Dienstag, 08.06.2010

Pascal Hens und Matthias Flohr im Interview

"Ein Baby namens LeBron..."

Pascal Hens: NBA-Fan und werdender Papa. Matthias Flohr: S-Bahn-Fahrer und Hardcore-Köln-Fan. SPOX traf die beiden HSV-Stars zum Doppel-Interview. Die Themen: Facebook, Panini-Bilder und coole YouTube-Videos.

Den Pokal gewonnen, aber die Meisterschaft mit dem HSV verspielt: Pascal Hens und Matthias Flohr
© Imago
Den Pokal gewonnen, aber die Meisterschaft mit dem HSV verspielt: Pascal Hens und Matthias Flohr

SPOX: Pascal, als NBA-Experte haben Sie im Gespräch mit SPOX im März Schwierigkeiten für die Lakers vorausgesagt, jetzt stehen sie in den Finals...

Matthias Flohr: (kichert)

Pascal Hens: Aber mit einem hatte ich Recht: Andrew Bynum ist sehr verletzungsanfällig. Gut, jetzt sind sie trotzdem in den Finals, aber Boston spielt überragend und hat sehr gute Karten. Es wird zwar ein enges Ding, aber ich denke, dass Boston Meister wird.

SPOX: Verfolgen Sie auch die NBA, Matthias?

Flohr: Seit Michael Jordan nicht mehr.

SPOX: Dafür aber die Bundesliga, Sie sind Fan vom 1.FC Köln. Gab es da in der letzten Saison Frotzeleien vom Mainz-05-Anhänger Hens?

Hens: Da brauchte man nicht groß drüber sprechen, das war ja eine andere Welt...

Flohr: (unterbricht) Du meinst, als Köln in Köln gegen Mainz aufgestiegen ist (lacht) (33. Spieltag 2007/08, Anm. d. Red)?! Na ja, wenn ich im Stadion meine Mannschaft angefeuert habe, stand er mit schicken Klamotten auf dem Golfplatz. Ich denke, daran kann man gut erkennen, wie unterschiedlich der Stellenwert für uns ist (grinst).

SPOX: Neben dem Sport bestimmt vermutlich das Internet immer mehr Ihr Leben, richtig?

Flohr: Klar, eine tolle Erfindung. Eine Kommunikationsbasis, auf die man in hunderten von Jahren zurückblicken und sagen wird: Das hat die Menschheit wie nichts zuvor zusammengeführt.

SPOX: Was halten Sie von Social Networking wie Facebook oder Twitter?

Flohr: Da bin ich kein Freund von.

Hens: Ich auch nicht. Da hat man keine Ruhe. Bei Facebook gibt's vier Profile mit meinem Namen, aber das bin alles nicht ich. Das ist mir alles zu stressig. Aber klar: Das Internet ist auch für mich überlebensnotwendig. Man geht ja fast nicht mehr einkaufen.

Flohr: Oder Stickermanager.com - zum Panini-Bilder tauschen.

Hens: Ich hab meine letzten vier Bilder übrigens jetzt getauscht, über Stickermanager. Er brauchte auch noch vier Stück. Wir hatten beide genau die Richtigen, perfekt. Ich habe meine abgeschickt. Der schickt seine bestimmt nicht raus (lacht).

SPOX: Ist das Internet - z.B. die neusten YouTube-Videos - auch ein Thema in der Kabine?

Flohr: Pommes ist da immer führend. Der setzt sich am Flughafen hin und macht ein YouTube-Fenster nach dem anderen auf und alle anderen hängen von hinten drüber und lachen sich über die geilen Dinger kaputt!

SPOX: Fällt Ihnen da gerade ein Beispiel ein?

Flohr: Wie heißen noch diese Kung-Fu-Dinger?

Hens: Kung-Fu-Casting. Da bewerben sich so ein paar Verrückte bei einem Kung-Fu-Casting.

Flohr: Mein Lieblingsvideo ist aber Star Wars auf Kölsch (lacht). 

SPOX: Was gibt es noch für Dinge, mit denen Sie sich außerhalb des Trainings beschäftigen?

Hens: Ich bin die ganze Saison über im Internet bei einem NBA-Manager aktiv, was sehr viel Zeit in Anspruch nimmt - und natürlich auch sehr, sehr wichtig ist. Das kann zwar kein Mensch verstehen, aber bei uns ist es ein richtiger Wettkampf. Ansonsten bin ich ein großer Barbecue-Fan, bei mir wird häufig der Grill angeschmissen. Matti ist eher so der S-Bahn-Fahrer...

Flohr: Richtig, um zur Uni zu kommen. Mein Studium (Sport- und Mathe auf Lehramt, Anm. d. Red.) nimmt schon einen großen Teil meiner freien Zeit ein.

SPOX: Im letzten Jahr waren Sie auch schon Praktikant an einem Gymnasium. Sehen Sie sich nach der Handballkarriere als Lehrer?

Flohr: Ich möchte mein Studium auf jeden Fall abschließen, auch wenn es nicht einfach ist. Was nach dem Handball kommt, wird man sehen, vielleicht bleibe ich auch im Sport. Aber ich habe auf jeden Fall ein zweites Standbein.

SPOX: Pascal, gibt es auch bei Ihnen schon Gedanken an das Leben nach dem Handball?

Hens: Bisher noch nicht. Es muss was mit Sport zu tun haben, weil ich mich da auskenne und es mir Spaß macht. Bei der EM in Österreich habe ich zuletzt für das ZDF gearbeitet, die Jungs haben gesagt, dass das vielleicht was für mich wäre. Aber erst mal habe ich meinen Vertrag bis 2015 verlängert, also bleibt mir noch ein bisschen Zeit.

SPOX: Eine große Veränderung steht bei Ihnen in wenigen Wochen dennoch ins Haus: Sie werden Vater. Schon nervös?

Hens: Bisher hält es sich in Grenzen, weil auch meine Frau noch ganz entspannt ist. Wir haben jetzt noch die Spiele mit der Nationalmannschaft. Ich hoffe, dass es mit dem Timing ganz gut klappt und es sich nicht entscheidet zu kommen, wenn ich in Griechenland in der Sporthalle stehe. Ich möchte auf jeden Fall bei der Geburt dabei sein und freue mich natürlich schon riesig.

SPOX: Gibt es schon einen Namen für das Baby?

Hens: Den gibt es noch nicht, aber natürlich eine engere Auswahl. Aber es wurde uns auch von vielen berichtet, dass man abwarten soll, wie das Kind aussieht. Mal angenommen, es soll LeBron heißen, und dann kommt ein rothaariges Kind auf die Welt - das würde nicht passen.

Flohr: Beides relativ unrealistisch, denke ich (lacht).

Teil 2: Hens und Flohr über die abgelaufene Saison, Kritik und ihre Sommerpläne

Interview: Anant Agarwala

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