Fussball

Top-Spiel in Nürnberg - Schicksalsspiel für Kurz

Von Alexander Klucke
Das Hinspiel zwischen Kaiserslautern und Nürnberg entschieden die Pfälzer mit 2:1 für sich
© Getty

Am zweiten Spieltag der Rückrunde nimmt die 2. Liga so langsam Fahrt auf. Wer jetzt nicht punktet, könnte es im Saisonendspurt bitter bereuen. Die Spitzenteams können es sich nicht leisten, wichtige Punkte auf dem Weg zum Aufstieg liegen zu lassen. Für 1860-Trainer Kurz geht im Spiel gegen Mainz um seine Zukunft (So., ab 13.45 Uhr im LIVE-TICKER und bei Premiere). Die Partien des 19. Spieltags in der Vorschau.

Sonntag - 14.00 Uhr

FC St. Pauli - SpVgg Greuther Fürth

Das aufregendste Spiel des Sonntags steigt am Millerntor. Die vor eigener Kulisse noch ungeschlagenen Kiez-Kicker empfangen das wohl am eindrucksvollsten aus der Winterpause gestartete Team der 2. Liga. Die Fürther schenkten dem FC Ingolstadt vor Wochenfrist gleich ein halbes Dutzend Treffer ein und verbesserten sich dank des Remis zwischen den Aufstiegskonkurrenten Mainz und Kaiserslautern auf den zweiten Rang.

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Nur vier Punkte dahinter liegen die Hamburger, die allerdings mit großen Personalsorgen in das Spitzenspiel mit den Franken gehen: Gleich sechs Spieler fallen definitiv aus. Neben diesem Handicap spricht auch die Statistik nicht unbedingt für den FC St. Pauli. Die Hamburger konnten nur eine von 13 Partien gegen Fürth gewinnen - und dieser Erfolg liegt bereits elf Jahre zurück.

MSV Duisburg - Wehen Wiesbaden

Für die unter Peter Neururer noch unbesiegten Meidericher gilt es, gegen die abstiegsbedrohten Hessen keine Punkte auf dem Weg zu den vorderen Tabellenplätzen liegen zu lassen. Allerdings sind die neuntplatzierten Duisburger in der MSV-Arena seit vier Spielen ohne Sieg und dabei sage und schreibe seit 309 Minuten ohne eigenes Tor.

Während es für die einen also um Punkte für den Aufstieg und für die anderen um Zähler für den Klassenverbleib geht, kommt es zwischen MSV-Sportdirektor Bruno Hübner und seinem, bei den Gästen kickenden Sohn Benjamin zum Familienduell.  "Ich habe ihm aber klar gemacht, dass am Sonntag für mich nur der MSV zählt und wir mit einem Sieg den Abstand zu der oberen Tabellenregion verkleinern wollen", ist der Vater nicht gewillt, Gastgeschenke an seinen Sprössling zu verteilen.

FSV Mainz 05 - TSV 1860 München

Das Duell der Gegensätze. Während die Gastgeber ins DFB-Pokal-Viertelfinale einzogen und am ersten Rückrundenspieltag einen wichtigen Punkt vom Betzenberg entführten, legten die Löwen einen echten Fehlstart ins Jahr 2009 hin: Der 1:3-Pokalschlappe beim HSV folgte die 0:2-Heimniederlage gegen Freiburg. Die Konsequenz war die Beurlaubung von Sportdirektor Stefan Reuter, dessen Position nun von Miroslav Stevic bekleidet wird.

Aus sportlicher Sicht betrachtet, ist es das Spiel des Aufstiegskandidaten Mainz gegen die langsam aber sicher in Abstiegsgefahr geratenden Münchener. Allerdings läuft es auch bei den 05ern zu Hause seit geraumer Zeit nicht mehr so richtig rund: Der FSV ist seit vier Heimpartien ohne Sieg und blieb dabei dreimal ohne Tor. Besonders heiß auf einen Treffer dürfte Mainz'-Stürmer Aristide Bance sein, der seit dem 29. Oktober 2008 und damit seit 580 Minuten auf ein Tor wartet.

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Rot Weiss Ahlen - FC Augsburg

Mit dem FCA empfangen die am letzten Wochenende mit 0:4 beim Tabellenletzten Frankfurt unterlegenen Ahlener die Mannschaft der Stunde.

Dank 13 Punkten aus den letzten fünf Partien können sich die Fuggerstädter beim heim- und formschwächsten Team der Liga berechtigte Hoffnungen machen, bis auf einen Zähler an das Spitzenquartett heranzurücken. Die Favoritenrolle ist also klar an die Gäste vergeben, die bereits das Spiel in der Hinrunde deutlich mit 3:0 für sich entscheiden konnten.

FC Ingolstadt 04 - Rot-Weiß Oberhausen

Am Donnerstag feierte der FCI seinen 5. Geburtstag, am Sonntag will sich der junge Klub mit einem Heimsieg gegen den Tabellennachbarn selbst beschenken. Dabei ist bei den Gastgebern gehörig Wiedergutmachung angesagt: Einerseits, weil die Schanzer seit einer Woche den bitteren 1:6-Rückrundenauftakt  aus dem Derby gegen Fürth zu verdauen haben, zum anderen, weil Ingolstadt das Hinspiel in Oberhausen mit 1:2 verlor.

Will RWO etwas Zählbares aus Bayern mitnehmen, sollten die Kicker von Jürgen Luginger dringend an ihrer Torausbeute arbeiten. Gerade einmal sechs magere Treffer erzielte der Tabellen-13. bislang auf des Gegners Platz. Das Aufsteigerduell könnte für beide Teams zu einem richtungweisenden Spiel werden: Während der Sieger erst einmal durchatmen kann und sich ins Mittelfeld absetzen würde, stünde für den Verlierer weiterhin Abstiegskampf auf dem Programm.

Montag 20.15 Uhr

1. FC Nürnberg - 1. FC Kaiserslautern

Das Duell der beiden traditionsreichsten Klubs in Liga zwei hat insbesondere für die Franken vorentscheidenden Charakter. Mit einem Sieg gegen die Roten Teufel könnten sich die Clubberer endgültig im Kampf um die begehrten Aufstiegsplätze zurückmelden und bis auf drei Punkte an die Pfälzer heranrücken.

Demgegenüber hat der Tabellenvierte die Möglichkeit, sich mit einem Dreier im Easy-Credit-Stadion einen lästigen Konkurrenten vorerst vom Hals zu halten. Die Zahlen sprechen dabei jedoch deutlich für die Gastgeber: Aus den letzten fünf Heimspielen holten die Nürnberger 13 Punkte, wohingegen die Elf von Milan Sasic nur einen einzigen Punkt aus den letzten fünf Spielen in der Fremde ergattern konnte.

Wer an ein Unentschieden glaubt, das vermeintlicherweise keinem so richtig weh tun würde, dem sei gesagt, dass keine der letzten zehn Begegnungen zwischen dem Club und den Roten Teufeln unentschieden endete.

Der 19. Spieltag im Überblick

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