Fussball

Der WM-Pokal muss wieder zurück in den Safe

SID
Spanien oder die Niederlande bekommen eine Kopie des WM-Pokals
© sid

Nach dem Finale am Sonntag abend wandert der Original-WM-Pokal wieder in einen Safe der FIFA. Der neue Weltmeister bekommt wie seine Vorgänger "nur" eine Kopie der Trophäe.

Am Sonntag ist es wieder so weit. Der WM-Pokal wird aus einem Tresor ins Soccer City von Johannesburg gebracht, noch einmal auf Hochglanz poliert und dann feierlich aufgebaut. Kein Geringerer als der italienische Weltklasse-Innenverteidiger Fabio Cannavaro, der vor vier Jahren als Kapitän der Squadra Azzurra die Trophäe als erster Azzurri in Empfang nahm und in den Berliner Nachthimmel reckte, bringt das gute Stück am Sonntag vor dem Anpfiff ins Stadion.

Irgendwann am Sonntagabend werden dann niederländische oder spanische Nationalspieler die Trophäe in den Himmel recken. Es wird jedoch ein kurzes Vergnügen für den neuen Weltmeister bleiben.

Denn schon bald nach den Feierlichkeiten kehrt das laut Fußball-Weltverband FIFA 36,6 Zentimeter hohe und 6175 Gramm schwere Original aus 18-karätigem Massivgold in die Zentrale nach Zürich zurück.

Sicher verwahrt in einem Safe bis zur WM 2014 in Brasilien. Der neue Titelträger erhält eine Kopie, die insgesamt elfte. In Johannesburg wird ein neuer Weltmeister gekürt.

Zwei Kopien stehen in der DFB-Zentrale

Zwei Repliken stehen im Foyer der Zentrale des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in Frankfurt/Main für die Titel 1974 und 1990. Erstmals war der WM-Pokal 1974 in Deutschland verliehen worden. Der Materialwert der Trophäe wird auf 100.000 Euro taxiert. Ihr "echter" Wert liegt um ein Vielfaches höher.

Der italienische Bildhauer Silvio Gazzaniga aus Mailand hatte die Trophäe 1971 entworfen, da die Brasilianer den Vorgänger, den Jules-Rimet-Pokal, nach ihrem dritten Titel 1970 in Mexiko behalten durften.

Bis zur WM 2038 wird der Pokal noch um die Erde reisen

Bis zur WM 2038 wird das Kunstwerk noch um die Erde reisen. Für insgesamt 17 Weltmeister-Gravuren ist Platz auf dem Sockel, zehn Titelträger werden nach dieser WM verzeichnet sein.

Sollte sich Deutschlands diesmal erneut geplatzter Traum vom dritten Gewinn des Pokals bis 2038 erfüllen, wird es dennoch nichts mit dem Besitz des Originals. Die FIFA wird es für immer behalten.

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