Türkischer Verband entlässt 94 Funktionäre

"Säuberungswelle" erreicht auch Fußball

SID
Donnerstag, 04.08.2016 | 14:13 Uhr
Jose Sosa will wegen der Angst um seine Familie nicht mehr für Besiktas spielen
Advertisement
Boxen
So27 Aug
Mayweather vs. McGregor - AUF DAZN!
Bundesliga
SaJetzt
Die Highlights vom Samstag mit S04-RBL, BVB & HSV
Serie A
Live
Hellas Verona -
Neapel
Primeira Liga
Live
Benfica -
Belenenses
Primera División
Live
Sevilla -
Espanyol
Premier League
Burnley -
West Brom (DELAYED)
Premier League
Bournemouth -
Watford (Delayed)
Premier League
Southampton -
West Ham (Delayed)
J1 League
Kobe -
Yokohama
Eredivisie
Excelsior -
Feyenoord
CSL
Guangzhou R&F -
Shandong Luneng
Eredivisie
Ajax -
Groningen
Premier League
Huddersfield -
Newcastle
Ligue 1
Lille -
Caen
Ligue 1
Marseille -
Angers
Premier League
Tottenham -
Chelsea
Serie A
Atalanta -
AS Rom
Primera División
Bilbao -
Getafe
Primeira Liga
Porto -
Moreirense
Primera División
Barcelona -
Betis
Serie A
Bologna -
FC Turin
Serie A
Crotone -
AC Mailand
Serie A
Inter Mailand -
Florenz
Serie A
Lazio -
Ferrara
Serie A
Sampdoria -
Benevento
Serie A
Sassuolo -
Genua
Serie A
Udinese -
Chievo
Ligue 1
PSG -
Toulouse
Primera División
La Coruna -
Real Madrid
Serie A
Palmeiras -
Chapecoense
Primera División
Levante -
Villarreal
Premier League
Manchester City -
Everton
Primera División
Malaga -
Eibar
League Cup
Sheffield Utd -
Leicester
League Cup
Blackburn -
Burnley
League Cup
Cheltenham -
West Ham
Ligue 1
PSG -
Saint-Étienne
Championship
Bristol City -
Aston Villa
Primera División
Real Betis -
Celta Vigo
J1 League
Iwata -
Kobe
J1 League
Cerezo Osaka -
Kashima
Premier League
Bournemouth -
Manchester City
Championship
Burton -
Sheffield Wednesday
Ligue 1
Nantes -
Lyon
Serie A
Benevento -
Bologna
Serie A
Genua -
Juventus
Primera División
Alaves -
Barcelona
Premier League
Manchester United -
Leicester
Championship
Nottingham -
Leeds
Ligue 1
Amiens -
Nizza
Ligue 1
Bordeaux -
Troyes
Ligue 1
Caen -
Metz
Ligue 1
Dijon -
Montpellier
Ligue 1
Toulouse -
Rennes
Premier League
Huddersfield -
Southampton (Delayed)
Serie A
AS Rom -
Inter Mailand
Primeira Liga
Rio Ave -
Benfica
Premier League
Newcastle -
West Ham
Premier League
Crystal palace -
Swansea
Eredivisie
Feyenoord -
Willem II
Premier League
Chelsea -
Everton
Ligue 1
Guingamp -
Strasbourg
Premiership
Ross County -
Rangers
Ligue 1
Angers -
Lille
Premier League
Liverpool -
Arsenal
Allsvenskan
Malmö -
Göteborg
First Division A
Gent -
Anderlecht
Serie A
Turin -
Sassuolo
Premier League
Zenit -
Rostow
Serie A
Chievo Verona -
Lazio
Serie A
Crotone -
Hellas Verona
Serie A
Florenz -
Genua
Serie A
AC Mailand- Cagliari
Serie A
Neapel -
Atalanta
Serie A
Spal -
Udinese
Ligue 1
Monaco -
Marseille
Primeira Liga
Braga -
Porto
Primera División
Real Madrid -
Valencia
WC Qualification South America
Venezuela -
Colombia

Die Folgen des gescheiterten Putschversuchs in der Türkei betreffen mittlerweile weite Teile des alltäglichen Lebens. Der Fußball bildet dabei keine Ausnahme mehr.

Als am 15. Juli Panzer durch Ankaras und Istanbuls Straßen rollten und Kampfhubschrauber tief über die Städte flogen, ist in der Türkei nichts mehr wie es vorher einmal war. Die Führung um Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan leitete nach dem gescheiterten Putschversuch weitreichende sogenannte "Säuberungs"-Maßnahmen ein. Diese erreichten nun auch den türkischen Fußball.

Am Dienstag entließ der nationale Fußball-Verband TFF 94 Funktionäre und Schiedsrichter, weil er es "als notwendig erachtete". Wie in weniger als drei Wochen, am 21. August, der Liga-Start reibungslos vonstatten gehen soll, ist derzeit offen.

Vorsitzende von TFF-Auschüssen müssen zurücktreten

TFF-Präsident Yildirim Demirören versicherte zwar, dass es keine Verzögerungen geben werde, aber die Entlassungen sind einschneidend. Am vergangenen Wochenende mussten alle Vorsitzenden und Mitglieder der TFF-Ausschüsse zurücktreten, um sie "nach dem Putschversuch gegen unsere Demokratie" einer "Sicherheitsprüfung" zu unterziehen.

Verfolge die Süper Lig ab Sommer live auf DAZN

Überprüft werden muss, ob und welche Verbindungen sie zur Gülen-Bewegung haben. Fethullah Gülen, ein seit 1999 im US-amerikanischen Exil lebender Prediger, wurde vom türkischen Regime als Drahtzieher für den Aufstand ausgemacht.

Weitere zehn Mitglieder des TFF wurden entlassen, eines davon war für die Sicherheit und Akkreditierungen zuständig, ein anderes für die Betreuung der ersten Liga. Diese Planungs-Unsicherheit stellt auch Probleme für die Vereine dar.

Auf die Transferpolitik der Klubs hat der Aufstand und seine Folgen mittlerweile erhebliche Auswirkungen. Nationalspieler Mario Gomez, der in der vergangenen Saison bei Besiktas Istanbul zum Torschützenkönig avancierte, kündigte wenige Tage nach dem Militärputsch an, "aus politischen Gründen" nicht zum Meister an den Bosporus zurückkehren zu wollen.

Legionäre haben Angst

Auch sein Mannschaftskollege und ehemaliger Bayern-Spieler José Sosa will nicht mehr in der Süper Lig spielen. "Meine Ehefrau hat Angst, in Istanbul zu leben. Ich habe auch Angst um meine Töchter. Meine Priorität ist meine Familie", sagte der Argentinier.

Besiktas-Präsident Fikret Orman räumte ein: "Spieler, die wir verpflichten wollen, erhalten Anrufe, in denen ihnen gesagt wird: Gehe nicht in die Türkei." Max Kruse, der lange mit einem Wechsel an den Bosporus in Verbindung gebracht wurde, entschied sich nun für die Weser und kehrte zu Werder Bremen zurück.

Auch der Slowake Martin Skrtel gab zu: "Ich werde nicht lügen, ich habe darüber nachgedacht, ob ich mit meinem Wechsel in die Türkei einen Fehler gemacht habe." Anfang Juli war Skrtel vom FC Liverpool zu Fenerbahce Istanbul gewechselt.

Weltmeister Lukas Podolski stellt indes sein weiteres Engagement bei Galatasaray Istanbul nicht infrage. Auf Gomez' Weggang angesprochen, sagte er, er müsste "nicht nachmachen, was andere tun".

Alles zur Süper Lig

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung