Cottbus vor unklarer Zukunft

SID
Montag, 01.06.2009 | 16:24 Uhr
Bojan Prasnikar wurde einen Tag vor dem Relegations-Rückspiel in Cottbus entlassen
© Getty
Advertisement
J1 League
Live
Kobe -
Nagoya
Primera División
Eibar -
Getafe
Premiership
Hibernian -
Celtic
Premier League
West Bromwich -
Liverpool
CSL
Guangzhou R&F -
Shandong Luneng
Serie A
SPAL -
AS Rom
Championship
Ipswich -
Aston Villa
Premier League
Watford -
Crystal Palace
Primera División
Celta Vigo -
Valencia
Ligue 1
Marseille -
Lille
Serie A
Sassuolo -
Florenz
Super Liga
Radnicki Nis -
Roter Stern
Ligue 1
Amiens -
Straßburg
Ligue 1
Guingamp -
Monaco
Ligue 1
Metz -
Caen
Ligue 1
Toulouse -
Angers
Championship
Cardiff -
Nottingham
Serie A
AC Mailand -
Benevento
Copa del Rey
FC Sevilla -
FC Barcelona
Primeira Liga
Estoril -
Benfica
Primera División
Girona -
Espanyol
Serie A
Cagliari -
Bologna
Premier League
Arsenal -
West Ham
Ligue 1
Nizza -
Montpellier
Serie A
Udinese -
Crotone
Serie A
Chievo Verona -
Inter Mailand
Serie A
Lazio -
Sampdoria
Serie A
Atalanta -
FC Turin
Premier League
ZSKA Moskau -
FK Krasnodar
Primera División
Malaga -
Real Sociedad
1. HNL
Hajduk Split -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
St. Etienne -
Troyes
Premier League
Man City -
Swansea
First Division A
Brügge -
Lüttich
Primera División
Las Palmas -
Alaves
Premier League
Stoke -
Burnley (Delayed)
Primera División
Atletico Madrid -
Real Betis
Serie A
Juventus -
Neapel
Ligue 1
Bordeaux -
PSG
Superliga
Boca Juniors -
Newell's Old Boys
Serie A
CFC Genua -
Hellas Verona
Premier League
Everton -
Newcastle
Primera División
Bilbao -
Levante
Primeira Liga
FC Porto -
Setubal
J1 League
Kashima -
Kobe
Super Liga
Roter Stern -
Cukaricki
DBU Pokalen
Bröndby -
Midtjylland
Copa Libertadores
Cruzeiro -
Univ Chile
First Division A
Genk -
Brügge
Championship
Fulham -
Sunderland
Ligue 1
Montpellier -
St. Etienne
Primera División
Levante -
FC Sevilla
J1 League
Kobe -
Kawasaki
Primera División
Espanyol -
Las Palmas
Premier League
Liverpool -
Stoke
CSL
Guangzhou Evergrande -
Jiangsu
Championship
Aston Villa -
Derby County
Premier League
Huddersfield -
Everton
Primera División
Real Sociedad -
Bilbao
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Ligue 1
Lyon -
Nantes
Serie A
AS Rom -
Chievo Verona
Championship
Middlesbrough -
Millwall
Premier League
Swansea -
Chelsea
Primera División
Real Madrid -
Leganes
Primeira Liga
Benfica -
Tondela
Ligue 1
Bordeaux -
Dijon
Ligue 1
Lille -
Metz
Ligue 1
Monaco -
Amiens
Ligue 1
Strassburg -
Nizza
Ligue 1
Troyes -
Caen
Premier League
Crystal Palace -
Leicester (Delayed)
Primera División
Villarreal -
Celta Vigo
Serie A
Inter Mailand -
Juventus
Premier League
Southampton -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
West Bromwich (Delayed)
Premier League
Burnley -
Brighton (Delayed)
Primera División
Getafe -
Girona
Serie A
Crotone -
Sassuolo
Premiership
Celtic -
Rangers
Eredivisie
Feyenoord -
Sparta
Ligue 1
Rennes -
Toulouse
Serie A
Sampdoria -
Cagliari
Serie A
Atalanta -
CFC Genua
Serie A
Bologna -
AC Mailand
Serie A
Hellas Verona -
SPAL
Serie A
Benevento -
Udinese
Premier League
West Ham -
Man City
Primera División
Alaves -
Atletico Madrid
Ligue 1
Angers -
Marseille
Premier League
Man United -
Arsenal
Superliga
Bröndby -
Nordsjälland
Serie A
Florenz -
Neapel
Primera División
Valencia -
Eibar
Primeira Liga
Maritimo -
FC Porto
Primera División
La Coruna -
FC Barcelona
Serie A
FC Turin -
Lazio
Ligue 1
PSG -
Guingamp
Premier League
FK Krasnodar -
Lok Moskau
Premier League
Tottenham -
Watford
Primera División
Real Betis -
Malaga
Copa Libertadores
Nacional -
Santos
J1 League
Kobe -
Tokyo
Premier League
Brighton -
Man United
Primera División
FC Sevilla -
Real Sociedad

Nach dem Abstieg von Energie Cottbus spielt kein Ostklub mehr in der Bundesliga. Trainer Prasnikar musste bei den Lausitzern bereits gehen, viele Spieler werden wohl noch folgen.

Trainer Bojan Prasnikar war schon vor dem Finale um den Klassenerhalt entlassen, Teile der Mannschaft verweigerten die Arbeit, und die Fans sorgten mit Ausschreitungen für eine Spielunterbrechung - Energie Cottbus verabschiedete sich im Chaos als letzter Ost-Verein aus der Bundesliga. Auch DFB-Präsident Theo Zwanziger weiß keine schnelle Lösung für die Probleme in der nun erstligafreien Zone.

"Es ist schade, dass der letzte Vertreter aus den neuen Bundesländern weg ist", sagte Zwanziger: "Aber wir können keine Klubs finanzieren. Das konnte Mielke früher."

Stasi-Chef Erich Mielke hatte in der DDR den BFC Dynamo unterstützt, der zwischen 1979 und 1988 dank diverser Aktivitäten des gehassten Geheimdienstes zehnmal in Folge DDR-Meister wurde.

Seit 1989, als die Mauer fiel, gibt es nun zum zweiten Mal keinen Ost-Verein in der höchsten deutschen Spielklasse. Zwanziger: "Es gibt viele Gründe, warum der Fußball-Osten nicht da ist, wo wir uns ihn wünschen."

Zum zweiten Mal kein Ostverein in der Bundesliga

Cottbus lieferte bei den Relegationsspielen - nach der 0: 3-Heimpleite gab es auch beim 1. FC Nürnberg ein 0:2 - ein Paradebeispiel für Inkompetenz ab. Nicht nur "Club"-Trainer Michael Oenning war fassungslos, dass am Tag vor dem alles entscheidenden Spiel der angeblich selbstgewählte Abschied von Prasnikar zum Saisonende von der Klubspitze verkündet wurde. "Das finde ich unglücklich und wenig taktvoll", sagte Oenning.

Energie-Vereinschef Ulrich Lepsch begründete den Fauxpas mit der "gemeinsamen Analyse der Situation mit Prasnikar" und den "Willen zum Neustart". Dann redete er die Situation bei Energie schön, das im Unterhaus einen Etat von 13 statt bislang 23 Millionen Euro haben wird. "Es gibt keine Scherben.

Wir sind abgestiegen, das ist traurig. Aber wir werden uns neu sortieren", sagte Lepsch dem SID: "Bei der Trainersuche werden wir uns Zeit nehmen. Es gibt ganz viele Kandidaten." Als Favorit gilt der aus dem Osten stammende Ex-Nationalspieler Ulf Kirsten, zudem kursieren die Namen Claus-Dieter Wollitz und Jürgen Raab.

Cottbus auf Trainersuche

Die später nur noch bei der Zündung von Rauchbomben aktiven Fans entrollten auf der Tribüne ein Spruchband mit der Aufschrift: "Ulf erlöse uns von dem Bojan." Doch Prasnikar hatte nicht allein Schuld an der Misere, einige Spieler verweigerten wohl in Gedanken an ihren neuen Verein die Arbeit.

Deshalb gab es an den zahlreichen Verletztenmeldungen von wichtigen Spielern wie zum Beispiel Dimitar Rangelow oder Stanislaw Angelow auch massive Zweifel. "Man kann lange darüber philosophieren, ob wirklich alle nicht spielen konnten. Wir hatten in den letzten Monate viele Probleme", meinte Prasnikar dazu vielsagend.

Ein Großteil der Stammkräfte wird den Verein wohl verlassen, weil in den meisten Verträgen bei Abstieg eine Reduzierung der Bezüge auf die Hälfte festgeschrieben ist - und die meisten Ausstiegsklauseln besitzen. Kapitän Timo Rost soll in Nürnberg ein Thema sein, Torhüter Gerhard Tremmel hat Angebote ("Ich gehe erstmal in Urlaub"), Spielmacher Ervin Skela soll wohl in jedem Fall gehen.

Zahlreiche Spieler vor dem Absprung

Nach der Pleite zog Energie-Manager Steffen Heidrich einen handgeschrieben Zettel mit Spielernamen aus der Jackentasche, mit denen er noch am Pfingstmontag Verhandlungen über die Zukunft führen wollte. Heidrich: "Aber das wird ganz schwer, weil wir eigentlich erst mal einen Trainer brauchen, mit dem wir alles absprechen können."

Energie Cottbus im Überblick

Werbung
Werbung
Dunkest - The American Fantasy Basketball by SPOX.com
Werbung
Werbung