Donnerstag, 15.05.2008

2. Liga

Dreikampf um dritten Aufstiegsplatz

Stuttgart - Borussia Mönchengladbach und der 1. FC Köln haben ihre Mission mit der Rückkehr in die Bundesliga schon erfüllt. Doch dahinter kämpfen mit 1899 Hoffenheim, dem FSV Mainz 05 und dem SC Freiburg beim Saisonfinale der 2. Liga gleich drei Vereine um den dritten Aufstiegsplatz.

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© Getty

Die besten Chancen hat der Dorfverein aus Hoffenheim, der wie auch die Konkurrenz zu Hause spielt. "Hätte uns im Januar einer angeboten, dass wir im letzten Spiel alles klar machen können, wir hätten sofort dankend angenommen", sagt Trainer Ralf Rangnick.

Mit 57 Punkten hat der Tabellendritte aus dem 3300 Einwohner-Dorf in Nordbaden zwei Zähler Vorsprung auf die punktgleichen Verfolger und kann damit den direkten Durchmarsch aus der Regionalliga aus eigener Kraft schaffen.

Mit einem Sieg gegen den Tabellensechsten SpVgg Greuther Fürth würden die Hoffenheimer zum ersten Mal in ihrer Clubgeschichte in die Bundesliga aufsteigen und ihrem Masterplan in großen Schritten voraus eilen - der sieht die höchste Klasse erst für 2010 vor. Noch nie gab es einen so kleinen Ort in der Bundesliga.

Revanche gegen Fürth

Schon am vorigen Sonntag im Spiel bei Kickers Offenbach war 1899 für 26 Minuten im Oberhaus angekommen, ehe der Ausgleich die Party verdarb. "Die Mannschaft hat eine tolle Saison gespielt, egal ob sie Dritter, Vierter oder Fünfter wird", sagt Mäzen Dietmar Hopp vor der letzten Partie, die in der Messe Sinsheim auf zwei Großbildleinwänden übertragen wird.

Ausgerechnet in Fürth aber gab es für die Hoffenheimer in der Vorrunde aber die höchste Saison-Niederlage (1:4). Rangnick fordert nun Revanche - denn wegen des besseren Torverhältnisses der Mainzer will er sich nicht auf Rechenspiele einlassen.

Die Mainzer, die zuletzt gegen Köln und Alemannia Aachen verloren, bauen dagegen auf die Schützenhilfe der Franken, um den direkten Wiederaufstieg zu packen: "Fürth hat uns so oft wehgetan, es wäre doch schön, wenn sie uns mal richtig gut tun würden", sagte FSV- Präsident Harald Strutz.

"Das würde uns sehr wehtun"

Er wünscht sich einen Sieg gegen den FC St. Pauli und einen Ausrutscher der Hoffenheimer auch, um Trainer Jürgen Klopp zu halten. Der 40-Jährige will den Klub bei einem verpassten Aufstieg verlassen. "Das würde uns sehr wehtun", sagte Strutz.

Laut Klopp soll aber die Mannschaft im Mittelpunkt stehen. "Es geht hier nicht um mich", sagte er und forderte Einsatz: "Wir müssen jeden Meter des Rasens bearbeiten." Vor vier Jahren gelang es den Rheinhessen am letzten Spieltag schon einmal, zwei Punkte aufzuholen und sich den Aufstieg noch zu sichern.

Der SC Freiburg hat vor dem "Endspiel" gegen den SV Wehen Wiesbaden wegen der schlechtesten Tordifferenz die ungünstigste Ausgangslage, dafür aber ebenfalls Erfahrung im Aufstiegsrennen.

"Unsere Chance war vor dem Spiel in Gladbach nur theoretischer Natur und jetzt ist sie auch nur um ein oder zwei Prozent höher", sagte Trainer Robin Dutt, dessen Elf sich durch den Sieg gegen die schon aufgestiegene Borussia wieder ins Aufstiegsrennen katapultierte. Freiburg schaffte den Sprung in die Bundesliga 1993, 1998 und 2003, verpasste ihn zuletzt aber zweimal nacheinander als Vierter.


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