Duell der Trainer-Ikonen

Damals auf dem Klo...

Von Florian Bogner
Freitag, 07.12.2007 | 10:54 Uhr
Daum, Klopp
© Getty
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München - Jürgen Klopp ist ein Freund zotiger Anekdoten. Meist ist es auch sehr amüsant, wenn der Mainz-Coach aus dem Nähkästchen plaudert und die Außenstehenden an seiner Sicht der Dinge teilhaben lässt.

Vor dem Spitzenspiel gegen den 1.FC Köln (18 Uhr im LIVE-TICKER und bei Premiere) wurde der 40-Jährige gefragt, ob er seinem Kontrahenten Christoph Daum überhaupt schon mal begegnet wäre. Ja, meinte Klopp, einmal habe man sich bei einer Trainertagung gesehen. Und dann gab es da noch diese eine Begegnung auf dem Klo.

"Am Anfang meiner Trainerkarriere stand ich einmal zwischen ihm und Klaus Augenthaler auf der Toilette", beschrieb Klopp ausführlich, "und die beiden haben sich, ohne mich zu beachten, unterhalten."

Irgendwie rührselig, dieses Bild vom Trainer-Novizen, der zwischen zwei Koryphäen des Fußballs steht. Begierig sich fachlich etwas abzuschauen, aber bitte nicht in diesem Moment, dort auf der Toilette.

Viel Respekt von beiden Seiten

Mittlerweile bekommt der Mainzer Trainer von Daum die Aufmerksamkeit, die ihm gebührt. Der sonst eher offensive FC-Coach hat vor dem ersten Duell mit Klopp nämlich jede Menge Lob für den Kollegen übrig. Klopp habe in Mainz "eine sehr gute Mannschaft" aufgebaut und der FSV sei für ihn "ein absoluter Aufstiegskandidat", verriet er auf der Pressekonferenz vor dem Spiel.

Klopp spielt den Ball artig zurück: Auch Köln gehöre für ihn klar in die erste Liga und neben dem nötigen Spielerpersonal habe der Rivale ja "mit Christoph Daum auch einen exzellenten Trainer, der mit seiner Person und seinen Erfolgen viel abfedert", säuselte der 40-Jährige postwendend im Interview mit dem Kölner "Express".

Nichtsdestotrotz wolle man im Heimspiel gegen den FC "richtig einen raushauen und ein sehr, sehr positives Ergebnis erzielen". Davon hatte Daum in den letzten Wochen viele. Mit drei Siegen in Serie haben sich die Kölner auf Platz vier katapultiert und erstmals seit dem Abstieg 2006 ist die Rückkehr in die Bundesliga in der Domstadt nicht nur bloßes Wunschdenken, sondern sportlich wirklich im Bereich des Möglichen.

"Ein wichtiger Gradmesser"

Eine Entwicklung, die den Trainer nach eigener Aussage viel Kraft gekostet hat. "Ich habe mich selten bei einem Verein so eingebracht wie jetzt beim FC. Gerade die vergangenen beiden Wochen haben sehr geschlaucht", sagte Daum. In der Öffentlichkeit ginge es ja sowieso nur immer darum, wie hoch der FC gewinnt. "Aber in Mainz gibt es für uns jetzt richtig was zu gewinnen", meinte der Trainer. "Diese Partie ist ein wichtiger Gradmesser."

Vor allem ein Gradmesser für die vermeintliche Ruhe und Geschlossenheit, die die Kölner Spieler zuletzt an den Tag legten. Daum hat keine Mühen gescheut, um aus dem zusammengewürfelten Haufen talentierter Individualisten eine Mannschaft zu formen. Eine Entwicklung, die laut Manager Michael Meier "überraschend lange gedauert hat".

Motivation für Individualisten

"Die Probleme lagen innerhalb der Mannschaft, der Zusammenhalt war zu gering", bekundete Daum dieser Tage. Dank seiner nimmermüden Arbeit und auch mit Hilfe eines Motivationstrainers hat sich das nun geändert.

Daum: "Ich bin glücklich, dass die Maßnahmen gegriffen haben. Es hat sich alles gelohnt. Die Gruppe hat sich jetzt gefunden, jeder arbeitet dem Teamerfolg zu." Das soll auch am Freitagabend so bleiben, deswegen nimmt Daum "die Favoritenrolle in Mainz gerne an".

Borja ist die Maske los

Angst vor dem Mainzer Kraftpaket - Maskenmann, Wunderstürmer, Was-auch-immer - Felix Borja hat er jedenfalls keine. "Wir haben einen, der sogar noch schneller ist", bekundete Daum auf der Pressekonferenz augenzwinkernd.

Jürgen Klopp hatte Borjas Jubelmaßnahme bei seinem Dreierpack in Aachen, als der Ekuadorianer eine Scream-Maske aus dem Stutzen zog und furchteinflößend jubelte, jedenfalls nicht mit Wohlwollen zur Kenntnis genommen.

"So eine Maskenaktion muss nicht sein", meinte Klopp. Die Scream-Maske wird gegen Köln jedenfalls nicht zum Einsatz kommen. Das hat einen einfachen Grund: "Meine beiden Kinder haben sich um die Maske gestritten und sie ist dabei kaputtgegangen", erklärte Borja. "Für Freitag muss ich mir also was Neues einfallen lassen. Lasst Euch überraschen."

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