Brand noch Flensburg und die Rhein-Neckar Löwen zu den aussichtsreichsten Bundesligisten. Dem Quartett traut der Gummersbacher auch in der Champions League viel zu. "Jede dieser Mannschaften hat das Zeug dazu, um am Ende ganz oben zu landen", sagte Brand dem SID.

HSV will Durchmarsch verhindern

Einen Durchmarsch der Kieler, die in den kommenden Monaten auf ihren Star Daniel Narcisse (Kreuzbandriss) verzichten müssen, wollen unter anderem die Hamburger verhindern.

Der HSV hatte sich den Kielern in der vergangenen Saison mit nur einem Punkt Rückstand geschlagen geben müssen und wartet immer noch auf die erste Meisterschaft. "Die Titelvergabe darf nur über den HSV gehen", sagt Hamburgs Trainer Martin Schwalb.

Von derartigen Kampfansagen will sich Kiels Trainer Alfred Gislason nicht verunsichern lassen. "Keine Bange, wir werden noch deutlich besser. Es muss immer unser Anspruch sein, um alle Titel mitzuspielen", sagt der Isländer forsch. Gislason strebt mit dem Rekordmeister (16 Titel) das Triple aus Meisterschafts-, Pokal- und Champions-League-Triumph anstrebt. Dieses Kunststück war Kiel im Jahr 2007 gelungen.

Spielergewerkschaft fordert Mitspracherecht

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