Die Sache mit Diegos Traum

Von Florian Bogner
Samstag, 26.06.2010 | 22:43 Uhr
Diego Armando Maradona ist seit November 2008 Trainer der argentinischen Nationalmannschaft
© Getty
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Argentinien und Mexiko ermitteln den deutschen Gegner im Viertelfinale (20.15 Uhr im LIVE-TICKER und auf Sky) Diego Maradona lässt sich nicht in die Karten blicken. Juan Veron könnte zu Gunsten eines schnelleren Spielaufbaus geopfert werden. Und was macht eigentlich nochmal Ariel Garce in Südafrika?

Diego Maradona ist ein komischer Vogel, keine Frage. Seine Wege sind unergründlich, sagen sie in Argentinien, was beinahe ketzerisch daher kommt. Aber Maradona, die Verlängerung der Hand Gottes, lebt nun mal in seiner eigenen Welt, hat seine eigenen Gedanken und lässt sie ungefiltert auf die Menschheit los, wenn es ihm so gefällt. Mittlerweile hat man sich auch in Argentinien damit abgefunden.

Nur eines, das muss er noch erklären. Was macht eigentlich Ariel Garce im WM-Aufgebot der Albiceleste? Als Maradona seine 23 Mann für Südafrika benannte, rieb man sich in der Heimat verwundert die Augen. Garce? Das wäre ungefähr so, wie wenn Jogi Löw Marvin Compper mit zur WM genommen hätte - mit Verlaub gesprochen. Der 30-jährige Abwehrspieler stand in den letzten fünf Jahren nämlich nur einmal im Nationaltrikot Argentiniens auf dem Feld, bei einem Testspiel gegen Haiti im Mai.

Die Verwirrung klärt sich erst, wenn man den Ausführungen des Unternehmers Joe Fernandez lauscht, der Maradonas Geheimnis kennen will. Unter Berufung auf "sehr gute Quellen" erklärte Fernandez vor WM-Start, dass Garces Berufung auf einem Traum beruhe. Angeblich habe Maradona wenige Wochen vor Turnierbeginn vom WM-Finale geträumt, inklusive der Ehrenrunde mit dem Pokal danach. Als er aufwachte, konnte er sich aber angeblich nur noch an ein Gesicht aus dem Traum erinnern: Ariel Garce.

Verons aberwitzige Statistik

Man könnte also sagen, Maradona geht gerne auf Nummer sicher. Vor dem Achtelfinale gegen Mexiko hieße das, auf die Aufstellung gemünzt: Juan Sebastian Veron bekommt im Mittelfeld erneut die Chance, das Spiel zu dirigieren. Der Mann ist erfahren, er ist Maradonas Skipper. Gegen Griechenland kam der 35-Jährige laut Datenbank auf über 160 Ballkontakte, was ein aberwitzig hoher Wert ist.

Veron spielt im Mittelfeld überall und nirgends, ist quasi ein Wandler zwischen den Welten. Die Offensive kurbelt Lionel Messi an, die defensive Drecksarbeit verrichtet Kapitän Javier Mascherano. Veron macht den Rest. Allerdings nagt auch der Zahn der Zeit an Veron.

Der ehemalige ManUtd-Spieler ist nicht mehr der Schnellste und wenn er sich den Ball vor der Abwehr abholt, wie es meistens der Fall ist, kann das eine Weile dauern. Viel schneller ging das Spiel der Argentinier hingegen gegen Südkorea vonstatten. Da fehlte Veron, Messi bekam die Bälle meist direkt in den Fuß gespielt.

Einige Kritiker würden es gerne sehen, dass Maradona gegen die eher offensiv ausgerichteten Mexikaner auf seinen Skipper verzichtet, um schneller von defensiv auf offensiv überbrücken zu können. Wer vom Trainer der Argentinier auf der Pressekonferenz am Samstag allerdings einen Wink bezüglich der Aufstellung erwartete, wurde enttäuscht. "Dafür sind mir zu viele Mexikaner hier", sagte der 49-Jährige. Nächste Frage.

Samuel fällt aus - Otamendi für Gutierrez

Da wäre zum Beispiel die nach Walter Samuel, der seit dem Südkorea-Spiel an einer hartnäckigen Oberschenkel-Verletzung laboriert. "Walter fühlt sich nicht gut. Wir können einen Einsatz nicht riskieren", brachte der Coach am Vorabend der Partie Licht ins Dunkel. Samuels Part wird also wieder Nicolas Burdisso übernehmen.

Überhaupt bereitet die Abwehr Maradona wohl am meisten Kopfzerbrechen. Die Vorrundenspiele gaben kaum Aufschluss darüber, wie stark die Defensive wirklich ist. "Mexiko hat eine Reihe von Spielern, die uns Sorgen bereiten", sagte Maradona am Samstag wie zum Beweis.

Gut möglich, dass auf der Rechtsverteidigerposition Nicolas Otamendi diesmal wieder den Vorzug vor Jonas Gutierrez erhält, weil er deutlich beweglicher ist und deshalb besser zum quirligen Mexikaner Giovani Dos Santos passt.

Maradona hat alles schon durchdacht

Martin Demichelis geht hingegen fest davon aus, dass es zur Wiederholung der Ereignisse von 2006 kommt, als Argentinien Mexiko im Achtelfinale raus warf (2:1 n.V.). Er geht sogar noch einen Schritt weiter: "Nachdem wir die anderen Mannschaften gesehen haben, dürfen wir vom Titel träumen."

Dass Maradona das offensichtlich schon hat, steht auf einem anderen Blatt. Am Samstag erklärte der Trainer immerhin schon mal, wie das dann alles ablaufen wird, bei der Pokalvergabe.

"Ich werde der Letzte sein, der den WM-Pokal küssen wird, weil die Spieler ihn gewonnen haben. Ich habe ihn ja schon einmal geküsst", sagte Maradona. Dass Ariel Garce dann auch mit dem Pokal auf die Ehrenrunde gehen kann, dafür hat Maradona ja bereits gesorgt.

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Argentinien (4-4-2): Romero - Otamendi, Demichelis, Burdisso, Heinze - Mascherano - Veron (Maxi Rodriguez), Di Maria - Messi - Tevez, Higuain

Mexiko (4-3-3): Perez - Osorio, Rodriguez, Moreno, Salcido - Marquez - Juarez, Torrado - Dos Santos, Blanco, Barrera

Schiedsrichter: Roberto Rosetti (Italien)

Argentinien ohne Samuel gegen Mexiko

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