Besiktas-Sieg dank Last-Minute-Tor

Von Cihan Acar
Montag, 27.04.2015 | 22:06 Uhr
Cenk Tosun gelang in der Nachspielzeit der umjubelte Siegtreffer
© getty
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Dramatik in Ankara! Besiktas und Karabükspor liefern sich zum Abschluss des 28. Spieltags der Süper Lig eine enge Partie, die die Gastgeber in der sechsten Minute der Nachspielzeit für sich entscheiden. Auch Galatasaray gewann dank eines späten Treffers. Dagegen verlor Fenerbahce im Titelrennen zwei wichtige Punkte.

Besiktas - Karabükspor 2:1 (1:0)

Tore: 1:0 Atiba Hutchinson (23.), 1:1 Musa Cagiran (78.), 2:1 Cenk Tosun (90+6)

Rote Karten: Boy Waterman (Karabükspor/41.), Necip Uysal (Besiktas/58., jeweils nach Notbremse)

Besiktas tat sich zu Beginn schwer und erspielte sich keine nennenswerten Torchancen. Doch in der 23. Minute köpfte Hutchinson den Ball ins Netz (23.). In der 41. Minute flog zudem Gästekeeper Waterman vom Platz, weil er bei einem Klärungsversuch außerhalb des Strafraums den Ball an die Hand bekam.

Doch auch Besiktas dezimierte sich selbst: Nach einem langen Ball wurde die Abwehr auf falschem Fuß erwischt, Necip Uysal brachte den durchgebrochenen Ahmet Ilhan zu Fall und musst ebenfalls duschen gehen (58.). Dies nutzten die nie aufsteckenden Gäste zum Ausgleichstreffer durch Cagiran aus, der bei einem Eckball völlig freigelassen wurde und einköpfen konnte (78.).

Karabükspor fightete bis weit in die Nachspielzeit hinein leidenschaftlich, doch in der 96. Minute passierte es: Der eingewechselte Tosun versenkte den Ball nach einer Flanke von Jose Sosa von rechts auf den Elfmeterpunkt sehenswert aus der Drehung per Kopf ins lange Eck. Dadurch verdrängte Besiktas Lokalrivale Galatasaray wieder auf Platz zwei.

Galatasaray - Gaziantepspor 1:0 (0:0)

Tor: 1:0 Hakan Balta (85.)

Als die Stimmung in der TT-Arena immer unruhiger wurde und auch den Spielern der Unmut über das eigene Pech und Unvermögen im Umgang mit den Torchancen anzumerken war, sah man Gala-Coach Hamza Hamzaoglu an der Seitenline, und übersetzt war an seinen Lippen folgender Satz auszulesen, den er drei Mal wiederholte: "Das wird noch!"

Am Ende sollte Galas Coach Recht behalten, zu jenem Zeitpunkt deutete aber wenig darauf hin. Zu fahrlässig ging Gala mit den zahlreichen Chancen gegen harmlose Gäste aus Gaziantep um, obwohl jene in der Abwehr große Lücken offenbarten. Vor allem Burak Yilmaz erlebte in Sachen Abschluss einen sehr unglücklichen Tag.

Schon im ersten Durchgang hatte er die bis dahin beste Chance vergeben, als er nach einem langen Ball von Sneijder-Vertreter Emre Colak an Torwart Eray scheiterte (40.). Im zweiten Durchgang hatte Burak dann in nur zehn Minuten vier Großchancen: Zuerst grätschte er den Ball neben das Tor (71.), dann ging ein Drehschuss daneben (76.), kurz darauf ein Kopfball aus freistehender Position (78.), und drei Minuten später noch einer (81.).

Insgesamt feuerte Gala 29 Schüsse auf das Gäste-Tor ab, den Weg ins Ziel fand nur einer: In der 85. Minute stahl sich Abwehrmann Hakan Balta nach einem Eckball am kurzen Pfosten davon, köpfte zum umjubelten Siegtreffer ein - und brachte Gala damit fürs Erste an die Tabellenspitze.

Eskisehirspor - Fenerbahce 1:1

Tore: 0:1 Mustafa Yumlu (Eigentor, 33.), 1:1 Emre Güral (80.)

Dass es für Fener in Eskisehir eher ungemütlich werden würde, war eigentlich schon vor dem Anstoß klar: Von allen Mannschaften der Liga hat Eskisehirspor gegen die vier Großen (Fener, Gala, Besiktas, Trabzon) die beste Bilanz, dazu konnte Fener in Eskisehir in den letzten sechs Spielen nur einmal gewinnen.

Lange Zeit sah es trotzdem nach einem Sieg gegen den Angstgegner aus. Fener enttäuschte zwar spielerisch auf ganzer Linie und brachte über die gesamte Spielzeit keinen einzigen Schuss aufs Tor, lag aber bis kurz vor Schluss mit 1:0 in Führung. Und das ging so: In der 33. Minute vertändelte Raheem Lawal den Ball, Fener startete den Gegenangriff über links, von wo Hasan Ali Kaldirim den Ball vors Tor brachte. Seine Hereingabe wurde von Abwehrmann Sezgin Coskun zwar abgewehrt, der Ball prallte aber vom Schienbein seines Mitspielers Mustafa Yumlu ins Netz.

Das war es von Fener auch schon in Sachen Offensive. EsEs war die gefährlichere Mannschaft und übernahm vor allem nach der Halbzeit das Kommando, scheiterte aber immer wieder am starken Torwart Volkan. So erging es unter anderem Mustafa mit einem Kopfball (58.) und Goran Causic per Volleyschuss (67.). Emre Güral besorgte dann den umjubelten Ausgleich, und das mit einem Traumtor. Kurz zuvor eingewechselt, holte er aus der Ferne beinahe aus dem Stand aus und versenkte den Ball unhaltbar im Winkel.

In der Schlussphase blieben die Gastgeber dem Siegtreffer näher. Die letzte Chance der Partie vergab Serdar Özkan, der mit einem Schrägschuss ebenfalls an Volkan scheiterte (92.).

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