Sonntag, 04.05.2008

Regionalliga Süd

Ingolstadt verpasst Vorentscheidung im Süden

Leipzig - Der FC Ingolstadt hat eine Vorentscheidung um den Zweitliga-Aufstieg verpasst. Nach zuvor elf ungeschlagenen Spielen mussten die Oberbayern in der Regionalliga Süd gegen Wacker Burghausen einen 0:1-Dämpfer hinnehmen.

Mit einem Sieg hätte die Mannschaft von Trainer Thorsten Fink vor den Verfolgern VfR Aalen und VfB Stuttgart II einen Vorsprung von fünf Punkten gehabt.

Zuvor hatte Aalen gegen die SV Elversberg mit 2:1 gewonnen. Die nicht-aufstiegsberechtigten Stuttgarter trennten sich vom viertplatzierten FSV Frankfurt mit 1:1.

Niederlage war verdient

Die Burghausener waren im Spiel gegen die Spitzenreiter die Mannschaft mit mehr Schnelligkeit, Biss und hochkarätigen Chancen.

Auch der neunfache Ingolstädter Torschütze Ersin Demir vergab eine Top-Gelegenheit. Seinen zweiten Versuch hielt Torwart Manuel Riemann.

Auf die Frage, wie sich die erste Niederlage nach der Siegesserie anfühlt, antwortete Fink: "Schlecht. Das möchte ich nicht öfter erleben. Aber die Niederlage war verdient."

Für Burghausen war ein Sieg nach dem Absturz in die Abstiegsränge bitter nötig. "Die Existenz der Spieler und der Mitarbeiter, die hier Verträge haben, hängt daran. Wir haben Prügel bekommen für zwei verlorene Spiele. Das Spiel gegen Ingolstadt ist genau der richtige Moment wieder aufzustehen", prophezeite Trainer Peter Assion vor der Partie.

Nach dem Sieg zeigte er sich erleichtert: "Die Mannschaft hat umgesetzt, was wir in den letzten Tagen geübt haben." Das Team sei aus eigener Kasse ins Trainingslager gefahren und "hat gezeigt, was in ihm steckt."

Unterchaching geht Richtung Aufstieg

In einem weiteren Bayern-Duell gewann die fünftplatzierte Spielvereinigung Unterhaching beim TSV 1860 München II mit 1:0.

In der Anfangsphase profitierten beide Mannschaften von den Fehlern des Gegners, aber nach 20 Minuten war Haching das stärkere Team.

"Ich hab schon in der Halbzeitpause gesagt, dass wir Geduld haben müssen", kommentierte Haching-Trainer Ralph Hasenhüttl.

Unterdessen gab Uwe Wolf, Trainer der Löwen-Reserve, trotz einem Platz in den Abstiegsrängen zu verstehen: "Wir kämpfen bis zum Schluss. Ich denke, dass uns keiner die sechs Punkte gegen Stuttgart und Frankfurt zuletzt zugetraut hätte. Leider haben wir jetzt den Anschluss nicht gefunden."

Kampfstark war auch der SSV Reutlingen, der gegen die Stuttgarter Kickers einen 3:1-Sieg feierte und damit vom 13. auf den zehnten Platz an seinem Gegner vorbei zog.

"Wir brauchten das Erfolgserlebnis und haben alles riskiert. Das waren big points für uns", sagte Trainer Peter Starzmann. Der Stuttgarter Fußball-Lehrer kommentierte: "Die Reutlinger gewannen deshalb verdient, weil sie aggressiver spielten, zum Teil am Rand der legalen Mittel."


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