Sonntag, 20.07.2008

Nach Niederlage gegen Ramenskoje

VfB unter Druck

Stuttgart - Der VfB Stuttgart steht nach dem misslungenen Pflichtspiel-Auftakt gleich zu Saisonbeginn unter Druck. Dennoch verbreiten die Schwaben nach der 0:1-Niederlage in der dritten Runde des UI-Cups bei Saturn Ramenskoje Zuversicht.

© DPA

Der Rückstand soll nun vor eigenem Publikum wettgemacht werden. "Ich bin sehr optimistisch. Wir wollen in den UEFA-Cup", sagte Sportdirektor Horst Heldt. Der VfB braucht am 27. Juli gegen die russische Mannschaft einen Sieg mit mindestens zwei Toren Unterschied, um die Chance auf die nachträgliche Qualifikation für den internationalen Wettbewerb zu wahren.

"Es wird schwer, aber wir haben trotzdem noch alle Chancen, weiterzukommen", sagte Trainer Armin Veh. Nach einer kurzen Nacht reisten die Stuttgarter, die sich mitten in der Vorbereitung auf die in vier Wochen beginnende Saison befinden, von Russland ins Trainingslager nach Going (Österreich).

Held ist optimistisch

Dort bleibt den Roten eine Woche, um die Form für das Rückspiel zu finden. "Da hilft jeder Tag Training. Ich hoffe, dass wir dann gerüstet sind", sagte Heldt. Der 39-Jährige betonte aber auch den schmalen Grat in der Vorbereitung: "Natürlich muss das Training so gesteuert werden, dass die Mannschaft fit ist für die Bundesliga."

Gegen den Tabellen-Zwölften der laufenden russischen Liga war der VfB durch Stürmer Dimitri Kiritschenko bereits in der dritten Minute in Rückstand geraten. Danach ergaben sich auch für den Bundesliga-Sechsten der vergangenen Saison einige Torchancen.

"Das Spiel war für den Zeitpunkt unserer Vorbereitung ganz in Ordnung", sagte Veh, bei dessen Elf sich in der zweiten Hälfte der Kräfteverschleiß bemerkbar machte. "Wir haben das Spiel über weite Strecken beherrscht. Jetzt kennen wir den Gegner. Das stimmt uns optimistisch", erklärte Heldt.

Alternativen für das Rückspiel

Im Rückspiel stünden in dem Schweizer EM-Teilnehmer Ludovic Magnin und dem Mexikaner Ricardo Osorio, die später ins Übungsprogramm eingestiegen waren, zudem weitere Alternativen bereit, erklärte der Sportdirektor.

Die deutschen Vize-Europameister Jens Lehmann, Mario Gomez und Thomas Hitzlsperger beginnen erst in Going mit dem Training und sollen im UI-Cup voraussichtlich noch nicht eingesetzt werden. In Ramenskoje, etwa 50 Kilometer südöstlich von Moskau, hatten die beiden Mittelfeldspieler Jan Simak und der eingewechselte Martin Lanig ihre ersten Pflichtspiele für den VfB bestritten.

Die Qualifikation für den UEFA-Cup und die damit verbundenen Einnahmen könnten auch für die noch bevorstehenden Aktivitäten auf dem Transfermarkt wichtig und ein Argument für potenzielle Neuzugänge sein. Der VfB ist an dem früheren Hamburger Verteidiger Khalid Bouhlarouz (Niederlande) interessiert. Der portugiesische Nationalspieler Fernando Meira hatte am Freitag seinen Abschied von Stuttgart angekündigt.


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