Toppmöller wirft in Kaiserslautern das Handtuch

SID
Donnerstag, 20.12.2007 | 16:23 Uhr
toppmöller
© Getty
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Kaiserslautern - Kjetil Rekdal bleibt trotz des sportlichen Misserfolgs Trainer des abstiegsbedrohten 1. FC Kaiserslautern, dafür hat Klaus Toppmöller das Handtuch bei den Roten Teufeln geworfen.

"Wir gehen mit Rekdal in die Rückrunde", erklärte Hans Artur Bauckhage, Vorstandssprecher des Traditionsvereins, am Donnerstag und machte damit allen Spekulationen um eine Entlassung des 39 Jahre alten Norwegers ein Ende.

Wenige Stunden später teilte der Verein mit, dass Toppmöller mit sofortiger Wirkung als ehrenamtliches Mitglied des Aufsichtsrates und sportlicher Berater zurückgetreten sei.

Der georgische Nationaltrainer, der diesen Posten erst am 6. November angetreten hatte, gab persönliche Gründe für die Entscheidung an. Allerdings liegt die Vermutung nahe, dass der frühere Lauterer Torjäger mit der Weiterbeschäftigung Rekdals nicht einverstanden war.

"Wir gehen freundschaftlich auseinander"

Einen Tag vor der entscheidenden Vorstandssitzung am Mittwochabend hatte Toppmöller noch erklärt, er wolle einen neuen Trainer suchen, wenn der Aufsichtsrat dies wünsche. 24 Stunden später hatte er schon zurückgerudert und Rekdal attestiert, seinen Job gut zu erledigen. "Er macht ja ordentliche Arbeit", meinte Toppmöller, der sich in der Sondersitzung in der Nacht zum Donnerstag wie der Vorstand für eine weitere Zusammenarbeit mit Rekdal entschied.

Am Donnerstagvormittag teilte Toppmöller, der sich im Anschluss auf den Weg nach Georgien machte und für eine Stellungnahme nicht erreichbar war, plötzlich seinen Rücktritt mit. "Wir gehen freundschaftlich auseinander", sagte Aufsichtsratschef Dieter Buchholz. Er hatte in einem langen Telefonat vergeblich versucht, Toppmöller umzustimmen.

Zwei Georgier sollen kommen 

Nach der desaströsen Hinrunde, in der die Roten Teufel nur 15 Punkte holten, schien Rekdals Trainer-Job beim Tabellen-16. in akuter Gefahr. Entsprechend erleichtert zeigte sich der Coach über die Entwicklung zu seinen Gunsten. "Ich möchte, ich will weiterarbeiten! Ich bin überzeugt, dass wir mit ein, zwei Verstärkungen, die Ruhe in diese junge Mannschaft bringen, die Klasse halten. Der FCK steigt nicht ab. Niemals!", sagte Rekdal der "Rheinpfalz".

Um den drohenden Sturz in die Drittklassigkeit zu verhindern, wollen die Pfälzer in der Winterpause neues Personal auf den Betzenberg holen. Die Verpflichtung der georgischen Auswahlspieler Lewan Zkitischwili und Zurab Menteschaswili, die bereits ein Probetraining und mit Erfolg die medizinische Untersuchung absolviert haben, scheint nur noch Formsache.

Auf der Wunschliste ganz oben steht zudem ein Stürmer. Dank der Sponsoren könne laut Buchholz das Finanzloch, das bis zum Saisonende auf 2,5 Millionen Euro anzuwachsen droht, gestopft werden. "Wir können uns verstärken", erklärte der Aufsichtsratschef.

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