Sonntag, 27.07.2008

UEFA-Cup

VfB ohne EM-Fahrer gegen Ramenskoje

Going - Noch ohne sein Quartett aus frisch eingetroffenen Europameisterschafts-Teilnehmern, aber dennoch mit verbesserter Personalsituation will der VfB Stuttgart die UI-Cup-Hürde Ramenskoje (So., 18 Uhr im SPOX-TICKER) meistern und im Rennen um die UEFA-Pokal-Teilnahme bleiben.

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© Getty

"Wir wissen, dass es nicht einfach wird", sagte Coach Armin Veh im VfB-Trainingslager im österreichischen Going mit Blick auf die 0:1-Hypothek aus dem Drittrunden-Hinspiel beim Tabellen-Zwölften der russischen Premier Liga. "Aber ich denke, dass wir in der einen Woche soviel weiter gekommen sind, dass wir gute Chancen haben."

Die Neuzugänge Jens Lehmann und Khalid Boulahrouz sowie die Nationalspieler Mario Gomez und Thomas Hitzlsperger stehen am 27. Juli aber weiterhin nicht zur Verfügung. "Ein Einsatz kommt für die vier noch zu früh", sagte Veh. Die EM-Akteure waren erst in dieser Woche in Tirol zum Kader gestoßen.

Veh ist zuversichtlich

Neben dem fortgeschritteneren Trainingszustand der übrigen Akteure stimmen Veh die seit dem 0:1 hinzugekommenen personellen Alternativen zuversichtlich.

Der Mexikaner Ricardo Osorio ist nach verspätetem Vorbereitungsbeginn inzwischen ebenso fit für sein erstes Saison-Pflichtspiel wie der zum Hinspiel noch gar nicht mitgereiste Schweizer Nationalspieler Ludovic Magnin. "Die beiden rücken nach", kündigte Veh bereits zur Wochenmitte in Going an.

Magnin wird wohl Arthur Boka auf der linken Abwehrseite verdrängen, für Osorio könnte Roberto Hilbert von hinten rechts ins Mittelfeld rücken. Da Neuzugang Jan Simak bei Veh im Zentrum auf der Position hinter den Spitzen vorerst gesetzt ist, müsste Sami Khedira oder Yildiray Bastürk aus der Startelf weichen.

Als Platzhalter für Nationaltorhüter Lehmann dürfte zwischen den Pfosten erneut Alexander Stolz den Vorzug vor Sven Ulreich erhalten. Fragezeichen stehen noch hinter den Einsätzen von Stürmer Cacau (Adduktorenprobleme) und Innenverteidiger Matthieu Delpierre (Folgen einer Grippe).

Keine Rücksicht auf Weiterkommen

Die Vorbereitungsinhalte auf die Partie abgestimmt hat Veh nicht. "Wir wollen weiterkommen, keine Frage. Aber ich kann darauf keine Rücksicht nehmen", stellte der 47-Jährige klar. "Man braucht etwas, auf das man hin trainiert, und das kann nicht der UI-Cup sein. Die primäre Arbeit gilt der Bundesliga."

Physisch ist das mitten in der Saison stehende Team von Saturn Ramenskoje, das trotz des 4:0-Erfolgs gegen Aufsteiger Shinnik Jaroslawl im hinteren Tabellen- Drittel der 1. russischen Liga festhängt, also noch immer im Vorteil.

"Wir können zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht in der Verfassung sein wie in ein paar Wochen beim Bundesliga-Start", meinte Veh.

Heldt fordert nächste Runde

Im Falle des Weiterkommens müssen die Schwaben noch das Hin- und Rückspiel in der 2. UEFA-Cup-Ausscheidungsrunde überstehen, um sich endgültig für den angestrebten Wettbewerb zu qualifizieren.

"Das ist unser Anspruch, weil es für die sportliche Weiterentwicklung und das Renommee interessant ist, sich international zu messen", sagte Sportdirektor Horst Heldt. Mögliche Zusatzeinnahmen winken laut Heldt im UEFA-Cup erst "nach dem Überstehen der Gruppenphase".

Voraussichtliche Mannschaftsaufstellungen:

VfB Stuttgart: Stolz - Osorio, Tasci, Delpierre, Magnin - Pardo - Hilbert, Khedira - Simak - Cacau (Ljuboja), Marica
Saturn Ramenskoje: Kinsky - Angbwa, Zelao, Gussin, Jewsejew - Igonin, Iwanow, Jeremenko, Karjaka - Topic, Kiritschenko


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