Samstag, 27.09.2008

Serbien und Niederlande 2012 EM-Gastgeber

Deutsche Doppel-Bewerbung gescheitert

Die EM der Männer wird weiter im Januar gerader Jahre ausgespielt und findet 2012 in Serbien statt.

Glandorf, Handball
© Getty

Gut 27 Monate nach der politischen Trennung von Montenegro bestimmte der Kongress der Europäischen Handball-Föderation (EHF) Serbien zum Gastgeber der EM vom 17. bis 29. Januar 2012. Die Frauen-EM in vier Jahren wurde an die Niederlande vergeben (4. bis 16. Dezember).

Der Deutsche Handballbund (DHB) war mit seiner Doppel-Bewerbung für Männer- und Frauen-EM gescheitert, will die Kandidatur für die erste zeitnahe gemeinsame Ausrichtung beider Titelkämpfe aber aufrechterhalten.

Termin im September vom Tisch

Zum Auftakt des zweiten Kongress-Tages hatten die 49 Mitgliedsverbände eine Verlegung der Männer-EM in den Mai oder September ungerader Jahre zunächst abgelehnt. Ein entsprechender Antrag wurde zurückgestellt.

Eine Arbeitsgruppe unter Leitung des französischen EHF-Vizepräsidenten Jean Brihault, der auch DHB-Vizepräsident Reiner Witte angehört, soll in absehbarer Zeit einen neuen Vorschlag ausarbeiten. Nach Worten von Witte ist ein Termin im September nach intensiven Diskussionen bereits vom Tisch.

Unterdessen wurde der Einfluss der Klubs gestärkt. Einen Tag nach der Wahl von Joan Marin, Geschäftsführer von Champions League-Siegers Ciudad Real und Präsident der einflussreichen "Group Club Handball" (GCH), in die Wettkampf-Kommission wurden auch in Finanzfragen Kompromisse zugunsten der Vereine gefunden.

So sollen aus den Erlösen der EHF mindestens 400.000 Euro an die Klubs gehen, höchstens aber zehn Prozent. Um den Reformprozess voranzutreiben, soll nun zügig das Gremium für den Wettkampfkalender tätig werden.

"Das ist eine Niederlage"

Eine Verlegung der EM in ungerade Jahre hätte eine Kollision mit den Terminen für die Weltmeisterschaften zur Folge. Der Weltverband IHF hat von der EHF ein Schreiben erhalten, in dem eine einvernehmliche Lösung angestrebt wird.

IHF-Generalsekretär Peter Mühlematter bestätigte in Wien, dass sich eine Arbeitsgruppe des Verbandes mit diesem Thema beschäftigt.

Gescheitert ist der Versuch, die Vergabe von Titelkämpfen in der EHF zu vereinfachen. Der Antrag, dass wie in der IHF nur noch das Exekutivkomitee die Auswahl künftiger Gastgeber trifft, wurde knapp abgelehnt.

Damit vergibt weiterhin der Kongress die EM. "Das ist eine Niederlage", urteilte DHB-Vizepräsident Horst Bredemeier.

Doppel-EM gescheitert

In Wien wählte die Mitgliederversammlung Serbien mit 26:23 Stimmen gegen Frankreich zum Gastgeber der Männer-EM, anschließend die Niederlande mit 32:17 Stimmen gegen die Ukraine zum Ausrichter des Frauen-Turniers.

Im ersten Männer-Wahlgang war der DHB mit seiner Bewerbung ausgeschieden und hatte danach die Kandidatur für die Frauen-EM zurückgezogen. "Die Vergabe einer Doppel-EM ist damit gescheitert. Für uns ist das nicht schlimm. Wir behalten unsere Bewerbung für 2014 aufrecht", sagte Bredemeier.

Der Verband hatte für seine Bewerbung zur Grundlage gemacht, sowohl die Männer- als auch die Frauen-EM zu bekommen und als gemeinsames Ereignis zu vermarkten.


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