Affäre geht in die nächste Runde

SID
Samstag, 07.03.2009 | 14:07 Uhr
Steht im Mittelpunkt der Manipulationsverdächtigungen: THW-Manager Uwe Schwenker (l.)
© Getty
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Im Fall um die Manipulationsvorwürfe gegen THW Kiel sind nach einem "Spiegel"-Bericht neue Fakten bekannt geworden.

Die Affäre um Manipulationsvorwürfe gegen Rekordmeister THW Kiel geht offenbar in die nächste Runde. "Es sind neue Informationen da, die wir alle noch nicht kannten. Wir werden in Kiel und bei den Rhein-Neckar Löwen auf jeden Fall noch einmal nachfragen", erklärte Frank Bohmann, Geschäftsführer der Handball-Bundesliga (HBL).

Auslöser für die Nachfragen ist ein Bericht des Nachrichtenmagazins "Spiegel". Laut diesem Bericht stehen der THW Kiel, sein Manager Uwe Schwenker und der ehemalige Trainer Zvonimir Serdarusic im Verdacht, bei mindestens zehn Spielen in der Champions League Schiedsrichter bestochen zu haben.

Das Magazin beruft sich dabei auf einen Beschluss der Gesellschafter der Rhein-Neckar Löwen vom 17. Februar über die Nicht-Verpflichtung von Serdarusic. In diesem protokollierten Beschluss gehen die Gesellschafter davon aus, dass Serdarusic und Schwenker diverse Schiedsrichterbestechungen begangen haben sollen.

96.000 Euro für das Champions-League-Finale

Bei einem Treffen mit einem Löwen-Gesellschafter habe Schwenker Bestechungen eingeräumt, schreibt das Magazin. Serdarusic habe bei einem weiteren Treffen erklärt, er habe Kenntnisse gehabt von diversen Bestechungsversuchen und vollzogenen Bestechungen, und er habe teilweise mitgewirkt, indem er Mittelsmänner nannte, über die Schiedsrichter angesprochen wurden.

Bei einem Treffen in Serdarusics Haus soll er angeblich auch Belege und Kontoauszüge aus den Tagen kurz vor dem Final-Rückspiel der Champions League 2007 gegen die SG Flensburg-Handewitt (29:27) präsentiert haben. Insgesamt, so soll es Serdarusic gesagt haben, seien für das Finale 96.000 Euro gezahlt worden. Das bestätigte der Beiratsvorsitzende der Löwen, Dieter Matheis, dem "Spiegel" in einem schriftlichen Statement.

"Die Anzahl der Spiele und der Betrag sind für uns neu", sagte Bohmann. Die HBL hatte nach zwei Sitzungen in der vergangenen Woche in Hamburg und Dortmund die Kieler von allen Vorwürfen freigesprochen. Allerdings hatte Bohmann bereits nach der Sitzung am Mittwoch in Dortmund erklärt, dass man sich wieder zusammensetzen müsse, wenn es neue Fakten geben würde.

Unschuldserklärungen von Schwenker, Gesellschaftern und Serdarusic

In einem Brief hatte Matheis, der auch Aufsichtratsmitglied der HBL ist, Schwenker um die Aufklärung der Vorwürfe gebeten. Der Kieler Manager hatte bereits bei der HBL-Sitzung am vergangenen Montag sein Ehrenwort gegeben, nicht manipuliert zu haben. Auch gegenüber dem "Spiegel" bestritt Schwenker die Vorwürfe vehement.

Auch die Kieler Gesellschafter und Serdarusic gaben entsprechende Erklärungen ab. Er habe weder selbst an einer Spielmanipulation teilgenommen noch beschuldige er irgendjemanden vom THW Kiel, so etwas getan zu haben, sagte Serdarusic, der in der neuen Saison das Traineramt bei den Löwen übernehmen sollte, aus gesundheitlichen Gründen sein Engagement für die kommende Saison aber überraschend abgesagt hatte.

Die Kieler Staatsanwaltschaft und der Europäische Handball-Verband (EHF) sahen bisher ebenso wie die HBL keinen Grund, in dieser Angelegenheit tätig zu werden und rechtliche Schritte einzuleiten. Die Staatsanwaltschaft forderte lediglich das Schreiben von Matheis an Schwenker an. "Möglicherweise wird jetzt aber auch die Staatsanwaltschaft noch einmal nachfragen", meinte Bohmann.

Die Tabelle der Handball-Bundesliga

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