Montag, 04.08.2008

Handball

Von Behren bestätigt Karriereende

München - Der frühere Nationalspieler Frank von Behren beendet seine Karriere. Der 31-jährige Rückraumspieler des GWD Minden war wegen gesundheitlicher Probleme bereits seit längerer Zeit krankgeschrieben.

Von Behren, Handball
© Getty

"Mein Körper hat mir signalisiert, dass jetzt Schluss ist. In den letzten drei Monaten war das Training für mich die reinste Quälerei", begründete der 167-malige Nationalspieler seinen Rücktritt gegenüber dem "Mindener Tagblatt". "

Nach einem Daumenbruch im Vorjahr gipfelte von Behrens Krankengeschichte nach zwei Kreuzbandrissen - 2002 in Minden und 2006 in Flensburg - in einer schweren Schulterverletzung, die er sich im März diesen Jahres zuzog.

Keine Lust auf weitere Operation

"Um die Schulterverletzung zu beheben hätte ich mich erneut operieren lassen müssen. Inklusive einer Reha wäre ich dann wieder für mehrere Monate ausgefallen und hätte mich dann wieder herankämpfen müssen", sagt von Behren.

Sein bislang letztes Bundesliga-Spiel hatte der ehemalige Auswahl-Kapitän beim überraschenden 29:28-Sieg der Mindener am letzten Spieltag der vorigen Saison bei der SG Flensburg-Handewitt bestritten.

Durch den Erfolg, zu dem der Rückraumspieler ein Tor beigetragen hatte, hatten die Ostwestfalen den Klassenverbleib geschafft. Von Behren war erst im Januar aus Flensburg zurück nach Minden gewechselt.

Wechsel ins Management von Minden

Sein letztes Länderspiel bestritt der Olympia- und EM-Zweite am 22. März dieses Jahres beim Vier-Nationen-Turnier in Innsbruck gegen Schweden. Bei der EM zu Jahresbeginn war von Behren nachnominiert und im Halbfinale gegen Dänemark sowie im verlorenen Spiel um Platz drei gegen Frankreich eingesetzt worden.

Künftig soll von Behren ins GWD-Management einsteigen. "Er soll eventuell in drei oder vier Jahren mein Nachfolger werden", sagte Horst Bredemeier.

Interesse an weiterführendem Studium

Zunächst solle er als Assistent der Geschäftsführung bei GWD Minden Erfahrung sammeln und später als Sportlicher Leiter fungieren. "Sowas hatten wir ja bis jetzt nicht", so der Manager weiter.

"So etwas in der Art könnte ich mir auch vorstellen, ohne dass ich nun konkret sagen möchte: Ich werde Nachfolger von Hotti Bredemeier", sagt von Behren. Zudem habe er sich an der Hochschule in Oldenburg bezüglich des Studiengangs "Sportmanagement" informiert.

"Am 1. Oktober beginnt für mich das erste von vier Semestern, die ich für mein Studium noch zu bestehen habe. Dann werde ich gut gerüstet in den nächsten Lebensabschnitt gehen", sagte von Behren.

Sebastian Steegmüller

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