Freitag, 25.06.2010

BMW International Open, Tag 2

Cejka und Kaymer auf dem Vormarsch

Nach einem verschlafenen Auftakt ist Golfprofi Alex Cejka bei seinem Heimspiel aufgewacht und zum deutschen Hoffnungsträger aufgestiegen: Der 39 Jahre alte Lokalmatador, der zum 18. Mal bei der BMW International Open in München-Eichenried antritt, katapultierte sich am Freitag mit einer 67er-Runde um 46 Plätze nach oben auf den 22. Rang und hat bei Halbzeit mit 138 Schlägen die Spitze wieder im Visier.

Martin Kaymer spielte in Runde zwei in Eichenried fünf Birdies bei nur einem Bogey
© Getty
Martin Kaymer spielte in Runde zwei in Eichenried fünf Birdies bei nur einem Bogey

Cejkas Rückstand auf Spitzenreiter Bradley Dredge betrug sieben Schläge. Mit 131 Schlägen führte der Waliser vor den Spaniern Pablo Larrazabal (132) und Ignacio Garrido (133).

Wohl kaum noch eine Siegchance haben Altmeister Bernhard Langer (Anhausen) sowie der 2008-Gewinner Martin Kaymer (Mettmann) mit jeweils 139 Schlägen auf Platz 33.

Kaymer fightet sich ins Turnier

Der Weltranglistenelfte Kaymer kämpfte sich dabei vor einem großen Teil der 14.300 Zuschauer nach verhaltenem Start zurück und schaffte im Gegensatz zu 2009 den Cut, der bei 141 Schlägen lag.

"Ich habe die Nacht gut geschlafen und mich deutlich wohler als gestern gefühlt. Die Top 5 sind noch drin. Wenn ich wie vor zwei Jahren eine 63 schaffe, kann ich noch weit nach oben kommen", sagte der 25-Jährige.

Die Qualifikation für die beiden Schlussrunden glückte von den weiteren zwölf deutschen Startern nur noch dem Ratinger Marcel Siem (140). Ausgeschieden ist dagegen neben dem US-Open-Dritten Ernie Els (Südafrika) sowie den Ryder-Cup-Siegern Darren Clarke (Nordirland) und Sergio Garcia (Spanien) auch Titelverteidiger Nick Dougherty (England).

Siem fällt zurück

"Ich habe heute so gut gespielt wie gestern, aber da sind wenig Putts gefallen", sagte Cejka, der nach seinem glänzenden achten Platz am Sonntag bei der US Open von Kalifornien angereist war und den Jetlag immer noch etwas in den Knochen hat.

Langer, der bei seinem 20. Start in München nach fünf zweiten Plätzen noch immer vom ersten Erfolg träumt, kam mit einer 69 ins Klubhaus und meinte: "Ich habe heute viel besser gespielt, mehr Fairways und Grüns getroffen. Es sind aber leider keine längeren Putts gefallen."

Einen Schlag mehr benötigte Marcel Siem. Der 29-Jährige, der voraussichtlich Anfang nächsten Jahres erstmals Vater wird, sagte nach seiner 71: "Heute war der Wurm drin. Es hat nichts wirklich zusammengepasst. Es hat keinen Spaß gemacht."

Alex Cejka und das Münchner Turnier - eine große Liebe ist trotz der langen Verbundenheit noch nicht daraus geworden. Platz zwei 2003 und Rang drei 2004 waren die einzigen Top-10-Resultate, neunmal scheiterte er am Cut.

Cejka: "Der größte Druck ist weg"

Cejka mag Plätze nicht, auf denen die Birdies in Serie fallen: "Ich bin normalerweise eher da gut, wo man mit fünf unter Par oder weniger gewinnt. Hier muss man jeden Tag fünf unter spielen, um vorn dabei zu sein."

Zumindest am Freitag ist Cejka eine gute Runde geglückt. Er spielte bei strahlendem Sonnenschein acht Birdies und drei Bogeys. Der zweifache Vater genießt seinen sportlichen Aufschwung in vollen Zügen.

Vor allem Rang acht in Pebble Beach bescherte ihm Momente des Glücks. "Der größte Druck ist jetzt weg. Ich habe fast genug Geld erspielt, um meine US-Tour-Karte zu behalten. Und wenn der Druck weg ist, spielt man besser", sagte Cejka, der mit gut 622.000 Dollar die Nummer 85 der US-Geldrangliste ist.

Tag 1: Kaymer und Cejka verschlafen Auftakt


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