"Shaqiri hatte viel Gegenwind"

Von Interview: Matthias Tröndle
Mittwoch, 15.02.2012 | 11:51 Uhr
Nicolai Lorenzoni (r.) vom SC Freiburg stieg in dieser Saison zum deutschen U-20-Nationalspieler auf
© Imago
Advertisement
NFL Draft
Fr27.04.
Wo landet der deutsche Wide Receiver?
J1 League
Kashima -
Kobe
Super Liga
Roter Stern -
Cukaricki
Ligue 1
Caen -
Toulouse
DBU Pokalen
Bröndby -
Midtjylland
Copa Libertadores
Cruzeiro -
Univ de Chile
A-League
Newcastle Jets -
Melbourne City
First Division A
Genk -
Brügge
Championship
Fulham -
Sunderland
Ligue 1
Montpellier -
St. Etienne
Primera División
Levante -
FC Sevilla
J1 League
Kobe -
Kawasaki
A-League
FC Sydney -
Melbourne Victory
Primera División
Espanyol -
Las Palmas
Premier League
Liverpool -
Stoke
CSL
Guangzhou Evergrande -
Jiangsu
Championship
Aston Villa -
Derby County
Premier League
Huddersfield -
Everton
Primera División
Real Sociedad -
Bilbao
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Ligue 1
Lyon -
Nantes
Serie A
AS Rom -
Chievo Verona
Championship
Middlesbrough -
Millwall
Premier League
Swansea -
Chelsea
Primera División
Real Madrid -
Leganes
Primeira Liga
Benfica -
Tondela
Ligue 1
Bordeaux -
Dijon
Ligue 1
Lille -
Metz
Ligue 1
Monaco -
Amiens
Ligue 1
Strassburg -
Nizza
Ligue 1
Troyes -
Caen
Premier League
Crystal Palace -
Leicester (Delayed)
Primera División
Villarreal -
Celta Vigo
Serie A
Inter Mailand -
Juventus
Premier League
Southampton -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
West Bromwich (Delayed)
Premier League
Burnley -
Brighton (Delayed)
Primera División
Getafe -
Girona
Serie A
Crotone -
Sassuolo
Premiership
Celtic -
Rangers
Eredivisie
Feyenoord -
Sparta
Ligue 1
Rennes -
Toulouse
Serie A
Sampdoria -
Cagliari
Serie A
Atalanta -
CFC Genua
Serie A
Bologna -
AC Mailand
Serie A
Hellas Verona -
SPAL
Serie A
Benevento -
Udinese
Premier League
West Ham -
Man City
Super Liga
Napredak -
Roter Stern
Primera División
Alaves -
Atletico Madrid
Ligue 1
Angers -
Marseille
Premier League
Man United -
Arsenal
Superliga
Bröndby -
Nordsjälland
Serie A
Florenz -
Neapel
Primera División
Valencia -
Eibar
Primeira Liga
Maritimo -
FC Porto
Primera División
La Coruna -
FC Barcelona
Serie A
FC Turin -
Lazio
Ligue 1
PSG -
Guingamp
Premier League
FK Krasnodar -
Lok Moskau
Premier League
Tottenham -
Watford
Primera División
Real Betis -
Malaga
Copa Libertadores
Nacional -
Santos
J1 League
Kobe -
FC Tokyo
1. HNL
Slaven Belupo -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Amiens -
PSG
Premier League
Brighton -
Man United
Primera División
FC Sevilla -
Real Sociedad
Primera División
Girona -
Eibar
Premier League
Stoke -
Crystal Palace
CSL
Guangzhou R&F -
Shanghai Shenhua
Premier League
Lok Moskau -
Zenit
Premier League
West Bromwich -
Tottenham
Primera División
Bilbao -
Real Betis
Serie A
AC Mailand -
Hellas Verona
Premier League
Everton -
Southampton
Primera División
Celta Vigo -
La Coruna
Premier League
Leicester -
West Ham (DELAYED)
Primera División
Villarreal -
Valencia
Serie A
Juventus -
Bologna
Primeira Liga
Sporting -
Benfica
Premier League
Bournemouth -
Swansea (Delayed)
Premier League
Watford -
Newcastle (Delayed)
J1 League
Hiroshima -
Kobe
Primera División
Málaga -
Alavés
Serie A
Udinese -
Inter Mailand
Premier League
Man City -
Huddersfield
Ligue 1
St. Etienne -
Bordeaux
Serie A
Lazio -
Atalanta
Serie A
SPAL -
Benevento
Serie A
Chievo Verona -
Crotone
Serie A
CFC Genua -
Florenz
Serie A
Neapel -
FC Turin
Superliga
FC Kopenhagen -
Bröndby
Primera División
Atletico Madrid -
Espanyol
Ligue 1
Lyon -
Troyes
Ligue 1
Caen -
Monaco
Ligue 1
Dijon -
Guingamp
Ligue 1
Metz -
Angers
Ligue 1
Nantes -
Montpellier
Ligue 1
Rennes -
Straßburg
Ligue 1
Toulouse -
Lille
Premier League
Chelsea -
Liverpool
Serie A
Sassuolo -
Sampdoria
Premier League
Arsenal -
Burnley (Delayed)
Primera División
FC Barcelona -
Real Madrid
Serie A
Cagliari -
AS Rom
Ligue 1
Marseille -
Nizza
Primeira Liga
FC Porto -
Feirense

