2. Liga, Die Tops und Flops

Thurk träumt von der Bundesliga

Von Andre Mader
Dienstag, 22.12.2009 | 15:35 Uhr
Michael Thurk hat in der Hinrunde schon 15 Tore erzielt
© Getty
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Der 1. FC Kaiserlautern marschiert unbeirrt vorne weg, Michael Thurk trifft fast in jedem Spiel, die Aufsteiger überwintern in der oberen Tabellenhälfte, Fürth und Frankfurt stehen weit unter den Erwartungen und Peter Neururer sucht einen neuen Klub. SPOX zeigt die Tops und Flops der bisherigen Zweitliga-Saison.

Hier die Tops der 2. Bundesliga...

1. FC Kaiserslautern

Der Herbstmeister stellt die beste Abwehr der Liga, verlor nur eins von neun Auswärtsspielen und hat bereits neun Punkte Vorsprung auf einen Nichtaufstiegsplatz. Die Innenverteidigung mit Martin Amedick und Rodnei hält hinten den Laden nicht nur dicht und stellt mit erst 13 Gegentreffern die beste Abwehr der Liga, sondern konnte bereits siebenmal ein eigenes Tor bejubeln.

Alles in Allem stellt Trainer Marco Kurz die überragende Mannschaft der Hinserie. Holen die Pfälzer in der Rückserie noch wenigstens 23 Punkte, dann sollte es zumindest statistisch zur Rückkehr in die erste Liga reichen, denn nur einmal reichten in den letzten zehn Jahren 62 Punkte nicht zum Aufstieg.

Michael Thurk

Michael Thurk hatte bis zu dieser Saison noch nie mehr als 14 Tore in einer ganzen Saison erzielt. Die Wahrscheinlichkeit, dass der mittlerweile 33-Jährige die Marke bereits in der Hinserie knackt, schien nicht besonders hoch. Da sich der Frankfurter Jung aber offenbar nicht viel aus Wahrscheinlichkeitsrechnung macht, markierte er in 17 Spielen für den FC Augsburg 15 Tore.

Gleichbedeutend ist dies mit der Führung in der Torjägerliste. Im DFB-Pokal erzielte er zwei weitere Treffer und so entwickelt sich Thurk im gehobenen Fußballeralter noch zur Augsburger Lebensversicherung.

"Die Bundesliga bleibt mein Traum, am liebsten mit dem FCA", verriet Thurk und trifft er so weiter, dann könnte sein Traum in Erfüllung gehen. Immerhin hat er am Montag noch zwei Jahre in der Fuggerstadt verlängert.

Die Aufsteiger

Ausgezogen waren sie. um die Klasse zu halten. Überrascht haben sie bisher alle drei. Union Berlin, Fortuna Düsseldorf und der SC Paderborn stehen zur Saison-Halbzeit in der ersten Hälfte der Tabelle weit weg von den Abstiegsrängen. Union startete famos und stand bis zum neunten Spieltag sogar auf einem Aufstiegsplatz.

Die Fans träumten schon vom Durchmarsch in die erste Liga, aber den Eisernen ging zum Ende der Hinserie ein wenig die Luft aus. Während sie in der Tabelle auf einen immer noch guten siebten Platz abrutschten, kletterte Fortuna Düsseldorf noch auf Rang vier, punktgleich mit dem Dritten Bielefeld und nur um ein Tor schlechter.

Düsseldorf spielte von den drei Aufsteigern die stabilste Hinrunde. Es wird interessant sein zu sehen, ob diese Konstanz auch in der Rückserie bleibt. Paderborn, fiel nicht ganz so sehr auf, spielte aber trotzdem eine tadellose Hinrunde.

Hier die Flops der 2. Bundesliga...

SpVgg Greuther Fürth

Die SpVgg Greuther Fürth ging eigentlich wie jedes Jahr als Geheimfavorit für den Aufstieg in die Saison. Und wie jedes Jahr werden die Fürther auch diesmal nicht aufsteigen. Der große Unterschied zu den vergangenen Jahren: Fürth steht nach 17 Spieltagen kurz vor einem Abstiegsplatz. Trainer Benno Möhlmann musste die Koffer packen, was bei sechs Spielen in Folge ohne Sieg aber nicht verwundert.

Fürths Problem lag eindeutig in der fehlenden Konstanz. Nach grandiosen Spielen wie dem 4:0 gegen Rot-Weiß Oberhausen folgten oftmals deutliche Pleiten wie das 0:4 gegen Hansa Rostock nur eine Woche später. Qualitativ hat Fürth auch in diesem Jahr eine gute Mannschaft, der neue Trainer wird jedoch daran arbeiten müssen, das Team auf ein konstant gutes Niveau zu heben.

Peter Neuruer

Peter der Große, der Lautsprecher der Liga, wollte mit dem MSV Duisburg Großes schaffen. Nach dem 10. Spieltag war aber Schluss mit Glückbringerschnäuzer, Sieges-Jackett oder verrücktem Jubeltanz vor den eigenen Fans. Nach einer deutlichen Pokalpleite (0:5) gegen den FC Augsburg stand Peter Neururer endgültig vor dem Aus beim MSV.

Zuvor hatte er seiner Mannschaft mit seinem Rücktritt gedroht, falls nicht gewonnen wird. Halb im Ernst, halb als Motivationshilfe. Zum Ende seiner Zeit stand Duisburg nur auf dem 9. Platz.

"Wir haben nach wie vor das Ziel in die Bundesliga aufzusteigen, sahen dieses aber nach den Leistungen der letzten Wochen stark gefährdet", erklärte MSV Präsident Walter Hellmich nach Neururers Rauswurf. Seitdem ist Milan Sasic neuer Übungsleiter der Zebras und führte den MSV auf den sechsten Platz - mit nur zwei Punkten Rückstand auf Platz drei.

FSV Frankfurt

13 Spieler verließen den FSV Frankfurt vor der Saison und 15 Neue kamen hinzu. Der Kader wurde quasi einmal umgekrempelt. Mit der Erfahrung, die die Neuzugänge Gledson, Soumaila Coulibaly und Bakary Diakite mitbrachten, sollte Tomas Oral einen gesicherten Mittelfeldplatz anstreben. Die drei genannten Spieler enttäuschten bisher aber durch die Bank und Trainer Oral wurde mittlerweile von Hans-Jürgen Boysen abgelöst.

In Oral hatte der ominöse DFB-Trainerlehrgang sein nächstes Opfer gefordert. Aber auch der Trainerwechsel sollte nicht helfen und so steht die FSV, wie schon in der vergangenen Saison zur Winterpause, auf einem Abstiegsplatz und hat schon sechs Punkte Rückstand auf das rettende Ufer.

Die Klunführung sollten sich also fragen, ob die Wechselposse im Sommer wirklich nötig und förderlich war. Mit der Mannschaft der letzten Rückserie holte die FSV immerhin 25 Punkte...

Hier geht's zur Tabelle der 2. Bundesliga

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