Freitag, 20.04.2012

Die Situation der drei Auf- und Abstiegsanwärter

Druck, Psychologie und Durchhalteparolen

Die 2. Liga geht auf die Zielgerade. Im Kampf um Aufstieg und Klassenerhalt bahnen sich zwei spannende Dreikämpfe an. SPOX beleuchtet die jeweiligen Chancen der sechs Aspiranten.

Trainer Andre Schubert kämpft mit dem FC St. Pauli um den Aufstieg in die Bundesliga
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Trainer Andre Schubert kämpft mit dem FC St. Pauli um den Aufstieg in die Bundesliga

SC Paderborn (3., 50:35 Tore, 58 Punkte)

Restprogramm: Karlsruher SC (A), FSV Frankfurt (H), FC St. Pauli (A)

Aktuelle Lage: Alles kann, nichts muss - so könnte man die Situation in Paderborn beschrieben. Mit zwei Siegen und einem Remis aus den letzten drei Spielen (7:3 Tore) weist Paderborn dabei klar die beste Form der drei Anwärter auf Rang 3 auf. Mit dem 3:1-Erfolg über Cottbus hat Paderborn am vergangenen Spieltag St. Pauli und Düsseldorf überholt und sich auf den dritten Platz katapultiert.

Ausblick: Zwei Auswärtsspiele stehen für den SC noch an. An sich kein gutes Restprogramm für den Saisonendspurt, nicht aber für Paderborn: Die Mannschaft von Trainer Roger Schmidt ist die auswärtsstärkste Mannschaft der Liga (28 Punkte) und holte im Schnitt auf fremdem Platz so viele Zähler wie zuhause (1,87). Neben den Karlsruhern, die um ihre letzte Chance auf den direkten Klassenerhalt kämpfen, könnte dann am letzten Spieltag sogar ein Finale beim FC St. Pauli warten.

Parole: "Wir werden auch jetzt keinen Druck aufbauen." (Sportchef Michael Born)

 

Fortuna Düsseldorf (4., 59:31 Tore, 57 Punkte)

Restprogramm: Union Berlin (H), Greuther Fürth (A), MSV Duisburg (H)

Aktuelle Lage: Aus den letzten sechs Partien holte Düsseldorf lediglich sechs Punkte (drei Remis, ein Sieg, zwei Niederlagen), zuletzt hat die Mannschaft von Norbert Meier Anfang März zwei Mal in Folge gewonnen. Mit der Niederlage in Dresden machte die Fortuna zuletzt Fürth zum Aufsteiger. Die Situation lässt sich dabei auf die ganze Rückrunde ausweiten: Nach 17 Spielen war Düsseldorf mit 41 Punkten Spitzenreiter, seitdem gab es in 14 Spielen gerade mal 16 Punkte.

Ausblick: Die Mannschaft ist nach der glänzenden Hinrunde in einer frustrierenden Situation, was auch die harten Worte von Manager Wolf Werner erklärt: "Wir haben zwar immer noch die Chance auf die Relegation und den Aufstieg. Aber so wie sich das Team derzeit präsentiert, ist die Hoffnung gering." Das Restprogramm gibt aber eigentlich Anlass zur Hoffnung: Union Berlin steht im Niemandsland der Tabelle, Greuther Fürth ist bereits aufgestiegen, und der MSV Duisburg wird am letzten Spieltag mit höchster Wahrscheinlichkeit gerettet sein. Entsprechend appelliert Meier auch an seine Mannschaft: Wir brauchen jetzt Spieler mit Verantwortungsgefühl. Und mit dem letzten Biss, der zuletzt fehlte."

Parole: "Wenn wir aber weiter eine Chance haben wollen, muss es im Kopf klick machen." (Trainer Norbert Meier)

Die Top-Torjäger der Zweitliga-Saison 2011/2012
Rang 1: Oliver Occean von Greuther Fürth (17 Tore)
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Rang 1: Oliver Occean von Greuther Fürth (17 Tore)
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Rang 1: Nick Proschwitz vom SC Paderborn 07 (17 Tore)
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Rang 1: Nick Proschwitz vom SC Paderborn 07 (17 Tore)
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Rang 1: Alexander Meier von Eintracht Frankfurt (17 Tore)
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Rang 1: Alexander Meier von Eintracht Frankfurt (17 Tore)
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Rang 4: Mohamadou Idrissou von Eintracht Frankfurt (14 Tore)
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Rang 4: Mohamadou Idrissou von Eintracht Frankfurt (14 Tore)
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Rang 4: Kevin Volland vom TSV 1860 München (14 Tore)
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Rang 4: Kevin Volland vom TSV 1860 München (14 Tore)
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Rang 6: Sascha Rösler von Fortuna Düsseldorf (13 Tore)
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Rang 6: Sascha Rösler von Fortuna Düsseldorf (13 Tore)
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Rang 6: Max Kruse vom FC St. Pauli (13 Tore)
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Rang 6: Max Kruse vom FC St. Pauli (13 Tore)
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Rang 6: Zlatko Dedic von Dynamo Dresden (13 Tore)
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Rang 6: Zlatko Dedic von Dynamo Dresden (13 Tore)
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Rang 6: Christopher Nöthe von Greuther Fürth (13 Tore)
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Rang 6: Christopher Nöthe von Greuther Fürth (13 Tore)
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FC St. Pauli (5., 51:33 Tore, 56 Punkte)

Restprogramm: FC Hansa Rostock (H), Dynamo Dresden (A), SC Paderborn (H)

Aktuelle Lage: Die Niederlage in Fürth, sowie unnötige Punktverluste in Frankfurt (3:3) und gegen Cottbus (0:0) haben St. Pauli auf den fünften Platz gebracht. Der Mannschaft fehlt derzeit die Konstanz, aus den letzten sechs Spielen gab es einen Sieg, drei Unentschieden und zwei Niederlagen. Zusätzlich plagen Pauli jetzt Personalsorgen in der Defensive: Neben dem gesperrten Zambrano, drohen gegen Rostock auch Moritz Volz (Rücken), Florian Bruns (Knie) und Fabio Morena (Muskelverhärtung) auszufallen.

Ausblick: Die beiden Heimspiele könnten für St. Pauli Gold wert sein. Die letzte Heimniederlage datiert vom 17. Oktober 2011 (1:3 gegen Düsseldorf) und mit 33 Punkten bildet das Team von Trainer Andre Schubert immerhin die viertstärkste Heimmannschaft. Aber Vorsicht ist geboten: Mit Hansa Rostock kommt zunächst ein verzweifelter Abstiegskandidat ans Millerntor, ehe es am letzten Spieltag mit Paderborn gegen die auswärtsstärkste Mannschaft der zweiten Liga geht. Dazwischen wartet ein Auswärtsspiel bei den im gesicherten Mittelfeld stehenden Dresdnern, die zuletzt immerhin Düsseldorf besiegen konnten.

Parole: "Wenn wir unsere drei Spiele gegen Rostock, in Dresden und gegen Paderborn gewinnen, dann erreichen wir den dritten Platz." (Trainer Andre Schubert)

Seite 2: Der Kampf um den Klassenerhalt

Adrian Bohrdt

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