Montag, 11.11.2013

Im Stadtderby in Köln

4. Liga: Trainer rastet komplett aus

Beim 4:2-Sieg im Derby gegen Viktoria Köln hat Fortuna Kölns Trainer Uwe Koschinat am Samstag mehrere Akteure des Gegners auf das Übelste beschimpft. Nach dem Spitzenspiel ging der Zwist in die nächste Runde. Während Koschinat und Fortuna-Präsident Klaus Ulonska um Verzeihung baten, reagierten die Viktoria-Verantwortlichen unversöhnlich.

Uwe Koschinat (r.) soll mehrere Akteure des Gegners auf das Übelste beschimpft haben
© getty
Uwe Koschinat (r.) soll mehrere Akteure des Gegners auf das Übelste beschimpft haben

"Er hat in Marcus Steegmanns Richtung geschrien: Der Hurensohn gewinnt jedes Kopfballduell, haut dem den Ellbogen rein. So was geht gar nicht! Das ist doch der absolute Wahnsinn, eine Frechheit", beschuldigte Viktoria-Spieler Stefan Hickl via "Bild" den Fortuna-Trainer.

Nach Informationen der Zeitung soll Koschinat darüber hinaus Viktoria-Kapitän Lukas Nottbeck als "Arschloch" und dessen Teamkollegen David Müller als "fettes Schwein" verunglimpft haben. Viktoria-Manager Franz Wunderlich bestätigte: "Ja, die Beleidigungen sind so gefallen. Das war nicht zu überhören. Hier sind Grenzen mehr als überschritten worden."

Wollitz nimmt Entschuldigung nicht an

Fortuna-Präsident Ulonska beteuerte, dass sein Trainer "um Verzeihung gebeten" habe für seine Äußerungen, die aus der Emotion heraus gefallen seien. Die Entschuldigung wollte Viktoria-Trainer Pele Wollitz allerdings nicht annehmen: "Das alles hat mich zu sehr erschüttert. Ich muss erst mal über alles nachdenken."

Die Kölner Südstädter haben durch den 4:2-Sieg nach 0:2-Rückstand die Tabellenführung in der Regionalliga West übernommen und weisen nun drei Punkte Vorsprung auf den Rivalen von der anderen Rheinseite auf.

Uwe Koschinat im Steckbrief

Marco Heibel

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