Nicolai Lorenzoni (19) ist eines der hoffnungsvollsten Talente des SC Freiburg, das in der letzten Saison DFB-Juniorenpokalsieger wurde und in dieser Saison zum U-20-Nationalspieler aufgestiegen ist. Doch sein Weg war steinig und ungewöhnlich. Erfolgserlebnissen folgten immer wieder Rückschläge. Mit 16 Kreisklasse, mit 18 im Bundesligakader.

SPOX: Sie gehören zu den Spielern, die Freiburgs neuen Cheftrainer Christian Streich bestens kennen. Er trainierte Sie bereits in der U 19. Ist das ein Vorteil?

Nicolai Lorenzoni: Ich sehe es durchaus als Vorteil. Und zwar für meine Entwicklung. Herr Streich kennt meine Schwächen. Dadurch ist es für mich einfacher, stetig an diesen zu arbeiten. Andersrum weiß er natürlich auch, wie er meine Stärken am besten ins Spiel einbinden kann.

SPOX: Obwohl Sie immer wieder mit Rückschlägen zu kämpfen hatten, führte Ihr Weg in dieser Saison in die deutsche U-20-Nationalmannschaft. Welche Bedeutung hat das für Sie?

Lorenzoni: Eine unwahrscheinlich große. Wenn man sich mit den besten Spielern seines Jahrgangs aus der ganzen Welt messen kann, ist das schon klasse. Als der erste Anruf von Herrn Wormuth kam, dachte ich zuerst, dass mich jemand auf den Arm nehmen möchte. Aber zum Glück war das nicht der Fall. (lacht)

SPOX: Ihre Mitspieler bei der U 20 hießen unter anderem Bernd Leno, Kevin Volland und Patrick Herrmann. Allen voran Leno und Herrmann spielen schon eine große Rolle bei ihren Vereinen.

Lorenzoni: Sie haben den Sprung bereits größtenteils geschafft, den ich erst noch schaffen möchte. In dieser Hinsicht sind sie Spieler, an denen ich mich absolut orientieren kann. Gerade bei Bernd und Patrick sieht man, dass es eben nicht nur eine Floskel ist, dass es im Fußball extrem schnell gehen kann.

SPOX: Sie besitzen die doppelte Staatsbürgerschaft. Unter anderem sind Sie gegen die Schweiz aufgelaufen, das Land in dem Sie geboren sind und aus dem Ihr Vater stammt. War es ein besonderes Spiel für Sie?

Lorenzoni: Ganz sicher, aber ich muss auch sagen: Ich lebe seit klein auf in Deutschland und kann mich hier wirklich über rein Garnichts beschweren. Es ist eine Ehre, die deutsche Nationalhymne singen zu dürfen, auch wenn ein Teil meines Herzens natürlich rot-weiß ist. Im Spiel hatte ich es teilweise auch noch mit alten Bekannten aus Basler Zeiten zu tun. Da war der Sieg dann doppelt schön. (lacht)

SPOX: Beim letztjährigen Junioren-DFB-Pokalfinale des SC gegen Hansa Rostock waren Sie der auffälligste Akteur auf dem Platz. Wie haben Sie das Spiel in Erinnerung?

