Die Top-Neuzugänge der 2. Liga

Neue Spieler braucht die Liga

Von Andre Mader
Donnerstag, 14.01.2010 | 14:55 Uhr
Markus Steinhöfer lief 37 Mal für Frankfurt in der Bundesliga auf
© Getty
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Die 2. Liga rüstet auf und präsentiert namhafte Neuzugänge. Markus Steinhöfer, Srdjan Baljak, Richard Sukuta-Pasu, Eke Uzoma und Nando Rafael werden in der Rückrunde für neuen Wirbel sorgen. SPOX stellt die fünf bekanntesten Neuzugänge der Zweitliga-Klubs vor.
 

1. FC Kaiserslautern - Markus Steinhöfer: Der 23-jährige Markus Steinhöfer wurde beim FC Bayern ausgebildet und wechselte 2006 zu RB Salzburg. Auf Anhieb gelang dem Rechtsfuß der Sprung in die Stammelf bei Red Bull. Nach zwei Jahren in Österreich zog es Steinhöfer zurück nach Deutschland zu Eintracht Frankfurt. Unter Friedhelm Funkel kam er in der vergangenen Saison zu 32 Einsätzen und konnte stolze zehn Assists aufweisen. Steinhöfer schien den Durchbruch geschafft zu haben. Umso heftiger dann der Rückschlag in dieser Saison. Unter dem neuen Trainer Michael Skibbe hatte Steinhöfer nur noch magere fünf Einsätze. Da kam das Angebot vom Tabellenführer der 2. Liga gerade recht. Durch gute Leistungen beim FCK kann er sich wieder in den Vordergrund spielen und Michael Skibbe zeigen, dass er auch für die Eintracht wichtig sein kann.

Das sagt der Manager Stefan Kuntz über den Neuen: "Mit Markus Steinhöfer haben wir einen jungen deutschen Spieler für uns gewinnen können, der schon auf die Erfahrung als Stammspieler bei einem Spitzenteam der österreichischen Liga und auf fast 40 Spiele in der Bundesliga zurückgreifen kann. Er wird beim Erreichen unserer Ziele sicher weiterhelfen können und belastet uns zudem wirtschaftlich nicht."

Prognose: In der vorigen Saison bewies Markus Steinhöfer schon, dass er genügend Potenzial für die Bundesliga besitzt. Er sollte für den FCK eine echte Verstärkung sein. Steinhöfers Konkurrent Sidney Sam wird es schwer haben, seinen Stammplatz im rechten Mittelfeld zu verteidigen. Sam baute gerade gegen Ende der Hinrunde ab - das könnte Steinhöfers Chance sein.

FC Augsburg - Nando Rafael: Nando Rafael verstärkt den FC Augsburg in der Rückserie. Der ehemalige deutsche U-21-Nationalspieler (13 Spiele/ 5 Tore) kommt auf Leihbasis bis zum Saisonende vom finanziell angeschlagenen Traditionsklub Aarhus GF aus Dänemark zum Team von Jos Luhukay. Rafael bestritt 2003 sein erstes Bundesligaspiel für Hertha BSC Berlin. Bei den Berlinern konnte er aber genauso wenig als Torjäger überzeugen, wie bei Borussia Mönchengladbach und später in Aarhus. Dem Deutsch-Angolaner Rafael fehlte einfach zu oft die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor.

Das sagt Trainer Jos Luhukay über den Neuen: "Ich kenne Nando Rafael schon aus unserer gemeinsamen Zeit bei Borussia Mönchengladbach. Ich freue mich, dass der Transfer kurzfristig geklappt hat, denn er wird uns weiterhelfen."

Prognose: Nando Rafael ist sicherlich talentiert, doch wartet er schon seit Jahren auf den großen Durchbruch. Vielleicht schafft es Luhukay, aus ihm das Optimum heraus zu holen. In seinem ersten (Test-)Spiel für Augsburg konnte er schon mit zwei Treffern gegen die Bayern-Reserve überzeugen. Ob dies aber ausreicht, um auch beim Rückrundenauftakt in der Startformation zu stehen, ist eher unwahrtscheinlich. Im Sturm muss er mit Sandor Torghelle und Stephan Hain um den Platz neben Michael Thurk kämpfen.

