Fussball

Lange Sperre für Spuck-Attacke

Von Adrian Bohrdt
Fenerbahces Raul Meireles bestreitet weiterhin die Spuck-Attacke gegen einen Schiedsrichter
© Getty

Der Portugiese Raul Meireles von Fenerbahce wurde für sein Vergehen im Derby gegen Galatasaray für elf Spiele gesperrt. Der 29-Jährige ärgert sich über die Vorwürfe, weist sie weiterhin zurück.

"Ich bin wirklich genervt von den Vorwürfen, ich hätte den Schiedsrichter angespuckt. Ich habe ein achtjähriges Kind, können Sie sich vorstellen, was passiert, wenn die Kinder in der Schule sagen ‚Dein Vater hat einen Schiedsrichter angespuckt'? Das könnte mein Ansehen in den Augen des Kindes ruinieren", klagte Meireles.

Außerdem wird dem Portugiesen von Schiedsrichter Halis Ozkahya vorgeworfen, er habe ihn durch seine Gesten als Schwulen bezeichnet. "Ich habe viele schwule Freunde, die ich sehr respektiere. Ich weiß nicht, was in der Türkei die Geste dafür ist, jemanden als schwul zu bezeichnen. Aber was ich gemacht habe, sollte nur bedeuten, dass der Schiedsrichter ein Feigling ist und sich dem Druck der Heimfans beugt", erklärte der 64-fache portugiesische Nationalspieler.

Der türkische Verband bestätigte allerdings Ozkahyas Version und verdonnerte Meireles zu der elf-Spiele-Sperre. Fenerbahce antwortete mit einem Statement, in dem es hieß die Bestrafung sei "unfair, unbegründet und nicht akzeptierbar". Der Verein könnte jetzt in Berufung gehen.

Raul Meireles im Steckbrief

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