Lorenzoni: (überlegt kurz) Ich finde, dass es keinen auffälligsten Mann gab. Unsere Mannschaftsleistung hat eben gestimmt. Das Spiel an sich war extrem intensiv. Wir hatten die Partie eigentlich im Griff und sind zweimal in Führung gegangen. Doch quasi mit dem Schlusspfiff erzielte Rostock noch den Ausgleichstreffer. Das war in dem Moment schon sehr, sehr bitter. Aber zum Glück hat Alexander Schwolow dann im Elfmeterschießen seine Klasse unter Beweis gestellt und uns den Sieg gesichert.

SPOX: Die Freiburger Fußballschule zählt in Deutschland zu den Topadressen in Sachen Jugendförderung. Nicht durch Zufall standen beispielsweise zum Rückrundenauftakt gegen Augsburg gleich sieben ehemalige Fußballschüler auf dem Platz. Was unterscheidet die Freiburger von den anderen Nachwuchsstätten?

Lorenzoni: Die Harmonie untereinander stimmt einfach. Jeder einzelne Spieler wird gleich behandelt. Man sieht ja auch, dass Freiburg über die Jahre immer im Kollektiv stark war und nicht unbedingt durch Einzelspieler. Der Teamspirit wird einem sozusagen eingeimpft. In der Fußballschule wird dafür der Grundstein gelegt.

SPOX: Ihr Weg ist alles andere als normal verlaufen, wenn man ihn mit dem eines normalen aufstrebenden Talents vergleicht. Sie waren Kapitän der D-Junioren des FC Basel und sind dann wieder zurück zu Ihrem Heimatverein SV Herten, einem Kreisklassisten, gewechselt, ehe der SC Freiburg nach anderthalb Jahren anklopfte und Sie ins Breisgau lockte.

Lorenzoni: Der Schritt zurück nach Herten war damals das Beste, was ich hätte tun können. Klar, der Traum von der Profikarriere war erst einmal in weiter Ferne. Aber ab dem Zeitpunkt, als ich wieder mit meinen alten Mannschaftskammeraden zusammen auf dem Platz stand, wusste ich wieder, dass Fußball meine Leidenschaft ist, weil es eben extrem Spaß machen kann, gegen den Ball zu treten. Es heißt ja ein Schritt zurück, zwei nach vorne. Das Sprichwort traf darauf perfekt zu.

SPOX: Das klingt als ob Ihnen in Basel der Spaß am Fußball verloren ging.

Lorenzoni: Es ist schwer zu sagen. Sicher ist aber, dass vieles unter dem häufigen Training leiden musste. Seien es Freunde, andere Hobbys oder eben auch die schulischen Leistungen. Damals hatte ich ein wenig Probleme damit umzugehen. Nach meinem Jahr in Herten wusste ich einfach wieder, was ich will und wieso ich mir diesen Traum irgendwann unbedingt erfüllen möchte.

Selbst mal bei den Profis trainieren? Jetzt anmelden für die DB Fußball Camps

SPOX: Bei einem Ihrer Mitspieler in der Jugend des FC Basel verlief der Weg etwas geradliniger. Die Rede ist von Xherdan Shaqiri. Deutete sich schon damals an, dass er einmal zum größten Talent im Schweizer Fußball aufsteigen würde?

Lorenzoni: Man hat immer gemerkt, dass er mit voller Leidenschaft bei der Sache war und dem Fußball alles andere unterordnete. Dass Shaqiri viel Potenzial mitbringt, war jedem bewusst, der ihn einmal spielen sah. Sein Erfolg war quasi programmiert. Es gab aber auch viel Gegenwind für ihn, weil er immer einer der kleinsten in der Mannschaft war. Aber durch seine Kraft, seinen Willen und seine Technik hat er letztendlich jeden Skeptiker überzeugen können.

SPOX: Zum Abschluss die Frage der Fragen: Wieso spielt der Sportclub auch in der nächsten Saison erstklassig?

Lorenzoni: Es ist noch zu früh, sich mit einem möglichen Abstieg oder Nichtabstieg zu befassen. Wir denken von Spiel zu Spiel und werden für unsere Fans alles aus uns herausquetschen. Ich bin mir sicher, dass wir, wenn wir weiter so arbeiten, am Ende der Saison unser Ziel erreichen können und uns für unsere Leistungen auf dem Platz belohnen werden.

Nicolai Lorenzoni im Steckbrief

Werbung
Werbung
Dunkest - The American Fantasy Basketball by SPOX.com
Werbung
Werbung