Portugiesen-Trio schießt Besiktas zum Sieg

Von SPOX
Sonntag, 19.02.2012 | 19:58 Uhr
Quaresma erzielte das 1:2 für Besiktas gegen Genclerbirligi
© anadolu
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Trabzonspor war bei Kayserispor zwei Mal mit zwei Toren im Rückstand, doch Burak Yilmaz rettete abermals seinen Klub und hat inzwischen schon 29 Saisontore. 50.000 Frauen und Kinder versammelten sich im Sükrü-Saracoglu-Stadion und sahen ein wahres Spektakel zwischen Fenerbahce und Sivasspor. Dank Alex und einer tollen Moral siegten die Gastgeber mit 4:2. Galatasaray gewann bei Mersin Idman Yurdu. Besiktas gewinnt dank seiner Portugiesen Quaresma, Almeida und Simao.

Besiktas - Genclerbirligi 3:2 (0:1)

Tore: 0:1 Tum (23.), 1:1 Quaresma (49.), 2:1 Almeida (57.), 2:2 Azofeifa (70.), 3:2 Fernandes (73.)

Besiktas hat die Negativserie von vier sieglosen Spielen in Folge gestoppt und im Heimspiel gegen Genclerbirligi einen 3:2-Sieg gefeiert. Bei eisigen Temperaturen in Istanbul ging der Gast aus Ankara nach 23 Minuten in Führung. Herve Tum konnte eine Hereingabe von Cem Can völlig frei am Fünf-Meter-Raum einschieben.

Die Gäste kamen im Fortlauf der ersten Hälfte zu weiteren Möglichkeiten, scheiterten aber immer wieder an Besiktas-Torhüter Cenk Gönen. Vier Minuten nach dem Seitenwechsel durfte Besiktas jubeln: Quaresma hob den Ball aus halblinker Position sehenswert an, Cem Can fälscht noch ab - 1:1.

Auch die Führung für Besiktas besorgte ein Portugiese: Hugo Almeida war in der 57. Minute nach Simao-Flanke mit dem Kopf zur Stelle. Das Toreschießen ging munter weiter: Cenk, über weite Strecken der große Rückhalt Besiktas', ließ einen Schuss von Randall Azofeifa durch die Hände gleiten - 2:2 (70.)!

Die Unruhe im Stadion hielt nur drei Minuten: Denn Manuel Fernandes, der dritte Portugiese im Bunde, schoss das 3:2. Dicker Wehrmutstropfen für Besiktas: Der zuletzt starke Fernandes sah die vierte Gelbe Karte und fehlt damit im Derby bei Galatasaray in der kommenden Woche.

Kayserispor - Trabzonspor 3:3 (2:0)

Tore: 1:0 Kujovic (1.), 2:0 Eren (34.), 2:1 Volkan (63.), 3:1 Kujovic (64.), 3:2 Burak (80.), 3:3 Burak (88.)

Trabzonspor hat in der Süper Lig einen Rückschlag im Kampf um die Playoff-Plätze erlitten, hat aber beim Gastspiel gegen Kayserispor viel Moral bewiesen. Der Vizemeister holte in der Schlussphase einen Zwei-Tore-Rückstand auf und rettete immerhin einen Punkt.

Schon nach 50 Sekunden fiel in Kayseri das erste Tor: Emir Kujovic nutzte die Schläfrigkeit der Trabzon-Defensive und netzte aus kurzer Distanz ein.

Die Gastgeber blieben am Drücker, erspielten dank ihrer schnellen Außen James Troisi und Nordin Amrabat Chancen um Chancen. Das 2:0 markierte Eren Güngör (34.) per Kopf.

Nach der Pause wurde das ohnehin flotte Spiel richtig rasant: Trabzonspors Jubel über Volkan Sens 1:2 (63.) dauerte nur eine Minute, weil abermals Kujovic promot auf 3:1 erhöhte.

In der Schlussphase begann die Gala von Burak Yilmaz: Der Angreifer markierte in der 80. Minute per ahnsehnlichem Freistoß (80.) das 2:3. Kurios sein Treffer in der 88. Minute, als sein Kopfball eigentlich von Torhüter Navarro schon entschärft schien, doch der Torhüter konnte die Kugel nicht festhalten und sie kullerte ins Tor.

