Handball

Die neue Generation bleibt unbesiegt

SID
Mit vollem Einsatz, aber ohne Mühe sicherte sich das deutsche Team auch im letzten Spiel den Sieg
© Getty

Am Ende einer erfolgreichen Qualifikationsreise durch ganz Europa hatte Bundestrainer Heiner Brand allen Grund zu strahlen.

Unerwartet souverän und locker schaffte die deutsche Handball-Nationalmannschaft den Sprung zur EM 2010 in Österreich - und das ohne zahlreiche Stammspieler, dafür mit vielen Lichtblicken aus der jungen Garde und der zweiten Reihe.

"Wir haben die Quali ohne Pascal Hens, weitgehend ohne Holger Glandorf und Torsten Jansen und ohne Christian Sprenger gespielt. Michael Kraus hat nur zwei Spiele mitgemacht, trotzdem haben wir es geschafft", sagte Brand nach dem achten und letzten Gruppenspiel am Sonntag in Rishon Le Zion gegen Gastgeber Israel (40:21).

Erfreulich: Wie schon in den Partien zuvor waren auch diesmal Spieler in den Mittelpunkt getreten, die vorher kaum einer auf der Rechnung hatte.

So überzeugte der Göppinger Ersatz-Linksaußen Dragos Oprea mit acht Toren und gab 21 Monate nach seinem bis dahin letzten Auftritt im DHB-Trikot ein starkes Comeback gegen freilich nicht mal zweitklassige Gegner.

Schritt nach vorne - aber noch Steigerungsbedarf

Im Tor feierte Nikolas Katsigiannis (Minden) ein gutes Länderspiel-Debüt. Auch weitere junge Leute wie Uwe Gensheimer oder Patrick Groetzki von den Rhein-Neckar Löwen schließen immer mehr auf.

So ist für Brand die EM im Nachbarland vor allem auch wie schon die WM in Kroatien im Januar eine nächste Bewährungschance für die neue Generation. Und das ohne Siegzwang.

"Wir haben sicherlich einen Schritt nach vorne gemacht, aber ein internationales Großturnier ist doch immer noch eine ganz andere Aufgabe. Gegen eine internationale Spitzenmannschaft stellen sich natürlich noch einmal ganz neue Herausforderungen", sagt Brand und stellt auch mit Blick auf Olympia 2012 in London klar: "Da müssen sich unsere jungen Spieler noch weiter entwickeln, aber wir sind sicherlich auf einem guten Weg. Aber wir haben überall noch Steigerungsbedarf."

Immerhin ist die deutsche Mannschaft in der neu geschaffenen Qualifikation als einzige ohne Verlustpunkt geblieben, und für Brand waren es gute Möglichkeiten, die Spieler unter Wettkampfbedingungen zu testen, denn das Ticket war recht schnell nicht mehr gefährdet.

Deutschland als Gruppenkopf gesetzt

Der Superup vom 26. Oktober bis 1. November in Köln, Halle/Westfalen und Hannover ist dann bereits ganz der Vorbereitung auf Österreich gewidmet.

Dabei hat sich die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) durch die starke Qualifikation schon mal eine gute Lage für die EM-Gruppenauslosung am Mittwoch erspielt.

In Wien ist die deutsche Mannschaft dann als Kopf der in Innsbruck spielenden Vorrundengruppe gesetzt und geht damit den großen Favoriten erstmal aus dem Weg.

In Israel freuten sich Brand und seine Spieler aber erstmal über den abschließenden Erfolg. Und bevor am Montagnachmittag die Heimreise und dann endlich der kurze Urlaub nach einer langen Saison anstand, durften sich Kapitän Oliver Roggisch und Kollegen noch eine Nacht auf der Partymeile am alten Hafen im Norden Tel Avis gönnen.

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