MSV Duisburg - Srdjan Baljak: Letzte Saison noch Aufstiegsheld, in diesem Jahr Auslaufmodel. So erging es Srdjan Baljak bei Mainz 05. Als logische Konsequenz verließ der Serbe Mainz im Winter. Mit dem MSV Duisburg hat Baljak einen ambitionierten Zweitligisten gefunden, der die Scorerqualitäten des 31-Jährigen sehr gut gebrauchen kann und auch nicht all zu weit vom Relegationsplatz  entfernt ist. Im Kader des MSV ist Baljak allerdings schon der sechste Stürmer. Überzeugen konnte bis auf den langzeitverletzten Sandro Wagner aber keiner. Trainer Milan Sasic hat also die freie Wahl, wer am ersten Rückrundenspieltag die Sturmformation bildet.

Das sagt Manager Bruno Hübner über den Neuen: "Für uns war es wichtig, dass wir einen Spieler verpflichten, der die 2. Bundesliga kennt und sich dort schon etabliert hat."

Prognose: Baljak wird dem MSV Duisburg mit seiner Erfahrung und seinem guten Auge weiterhelfen können. Mit Sören Larsen oder Sandro Wagner wird Baljak einen starken Angriff bilden. Der Serbe dürfte zumindest zu Beginn gesetzt sein.

FC St. Pauli - Richard Sukuta-Pasu: Dritter bei der U-17-WM, U-19-Europameister und A-Jugend-Meister war Richard Sukuta-Pasu schon. Der bullige Mittelstürmer, der bei Bayer Leverkusen ausgebildet wurde, versucht nun bei Zweitligist St. Pauli die ersten Sporen im Profifußball zu verdienen. Sukuta-Pasu zeichnen vor allem seine Dynamik und sein Durchsetzungsvermögen aus. Bei St. Pauli trifft Sukuta-Pasu auf einen alten Freund: Mit Deniz Naki spielte Richie seit der D-Jugend gemeinsam bei Bayer Leverkusen. Den Ausschlag für den Wechsel zu St. Pauli gab übrigens ein Gespräch zwischen Sukuta-Pasu und Pauli-Coach Holger Stanislawski.

Das sagt Trainer Holger Stanislawksi über den Neuen: "Ich sehe Richie schon als Stürmer. In welchem System er letztlich zum Zuge kommt, wird man sehen."

Prognose: Richard Sukuta-Pasu wird es schwer haben, an Marius Ebbers im Sturmzentrum vorbei zu kommen. Von Ebbers kann Sukuta-Pasu jedoch viel lernen. Kann es Zufall sein, dass Ebbers schon die Nationalspieler Jan Schlaudraff und Lukas Podolski an den Profifußball heranführte? Sukuta-Pasu wird bei St. Pauli vorerst aber nicht über die Rolle des Ergänzungsspielers hinauskommen, da er auch nicht der typische Außenstürmer im System von Holger Stanislawski ist.

1860 München- Eke Uzoma: Der nur 1,69 m große nigerianische Mittelfeldspieler Eke Uzoma verstärkt in der Rückrunde den TSV 1860 München und soll mithelfen, doch noch den dritten Platz der Tabelle zu erreichen. Uzoma kommt vom SC Freiburg, bei dem er in der 2. Liga noch zum Stammpersonal gehörte und zu überzeugen wusste. In dieser Saison kam er in der Bundesliga aber nur zu vier Einsätzen. Der 20-Jährige braucht für seine Entwicklung Spielpraxis, die er sich bei den Löwen verschaffen will. Dirk Duffner, Manager des SC Freiburg, legte Uzoma den Wechsel sogar ans Herz. Uzomas Stärken sind eine gute Technik, die Aggressivität und sein guter linker Fuß.

Das sagt Manager Miki Stevic über den Neuen: "Eke Uzoma ist ein schneller, lauffreudiger Spieler, stark im Passspiel und in der Balleroberung. Er ist aufgrund seiner Spielintelligenz im Mittelfeld flexibel einsetzbar. Uzoma war im Aufstiegsjahr des SC Freiburg Stammspieler, deshalb sind wir überzeugt, dass er unsere Mannschaft  in der Rückrunde verstärken wird."

Prognose: Eke Uzoma wird sich im zentralen Mittelfeld der Löwen einen Stammplatz erarbeiten und im Laufe der Rückrunde eine feste Größe in der Elf von Ewald Lienen werden. Geschuldet ist dies aber auch dem recht dünnen Repertoire an Mittelfeldspielern bei 1860 München.

Hier geht's zum 18. Spieltag der 2. Liga

 

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