Dienstag, 11.06.2013

WM-Qualifikation

Schweden siegt - Dänemark blamiert sich

Schweden darf weiter auf das WM-Ticket hoffen: Dank eines standesgemäßen Heimsiegs gegen die Färöer hat Schweden Rang drei erobert und liegt in Lauerstellung hinter Österreich und dem DFB-Team. Dänemark lief gegen Armenien in eine historische Schmach. Finnland erlitt einen bitteren Rückschlag.

Zlatan Ibrahimovic (r.) erzielte beide Tore für Schweden gegen die Färöer
© getty
Zlatan Ibrahimovic (r.) erzielte beide Tore für Schweden gegen die Färöer

Schweden - Färöer 2:0 (1:0)

Tore: 1:0 Ibrahimovic (35.), 2:0 Ibrahimovic (82. / Foulelfmeter)

Rote Karte: Granqvist (80.)

35 Minuten mussten sich die Tre Kronor gegen die konsequent mauernden Gäste gedulden, bis Kapitän Zlatan Ibrahimovic den Bann mit seinem 40. Länderspieltor endlich brach. Zuvor hatten Ola Toivonen per Kopf (14.) und Ibrahimovic noch beste Möglichkeiten für die drückend überlegenen Hausherren (7:0 Schüsse in Durchgang eins) liegen gelassen.

Auch nach der Pause spielte nur ein Team, doch der starke Färöer-Keeper Gunnar Nielsen und im Abschluss zu wenig konsequente Schweden hielten die Partie weiter offen. Zehn Minuten vor Schluss sah nach Andreas Granqvists Platzverweis alles nach einer schwedischen Zitterpartie in Unterzahl aus.

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Doch kurz darauf ging Ibrahimovic im gegnerischen Strafraum zu Boden, Schiedsrichter Nikolai Yordanov zeigte auf den Punkt und der Gefoulte verwandelte den fälligen Strafstoß sicher zum 2:0-Endstand.

Damit hat das Team von Coach Erik Hamren punktemäßig mit Österreich und Irland (je elf Punkte) gleichgezogen und liegt in Gruppe C derzeit hinter Deutschland und Team Austria auf Rang drei in Lauerstellung. Die Färöer bleiben nach dem 6. Spieltag hingegen punktloses Schlusslicht

Dänemark - Armenien 0:4 (0:2)

Tor: 0:1 Movsisyan (1.), 0:2 Ozbiliz (19.), 0:3 Movsisyan (59.), 0:4 Mkhitaryan

So desaströs wie die bisherige WM-Qualifikation für die Hausherren verlief, begann auch die Partie gegen den Underdog aus Armenien: Ganze 25 Sekunden waren gespielt, als Yura Movsisyan sich von Gegenspieler Simon Kjaer löste und die Kugel an Keeper Stephan Andersen vorbei zum 1:0 ins dänische Netz feuerte.

Dänemark, bei dem neben Kjaer noch die Bundesliga-Legionäre William Kvist und Niki Zimling in der Startelf aufliefen, stand komplett neben sich. Nachdem Kjaer den Ball beinahe ins eigene Netz befördert hätte (13.), lenkte Andersen drei Minuten später einen Schuss von Gevorg Ghazaryan an den Pfosten und bewahrte die Olsen-Elf so vor dem 0:2.

Doch der Wahnsinn von Kopenhagen nahm unbeirrt seinen Lauf: Aras Özbiliz nutzte einen erneuten Kjaer-Patzer eiskalt per Volley zum 2:0 und sorgte so für Totenstille im Parken. Und es kam tatsächlich noch dicker für die Gastgeber. In der 59. Minute war erneut Spartak-Profi Movsisyan zur Stelle und erhöhte aus der linken Strafraumhälfte per Schlenzer ins lange Eck auf 3:0.

Dänemark zeigte sich danach zwar um Schadensbegrenzung bemüht, doch viel mehr als Simon Christoffersens Pfostentreffer (76.) sprang für den viermaligen WM-Teilnehmer nicht mehr heraus. Anders die Armenier: Donezk-Torjäger Henrikh Mkhitaryan stellte acht Minuten vor Schluss den 4:0-Endstand her - einen höheren Sieg gab es in der Länderspielhistorie des 89. der FIFA-Weltrangliste bislang nicht. Anerkennung gab es schließlich auch von den dänischen Fans, die jeden in der Schlussphase ausgewechselten Armenier mit frenetischem Applaus verabschiedeten.

Während die Gäste sich so eindrucksvoll die jüngste 0:1-Pleite gegen Malta rehabilitieren, ist Dänemark nach der Schmach von Kopenhagen wohl endgültig raus aus dem WM-Rennen. Die Skandinavier liegen nach sechs Spieltagen mit mageren sechs Punkten auf Rang vier, der Rückstand auf den Tabellenzweiten Bulgarien (10 Punkte) und Tabellenführer Italien (14) scheint kaum noch aufholbar.

Weißrussland - Finnland 1:1 (1:0)

Tore: Teemu Pukki (24.), Dmitri Verkhovtsov (85.)

Die Teilnahme an der Weltmeisterschaft ist für Finnland in weite Ferne gerückt. Die Skandinavier kamen in Weißrussland nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus. Damit verlieren die Finnen in der Qualifikationsgruppe I den Anschluss an die Favoriten Spanien und Frankreich. Für Weißrussland ist der Punktgewinn ebenfalls zu wenig.

Europas Top-Torjäger der WM-Qualifikation 2014
Rang 1: Robin van Persie / Niederlande (11 Tore)
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Rang 1: Robin van Persie / Niederlande (11 Tore)
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Rang 2: Edin Dzeko / Bosnien-Herzegowina (10 Tore)
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Rang 2: Edin Dzeko / Bosnien-Herzegowina (10 Tore)
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Rang 3: Mesut Özil / Deutschland (7 Tore)
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Rang 3: Mesut Özil / Deutschland (7 Tore)
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Rang 3: Vedad Ibisevic / Bosnien-Herzegowina (7 Tore)
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Rang 3: Vedad Ibisevic / Bosnien-Herzegowina (7 Tore)
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Rang 5: Wayne Rooney / England (6 Tore)
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Rang 5: Wayne Rooney / England (6 Tore)
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Rang 5: Zlatan Ibrahimovic / Schweden (6 Tore)
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Rang 5: Zlatan Ibrahimovic / Schweden (6 Tore)
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Rang 5: Tomer Hemed / Israel (6 Tore)
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Rang 5: Tomer Hemed / Israel (6 Tore)
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Die Gastgeber begannen im Zentralstadion von Homel druckvoller, gerieten aber nach einem Konter durch einen abgefälschten Schuss von Schalkes Teemu Pukki (24. Minute) in Rückstand. Auch danach blieben die Weißrussen das bessere Team, kamen durch einen Kopfballtreffer von Dmitri Verkhovtsov (85.) zum verdienten Ausgleich. Roman Eremenko (88.) hatte kurz vor Schluss den Siegtreffer für Finnland auf dem Fuß, traf allerdings nur die Latte.

Aktuell führt Weltmeister Spanien (11 Punkte) die fünfköpfige Gruppe vor Frankreich (10) an. Finnland (6), Georgien und Weißrussland (beide 4) liegen dahinter. Der Gruppensieger qualifiziert sich direkt für die WM, der Zweitplatzierte darf in den Playoffs antreten.

Die Quali-Gruppen im Überblick

Thomas Jahn / Ruben Zimmermann

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