Fussball

Kampf um den Anschluss

Von Martin Grabmann
Nach der Niederlage bei Spitzenreiter Hertha muss Duisburg wieder punkten
© getty

Energie Cottbus, der FSV Frankfurt und Union Berlin können in den ersten Spielen des 26. Spieltags (18 Uhr im LIVE-TICKER) der 2. Bundesliga vorlegen und die Aufstiegsränge angreifen. Der MSV Duisburg will dagegen den direkten Abstiegskampf verhindern.

MSV Duisburg - Energie Cottbus (18 Uhr im LIVE-TICKER)

Seit der MSV am 17. Spieltag die Abstiegsränge verlassen hat, stecken die Duisburger nicht mehr im direkten Kampf gegen die dritte Liga. Nach der Niederlage gegen Hertha BSC in der Vorwoche könnte die Mannschaft von Trainer Kosta Runjaic allerdings schnell wieder in die Gefahrenzone abrutschen. "In der Tabelle hängt alles sehr eng zusammen", erklärte der 41-Jährige in "Der Westen".

Lichtblick für die Zebras ist vor allem die starke Vorstellung gegen Braunschweig am 24. Spieltag, als die Eintracht 1:0 geschlagen wurde. Gegen Energie muss Runjaic allerdings auf mindestens einen wichtigen Spieler verzichten, denn Julian Koch ist nach seiner fünften Gelben Karte gesperrt. Für ihn wird Tanju Öztürk auflaufen. Der Einsatz von Mittelfeldspieler Goran Sukalo in der Schauinsland-Reisen-Arena ist dagegen weiter fraglich, der Siegtorschütze aus dem Hinspiel leidet an einer Wadenverhärtung. Seine Position könnte Kevin Wolze oder Timo Perthel übernehmen, die Viererkette würde Andreas Ibertsberger vervollständigen.

Der Gegner aus Cottbus kommt nach zwei Siegen in Folge mit breiter Brust nach Duisburg und lauert von Tabellenplatz fünf auf Fehler von Köln und Kaiserslautern. Ohne Abwehrspieler Alexander Bittroff, der nach seiner Roten Karte gegen Union Berlin gesperrt fehlt, wollen die Lausitzer zumindest bis Montag den vierten Platz erobern. Für Energie-Trainer Rudi Bommer bedeutet das Spiel außerdem die Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte. Nichts Besonderes, betont der 55-Jährige: "Meine Zeit in Duisburg ist doch schon so viele Jahre her, da gewinnt man Abstand."

1. FC Union Berlin - FC St. Pauli (18 Uhr im LIVE-TICKER)

Nach nur einem Sieg aus den letzten fünf Spielen ist Union Berlin ins Niemandsland der Tabelle abgerutscht, den Relegationsplatz haben die "Eisernen" offiziell abgehakt. Ein Dreier gegen St. Pauli könnte Berlin allerdings wieder in Schlagdistanz zu den Aufstiegsplätzen bringen. Trotzdem warnte Union-Trainer Uwe Neuhaus davor, den Gegner zu unterschätzen: "Sie haben in den letzten Wochen gezeigt, wozu sie in der Lage sind. Es wird für uns eine schwierige Aufgabe, weil St. Pauli defensiv sehr gut organisiert ist. Sie haben sehr gute und schnelle Konterspieler."

Bei der Partie im Stadion An der Alten Försterei, das zum ersten Mal seit Eröffnung der neuen Haupttribüne ausverkauft sein wird, kann Neuhaus bei der Aufstellung aus dem Vollen schöpfen. Patrick Kohlmann wird nach überstandenen Oberschenkelproblemen voraussichtlich auf die linke Abwehrseite zurückkehren, für ihn muss Baris Özbek auf der Bank platznehmen. Nachdem Fabian Schönheim gegen Cottbus bereits nach einer Stunde für Robert Puncec eingewechselt wurde, könnte der 26-Jährige gegen St. Pauli von Beginn an auflaufen.

Auf der Gegenseite ist Trainer Michael Frontzeck durch die Rotsperre von Stürmer Daniel Ginczek ebenfalls zu Änderungen gezwungen. Ihn wird Routinier Marius Ebbers ersetzen, dem Frontzeck eine gute Form attestierte: "Ebbe ist gut drauf und körperlich in sehr guter Verfassung." Außerdem wird Kapitän Fabian Boll seine Rückkehr in die Startelf feiern, ebenso wie Fin Bartels, der seinen Muskelfaserriss überstanden hat. Die Strukturprobleme im Mittelfeld soll Florian Kringe lösen, den Frontzeck gegen Union als Spielmacher aufbieten wird.

SC Paderborn - FSV Frankfurt (18 Uhr im LIVE-TICKER)

Mit 32 Punkten und 32:32 Toren steht der SC Paderborn auf Platz 10 der Tabelle im gesicherten Mittelfeld. Für die Mannschaft von Stephan Schmidt geht es bis zum Saisonende vor allen Dingen um spielerische Weiterentwicklung und das möglichst vorzeitige Durchbrechen der 40-Punkte-Marke. Nach drei Siegen in Serie beendeten zuletzt zwei Niederlagen gegen Cottbus und Köln jegliche Ambitionen in Richtung Tabellenspitze. Trainer Schmidt hat die Schwachstellen bereits ausgemacht: "Die offensive Leistung in Köln war zwar besser als gegen Cottbus, aber auch nur in der ersten Hälfte und nur bis zum Strafraum. Wir müssen im Spiel nach vorne zielstrebiger und defensiv stabiler werden."

Angreifer Mahir Saglik könnte nach seiner überstandenen Fußverletzung neuen Schwung in die Offensive der Westfalen bringen, Innenverteidiger Patrick Ziegler drängte sich im Training als Alternative zum enttäuschenden Tobias Feisthammel auf. Fraglich ist dagegen der Einsatz von Torhüter Lukas Kruse, der wegen eines Infekts unter der Woche pausieren musste. Auch Deniz Naki könnte fehlen, ihn beschäftigten zuletzt muskuläre Probleme.

Der Gegner aus Frankfurt will nach dem beeindruckenden 6:1-Sieg gegen den VfR Aalen weiter punkten und hat auf Platz sechs weiter Chancen auf die Relegation. Trainer Benno Möhlmann hofft, dass seine Mannschaft nachlegen kann: "Ich bin gespannt, ob wir dieses Spiel und die drei Punkte gegen Aalen aufnehmen, um selbstbewusst in Paderborn das Spiel diszipliniert und engagiert über 90 Minuten anzugehen. Wir müssen aber nicht nur arbeiten, sondern auch gut Fußball spielen."

Beim Versuch, das angepeilte Saisonziel von 40 Punkten zu erreichen, muss Möhlmann allerdings neben den Langzeitverletzten Edmond Kapllani und Gledson auch auf Innenverteidiger Tim Heubach (Adduktoren) und den vom VfL Wolfsburg ausgeliehenen Angreifer Rasmus Jönsson (Schambeinentzündung) verzichten.

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