Fussball

Darm-Alarm in der Schweiz

SID
Ottmar Hitzfeld (l.) kämpft mit der Schweiz um den Gruppensieg
© Getty

Für die sichere WM-Teilnahme brauchen die Eidgenossen um Trainer Ottmar Hitzfeld gegen Israel zwar nur noch noch einen Punkt, doch der tagelange Durchfall von Kapitän Alexander Frei, Torwart Diego Benaglio und Mittelfeldspieler Benjamin Huggel bereitet der Schweizer Nationalmannschaft vor dem Fernduell mit Griechenland am Mittwoch (WM-Quali, Mi., ab 17.30 Uhr im LIVE-TICKER) weiter erhebliche Probleme.

General Hitzfeld gab am Dienstag zumindest bei den beiden ehemaligen Bundesliga-Profis Frei und Huggel leichte Entwarnung.

Der frühere Dortmunder Frei und der einstige Frankfurter Huggel konnten am Dienstag wenigstens wieder leichtes Lauftraining mit der Nati absolvieren.

Benaglio bewegt sich derweil weiter zwischen Bett und Toilette, auch wenn das Fieber des Wolfsburger Keepers abgeklungen ist.

Nur noch theoretische Chancen für Israel

Unabhängig von der Magen-Darm-Problematik, die offenbar durch einen unreinen Mixer für isotonische Getränke entstanden ist, scheint Hitzfeld von seinem Team überzeugt: "Wir sind stark genug, um ein solches Endspiel auf eigenem Platz für uns zu entscheiden. Wir wollen nichts dem Zufall überlassen und das Spiel gewinnen", sagte Hitzfeld vor dem Duell mit den Israelis, die nur noch theoretische Chancen auf eine WM-Teilnahme haben, im Baseler St. Jakob-Park.

Der Schweiz genügt ein Unentschieden, um den ersten Platz in der Qualifikationsgruppe zwei zu verteidigen.

In Otto Rehhagel will dem ehemaligen Dortmunder und Münchener Meistertrainer Hitzfeld aber ausgerechnet ein Landsmann einen Strich durch die Rechnung machen. Mit den Griechen empfängt König Otto zeitgleich Luxemburg.

Griechenland braucht einen Sieg

Sollten die Helenen in Athen gewinnen und die Schweizer schwächeln, würde der Europameister das WM-Ticket lösen und Hitzfelds Mannschaft in die Relegation schicken.

Im Falle einer Niederlage bliebe den Griechen jedoch möglicherweise nicht einmal der zweite Platz.

Dann wäre man sogar auf Schweizer Schützenhilfe angewiesen, da auch die Israelis noch auf die Teilnahme an der Relegationsrunde hoffen.

"Wir hoffen, dass die Schweiz am letzten Spieltag gegen Israel zu Hause verliert", sagte Frankfurts Torjäger Ioannis Amanatidis, der im Fernduell mit seinem Klubkollegen Christoph Spycher um die Teilnahme an der WM kämpft.

Gekas wünscht sich Slowakei oder Slowenien

Aufgrund der allenfalls vagen Hoffnung auf die direkte WM-Qualifikation konzentriert man sich in Griechenland dennoch bereits jetzt vornehmlich auf die möglichen Auftritte in den Play-offs.

"Mein Wunsch wäre es, dass wir dort gegen die Slowakei oder Slowenien spielen würden", sagt Torjäger Theofanis Gekas.

Der Leverkusener hatte am Samstag mit vier Treffern fast im Alleingang für den griechischen 5:2-Sieg gegen Lettland gesorgt. In der Schweiz ist man derweil optimistisch, auch den drohenden Ausfällen trotzen zu können.

Auf ein Remis will Hitzfeld jedenfalls nicht spielen, auch wenn die Schweiz bereits seit dem 16. Dezember 1987 (2:0) nicht mehr gegen Israel gewonnen hat.

"Wir sind kein Team, das nur verteidigen und nur auf ein 0:0 spielen kann. Wir sind noch lange nicht in Südafrika, sondern erst qualifiziert, wenn der Schiedsrichter am Mittwoch abpfeift", warnt Hitzfeld.

WM-Qualifikationsgruppe 2: Ergebnisse &Tabelle

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