Freitag, 26.03.2010

2. Liga, 28. Spieltag

Abstiegskampf im Dreierpack

Jeweils ein Team aus den heutigen Zweitliga-Begegnungen befindet sich mitten im Abstiegskampf. Die TuS Koblenz, der FSV Frankfurt und auch Rot-Weiß Oberhausen stehen unter Druck.

Hans-Jürgen Boysens Frankfurter müssen im Fernduell mit der TuS Koblenz dringend punkten
© sid
Hans-Jürgen Boysens Frankfurter müssen im Fernduell mit der TuS Koblenz dringend punkten

Die TuS Koblenz ist schon mittendrin, dem FSV Frankfurt geht es auch nicht viel besser und Rot-Weiß Oberhausen trennen nur fünf mickrige Punkte vom Abstiegskampf. In den Spielen am 28. Spieltag der 2. Liga steht heute (ab 17.45 Uhr im LIVE-TICKER und bei SKY) in allen drei Aufeinandertreffen der Klassenerhalt im Mittelpunkt des Spielgeschehens, zumindest auf einer Seite des Spielfeldes.

Denn auf der anderen Seite geht es unterm Strich um nichts mehr. Der MSV Duisburg kann auch mit einem Sieg über die Koblenzer seinen Zehn-Punkte-Rückstand auf den Bundesliga-Relegationsplatz nur optisch verkürzen. Daneben geht es beim Achtplatzierten SC Paderborn und bei Union Berlin, zwei Plätze dahinter, mehr darum, die rechnerische Möglichkeit eines Abstiegs endgültig auszuschalten.

TuS Koblenz verspürt Aufwind

Nach den letzten beiden Siegen auswärts gegen Rot Weiss Ahlen und zu Hause gegen SpVgg Greuther Fürth verspürt die derzeitig auf dem vorletzten Platz stehende TuS Koblenz plötzlich Aufwind. Schlussmann David Yelldell sagte nach dem 2:0-Erfolg gegen Fürth: "In Duisburg wollen wir jetzt auch punkten und am besten so spielen wie gegen Fürth." Stürmer Emmanuel Krontiris fügte hinzu: "So muss unser Weg aussehen, egal wie es am Ende ausgeht - wir wollen uns nicht vorwerfen, dass wir nicht alles versucht hätten. Wir haben gezeigt, dass wir Moral haben."

Diese Moral ist nun auch im Spiel gegen den Tabellensechsten MSV Duisburg gefragt. Mit zehn Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz zur Bundesliga ist in dieser Saison zwar nichts mehr drin, doch nach vier sieglosen Heimspielen in Folge, muss für die Fans wieder dringend ein Sieg her.

Im Gegensatz dazu steht der FSV Frankfurt derweil auf einem Relegationsplatz, allerdings auf dem unliebsamen zur 3. Liga. Mit dem fünften Heimsieg in Folge, diesmal gegen Union Berlin, könnten die Frankfurter zumindest auf Augenhöhe mit Hansa Rostock ziehen. Das schlechtere Torverhältnis würde zwar immer noch den Relegationsplatz bedeuten, wäre andererseits aber ein dringend benötigter Hoffnungsschimmer.

Union seit acht Auswärtspartien sieglos

Eine Niederlage würde dagegen der TuS Koblenz ermöglichen, den vorletzten Platz mit einem Sieg über Duisburg an die Frankfurter weiterzureichen. Mit Berlin gastiert ein seit acht Auswärtsspielen siegloses Team in Frankfurt. Deshalb hoffen die "Eisernen" inständig darauf, dass der für zwei Jahre vom Bundesligisten Werder Bremen ausgeliehene Stürmer John Jairo Mosquera zu seiner Topform vom Saisonbeginn zurückfindet und den Berlinern den zweiten Saison-Sieg gegen den FSV Frankfurt beschert.

In der dritten Begegnung des Abends trifft Aufsteiger SC Paderborn 07 auf die ebenfalls vom Abstieg bedrohten Rot-Weiß Oberhausener. Diese weisen mit Platz 14 und 31 Punkten kein Polster vor, auf dem es sich entspannt ausruhen lässt.

Eine Wiederholung des 3:2-Siegs aus dem ersten Aufeinandertreffen beider Teams in dieser Saison würde Trainer Hans-Günter Bruns wohl vorerst ruhigere Nächte bescheren. Der SC Paderborn hingegen will an der endgültigen Zementierung des Klassenerhalts weiterarbeiten.

Der 28. Spieltag im Überblick

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