Handball

Anklage gegen Schwenker derzeit nicht geplant

SID
Donnerstag, 26.03.2009 | 17:04 Uhr
Uwe Schwenker steht derzeit keine Anklage bevor
© Getty
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Laut Staatsanwaltschaft steht in den Ermittlungen gegen Handball-Manager Uwe Schwenker vom THW Kiel derzeit keine Anklage auf dem Plan.

In den Ermittlungen gegen Handball-Manager Uwe Schwenker vom THW Kiel steht derzeit keine Anklage auf dem Plan. "Wir sind erheblich davon entfernt", sagte der Kieler Oberstaatsanwalt Uwe Wick und dementierte damit entsprechende Medienberichte.

Bei den Ermittlungen befinde man sich genau zwischen einem Anfangsverdacht und hinreichendem Tatverdacht. Erst wenn dieser vorliege, entscheide man über eine Anklage.

Dauer der Ermittlungen ungewiss

"Aber in den kommenden Wochen werden wir wahrscheinlich eine Zäsur machen und dem THW Akteneinsicht gewähren, umd dann aus deren Sicht eine Stellungnahme zu bekommen", sagte Wick. Wie lange die Ermittlungen insgesamt noch dauern werden, kann Wick derzeit nicht sagen.

Auch die erstellten Amtshilfegesuche ans Ausland könnten die Arbeiten verzögern. "Das hängt vom Staat ab. Und bei einem so jungen Staat wie Kroatien kann das etwas dauern", so Wick.

Auf die Spur Kroatien waren die Fahnder nach Hinweisen auf Nenad Volarevic, einen Freund von Kiels Ex-Trainer Noka Serdarusic gekommen. Gegen Serdarusic wird wegen des Verdachts zur Beihilfe zur Untreue ermittelt.

Kiel weist alle Vorwürfe zurück

Der THW Kiel hat alle Vorwürfe zurückgewisen. Am Mittwochabend hatte THW-Anwalt Stefan Purrucker mitgeteilt der Klub werde in den nächsten zehn Tagen Akteneinsicht erhalten. Erst danach könnten von Vereinsseite aus "mögliche und notwendige Entscheidungen getroffen werden", so Purrucker.

Alle bisherigen internen Aufklärungsbemühungen hätten die verbreiteten Gerüchte und Verdächtigungen über mögliche Schiedsrichterbestechungen seitens des THW nicht bestätigt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Kieler Manager Uwe Schwenker wegen des Verdachts der Untreue.

Der "Spiegel" hatte berichtet, dass rund um das Champions-League-Finale 2007 zwischen Kiel und der SG Flensburg-Handewitt (29:27) insgesamt 92.000 Euro auf das Konto des Serdarusic-Freundes Nenad Volarevic zum Zwecke der Schiedsrichter-Bestechung nach Kroatien überwiesen worden seien.

Insgesamt soll der deutsche Rekordmeister laut "Spiegel" zehn Spiele in der Königsklasse manipuliert haben.

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