WM 2010 für Schiedsrichter Stark beendet

SID
Montag, 05.07.2010 | 17:20 Uhr
Für Schiedsrichter Wolfgang Stark ist die WM 2010 beendet
© Getty
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Trotz guter Auftritte wird Schiedsrichter Wolfgang Stark bei der WM 2010 nicht mehr zum Einsatz kommen. Der Ergoldinger wurde für die letzten vier Spiele nicht mehr berücksichtigt.

WM-Aus für Wolfgang Stark: Wegen des Halbfinal-Einzugs der deutschen Nationalmannschaft ist für den 40 Jahre alten der Bundesliga-Schiedsrichter der Traum vom Endspiel bei der WM in Südafrika geplatzt. Stark und seine Assistenten Jan-Hendrik Salver (Stuttgart) und Mike Pickel (Mendig) zählen trotz der drei guten WM-Auftritte nicht zu den zehn Gespannen, die für das Spiel um Platz drei oder das Endspiel infrage kommen.

Für den Bankkaufmann aus Ergolding war die WM am Kap der guten Hoffnung dennoch etwas "ganz Besonderes". Der FIFA-Referee hofft nun darauf, dass sich die DFB-Auswahl mit einem Sieg über Europameister Spanien den Einzug ins Finale sichert. "Wir drücken natürlich der deutschen Mannschaft die Daumen", sagte Stark, der sich zudem mit seinen Assistenten nach Angaben von Ex-Schiedsrichter Urs Meier über eine WM-Prämie von insgesamt 50.000 Dollar freuen durfte.

Fandel sieht höhere Aufgaben für Stark

Stark wird aller Voraussicht nach bei der EURO 2012 in Polen und der Ukraine erneut um seine Finalchance kämpfen. Herbert Fandel, dem Vorsitzenden der DFB-Schiedsrichterkommission, sieht Stark nach dessen Leitungen bei der WM ohnehin prädestiniert für noch höhere Aufgaben. "Wolfgang Stark gehörte mit seinen drei Spielleitungen zweifellos zu den positiven Erscheinungen dieser WM - eine prima Repräsentanz des deutschen Schiedsrichterwesens", sagte der Konzertpianist aus Kyllburg.

Im Gegensatz zu den Pannen-Schiedsrichter Roberto Rosetti und Jorge Larrionda hatte Stark seine drei Spiele bei der WM so gut wie fehlerlos bestritten. Der für seine kompromisslose Linie bekannte Stark hatte nach seinen beiden ersten beiden WM-Einsätzen in den Vorrundenspielen zwischen Argentinien und Nigeria (1:0) sowie England und Slowenien (1:0) jeweils glänzende Kritiken erhalten.

Noch zehn Schiedsrichter mit Hoffnung aufs Finale

Bei seinem dritten WM-Einsatz im Achtelfinale zwischen Uruguay und Südkorea (2:1) war Stark wegen drei enger Entscheidungen jedoch leicht in die Kritik geraten. "Alle drei Entscheidungen waren korrekt. Wolfgang Stark hat das Spiel wieder sicher und professionell geleitet", hatte Fandel die drei Situationen jedoch zugunsten von Stark bewertet.

Neben den Halbfinal-Schiedsrichtern Raschwan Irmatow und Viktor Kassai dürfen sich noch acht weitere Referees Hoffnungen auf das Finale machen. Aus Europa sind neben Kassai noch Howard Webb (England) sowie Franck De Bleeckere (Belgien) im Rennen. Zudem zählen noch der Südafrikaner Jerome Damon, der Japaner Yuichi Nishimura, die beiden Mexikaner Benito Armando Archundia Tellez und Marco Antonio Rodriguez Moreno sowie die Südamerikaner Pablo Antonio Pozo Quinteros (Chile) und Oscar Julian Ruiz Acosta (Kolumbien) zu den zehn Auserwählten.

Ungar Kassai pfeift Deutschland gegen Spanien

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