Golf

Kaymer bangt um Ticket: Was macht Colsaerts?

Von SPOX
Nicolas Colsaerts will sich in Gleneagles ins europäische Ryder-Cup-Team spielen
© Getty

Martin Kaymer muss noch einen Tag lang um seinen Platz im europäischen Ryder-Cup-Team zittern. Der Belgier Nicolas Colsaerts könnte den Deutschen am Sonntag noch im letzten Moment aus der Mannschaft kegeln, dazu muss er aber eine Aufholjagd starten.

Die Ausgangslage im europäischen Ryder-Cup-Team ist ganz einfach. Neun Spieler sind sicher qualifiziert: Rory McIlroy, Justin Rose, Graeme McDowell, Paul Lawrie, Francesco Molinari, Luke Donald, Lee Westwood, Sergio Garcia und Peter Hanson.

Um den zehnten und letzten automatischen Platz streiten sich Martin Kaymer und Nicolas Colsaerts. Kaymer, seit Wochen außer Form, hat im Moment noch Rang zehn inne. Er kann ihn aber aus eigener Kraft nicht verteidigen, da sich der Deutsche dazu entschied, lieber zu trainieren als beim letzten für die Qualifikation geltenden Event mitzuspielen.

Ganz im Gegensatz zu Colsaerts. Der Belgier, der in der letzten Woche in den USA bei der Wyndham Championship ein Top-10-Resultat erreichte, nahm die Reise über den Atlantik auf sich und tritt in dieser Woche auch bei der Johnnie Walker Championship in Gleneagles an.

Colsaerts muss Zweiter werden

Die einfache Rechnung für Colsaerts: Er muss ein Top-2-Ergebnis schaffen, dann überholt er Kaymer und wäre zum ersten Mal beim Ryder Cup dabei. Und nach drei Runden ist Colsaerts noch nicht chancenlos. Der 29-Jährige spielte an Tag drei eine 71 und liegt mit einem Gesamtergebnis von sechs unter Par auf dem geteilten 13. Rang.

Gut für Kaymer: Colsaerts hat sechs Schläge Rückstand auf Spitzenreiter Paul Lawrie und fünf Schläge Rückstand auf Romain Wattel auf Rang zwei. Er benötigt also wirklich eine famose Runde, um am Sonntag noch das Top-2-Finish zu schaffen.

Sollte es Colsaerts nicht packen, hat er aber gute Chancen, am Montag von Captain Jose Maria Olazabal mit der zweiten Wildcard ausgestattet zu werden. Die erste ist ohne Frage für Ian Poulter reserviert. Sollte Colsaerts aber doch noch automatisch ins Team rücken, würde die Sache noch viel interessanter.

Dass Kaymer angesichts seiner Leistungen in letzter Zeit dann eine Wildcard erhalten könnte, ist kaum vorstellbar. Ein Kandidat wäre dann Padraig Harrington, der allerdings seit einem Disput 2003 bei der Seve Trophy nicht als bester Freund von Olazabal gilt.

Marcel Siem hätte sich mit einem Sieg in Gleneagles auch noch mal ins Gespräch bringen können, dazu wird es aber leider nicht kommen. Der Deutsche liegt nach einer 71er-Runde am Samstag nur auf dem geteilten 39. Platz.

Die Ryder Cup Standings im Überblick

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