Showdown am Betze, Kellerduell in Bochum

Von Thomas Jahn
Donnerstag, 04.04.2013 | 15:23 Uhr
Kein fußbreit Platz für Geschenke - In Kaiserslautern kämpfen der FCK und Köln um den Aufstieg
© getty
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Am 28. Spieltag der 2. Bundesliga kommt es zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und dem seit 15 Partien ungeschlagenen 1. FC Köln zum direkten Duell um den Relegationsrang drei (Fr., 18 Uhr im LIVE-TICKER). Der VfL Bochum und Erzgebirge Aue kämpfen um wichtige Punkte im Abstiegskampf, der VfR Aalen fordert Tabellennachbar FC Ingolstadt.

1. FC Kaiserslautern - 1. FC Köln (18 Uhr)

Mehr Aufstiegskampf geht nicht: Im Fritz-Walter-Stadion kommt es am Freitagabend zum großen Showdown im Rennen um den Relegationsrang. Mit einem Punkt Vorsprung liegen die Gäste aus Köln derzeit auf Rang drei vor den Roten Teufeln. Für die Hausherren besteht nach nur einem Sieg aus den vergangenen sechs Partien somit die letzte Chance, den begehrten Tabellenplatz aus eigener Kraft zu erreichen.

"Es ist ein sehr wichtiges Spiel, ich betrachte es aber nicht als Endspiel. Es werden auch danach noch einige Punkte vergeben. Bei einem Unentschieden haben auch noch andere Teams hintendran die Chance, in den Kampf um Platz drei einzugreifen", sagte FCK-Cheftrainer Franco Foda vor der richtungsweisenden Partie.

Vor dem Gegner aus Köln zeigte er großen Respekt: "Der FC hat eine Mannschaft auf Bundesliganiveau, das haben sie nach anfänglichen Schwierigkeiten zuletzt auch gezeigt. Sie haben einen sehr ausgeglichenen Kader und mit Maierhofer nochmals einen Mentalitätsspieler dazu bekommen."

Trotz Kölns hoher Qualität sei die offensive Ausrichtung der Kölner ein Vorteil für seine Mannschaft, so Foda: "Das kommt uns sicherlich gelegen."

Auch FCK-Angreifer Albert Bunjaku blickt erwartungsfroh auf den Aufstiegskracher: "Ein Spiel, auf das wir uns alle freuen. Was kann es Schöneres geben, als vor einem ausverkauften Betze zu spielen?"

Die Gäste aus Köln reisen indes mit einer Monsterserie in die Pfalz: Das Team von Holger Stanislawski ist seit 15 Ligaspielen unbesiegt, holte zuletzt fünf Dreier aus sechs Partien und spielte dabei zudem vier Mal zu null. Lediglich die Kölner Bilanz in Kaiserslautern bietet Grund zur Sorge. In insgesamt 48 Spielen waren dem FC am Betzenberg nur fünf Siege vergönnt.

Während die Lauterer definitiv auf Markus Karl (Innenbandverletzung), Steven Zellner und Enis Alushi (beide Reha) verzichten müssen, besteht bei den angeschlagenen Ariel Borysiuk und Denis Linsmayer noch Hoffnung auf einen Einsatz.

Gegner Köln reist dagegen ohne zu beklagende Ausfälle an den Betze. Kein Wunder also, dass sich FC-Profi Christian Clemens vor dem Duell selbstbewusst gibt: "Jetzt sind wir die Gejagten. Wenn wir unseren Stiefel so weiter spielen, sind wir, glaube, ich nicht mehr zu stoppen."

VfL Bochum - Erzgebirge Aue (18 Uhr)

Im Duell der Tabellennachbarn Bochum (15.) und Aue (14.) stehen im Rewirpower-Stadion wichtige Punkte im Abstiegskampf auf dem Spiel. Während die Sachsen derzeit noch vier Punkte Vorsprung auf den von Dresden belegten Relegationsrang 16 haben, trennen den VfL nur zwei Zähler von der Gefahrenzone.

Folglich lautet die klare Ansage von Bochums Coach Karsten Neitzel: "Wir müssen drei Punkte holen - egal wie." Sportvorstand Jens Todt forderte derweil trotz der jüngsten Niederlagenserie von drei Spielen: "Die Angst darf in der Stadt nicht Überhand nehmen." Im Gegenteil: "Wir müssen nun auf den Platz gehen, uns gerade machen und die Punkte holen."

Der VfL muss in der wichtigen Partie auf den gelbgesperrten Yusuke Tasaka sowie Lukas Sinkiewicz (Knieprobleme), Michael Lumb (Mittelfußprellung) und Patrick Fabian (Reha) verzichten. Erzgebirge fehlen Dominic Rau (Reha), Nicolas Höfler (Gelbsperre), Nils Miatke und Enrico Kern (beide Aufbautraining).

VfR Aalen - FC Ingolstadt (18 Uhr)

Die starke Saison des Aufsteigers aus Aalen ist auch FCI-Cheftrainer Tomas Oral nicht entgangen.

"Die Mannschaft kommt vor allem über die Tugenden Willen und Leidenschaft", sagte er über den Tabellennachbarn, der derzeit zwei Punkte hinter Ingolstadt auf Rang elf steht. Beide Teams trafen in der laufenden Saison bereits zweimal aufeinander: Während der FCI sich im Liga-Hinspiel mit 2:0 durchsetzte, entschied der VfR das Erstrunden-Duell im DFB-Pokal in der Scholz Arena klar mit 3:0 für sich.

Um eine erneute Pleite in Aalen zu vermeiden, müsse Orals Team "von der ersten bis zur letzten Minute an alles in die Waagschale werfen und konzentriert auftreten". Zudem soll nach den jüngsten Niederlagen gegen Duisburg und Kaiserslautern endlich mal wieder ein Erfolgserlebnis her.

Doch auch die Aalener verspüren großen Appetit auf einen Sieg: Das Team von Trainer Ralph Hasenhüttl wartet seit nunmehr acht Ligaspielen auf einen Dreier. Der letzte Erfolg datiert aus dem Dezember 2012, als man die Roten Teufel mit 1:0 schlug.

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