Yilmaz erhöhte sein Torekonto damit auf sage und schreibe 29. Der Uralt-Rekord liegt bei Tanju Colak, der in der Saison 1987/88 39 Mal traf.

Fenerbahce - Sivasspor 4:2 (1:2)

Tore: 1:0 Emre (4.), 1:1 Kivanc (16.), 1:2 Rajnoch (43.), 2:2 Alex (65.), 3:2 Alex (67.), 4:2 Emre (73.)

Was für ein Comeback! Fenerbahce hat beim 4:2 gegen Sivasspor einen eminent wichtigen Dreier geholt, dabei viel Moral gezeigt.

Vor 50.000 Frauen und Kindern im Sükrü-Saracoglu-Stadion, die aufgrund einer Stadionsperre freien Zutritt erhielten, ging Fener schon nach vier Minuten in Führung. Emre traf aus 18 Metern - der Ball wurde noch leicht abgefälscht.

Sicherheit gab der Treffer Fener aber nicht. Vielmehr spielte der Gast frech auf, kam zu guten Vorstößen und glich in der 16. Minute durch Kivanc Karakas, der nach einer guten Vorarbeit von Erman Kilic im Strafraum sträflich alleine gelassen wurde, aus.

Kurz vor der Pause erhöhte Ex-Cottbusser Jan Rajnoch auf 2:1 für die Gäste: Nach einer Ecke konnte die Fener-Verteidigung nicht entscheidend klären und Rajnoch stocherte die Kugel ins Tor.

Nach dem Seitenwechsel erhöhten beide Mannschaften noch einmal das Tempo: Sivasspor stellte sich nicht hinten rein, ging mutig auf das dritte Tor. Fener drückte auf den Ausgleich und ging ebenfalls hohes Risiko.

Der Wendepunkt der Partie erfolgte in der 64. Minute: Sivas-Angreifer Ricardo Pedriel vergab freistehend vor Torhüter Volkan Demirel das klare 3:1, im Gegenzug erzielte Alex den 2:2-Ausgleichstreffer. Nach Vorarbeit von Moussa Sow erhöhte der Brasilianer nur zwei Minuten später auf 3:2 und stellte den Spielverlauf auf den Kopf.

Nun gab sich Sivas quasi auf und Emre, der aufopferungsvoll kämpfte, erzielte aus halblinker Position im Strafraum das 4:2 (73.). Die Messe war gelesen, auch wenn Sivas noch den einen oder anderen Angriff setzte. Feners Rückstand auf Galatasaray bleibt damit bei sechs Punkten.

Mersin Idman Yurdu - Galatasaray 1:3 (0:1)

Tore: 0:1 Necati (28.), 1:1 Erhan Güven (76.), 1:2 Selcuk Inan (82., Elfmeter), 1:3 Necati (90.)

Gelb-Rote-Karte: Baris Atas (58.)

Galatasaray legt zum Auftakt des 27. Spieltags mit einem schwer erkämpften 3:1-Sieg vor. Trotz wichtiger Ausfälle wie Felipe Melo, Albert Riera und Milan Baros legte Galatasaray gut los, erspielte sich mit Johan Elmander gute Chancen.

Das Führungstor erzielte aber Necati Ates (28.) - nach Flanke von Engin Baytar köpfte der Angreifer aus kurzer Distanz das 1:0. Die verletzungsbedingte Auswechslung von Elmander sorgte allerdings für einen Abbruch im flüssigen Offensivspiel Galatasarays. Sehr enttäuschend die Vorstellung der Gastgeber, die offensiv quasi nicht existent waren.

Nach der Pause machte sich Mersin das Leben noch schwerer: Baris Atas sah nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote-Karte. Zehn Mersin-Spieler bewiesen aber dann Moral und fand nach einer Ecke und dem ersten Saisontor von Rechtsverteidiger Erhan Güven zurück ins Spiel - 1:1.

Fatih Terim reagierte mit der Einwechslung von Sabri Sarioglu und Aydin Yilmaz: Das Duo sorgte für die Wende. Aydin legte in der 82. Minute für Necati auf, der im Strafraum gelegt wurde. Den fälligen Elfmeter verwandelte Selcuk Inan. In der Schlussminute war es dann Sabri, der erneut Necati bediente. Dieser vollstreckte im Nachschuss.

27. Spieltag in der Süper Lig

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