Galatasarays Abdel Kader Keita

Das Schicksal hat es gut gemeint

Von Fatih Demireli
Donnerstag, 18.03.2010 | 10:46 Uhr
Abdel Kader Keita ist fester Bestandteil des WM-Kaders der Elfenbeinküste
© Imago
Advertisement
International
So17:00
Topspiel am Sonntag: Tottenham - Liverpool
Ligue 1
St. Etienne -
Montpellier
Premier League
West Ham -
Brighton
J1 League
Kobe -
Tosu
A-League
FC Sydney -
Sydney Wanderers
Primera División
Levante -
Getafe
Premier League
Chelsea -
Watford
Premier League
Huddersfield -
Man United
Primera División
Real Betis -
Alaves
Ligue 1
Monaco -
Caen
Serie A
Sampdoria -
Crotone
Premier League
Southampton -
West Bromwich
Primera División
Valencia -
Sevilla
1. HNL
Hajduk Split -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Amiens -
Bordeaux
Ligue 1
Angers -
Toulouse
Ligue 1
Metz -
Dijon
Ligue 1
Nantes -
Guingamp
Ligue 1
Rennes -
Lille
Premier League
Man City -
Burnley (DELAYED)
Primera División
Barcelona -
Malaga
Serie A
Neapel -
Inter Mailand
Primeira Liga
Porto -
Pacos Ferreira
Premier League
Stoke -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Crystal Palace (Delayed)
Primera División
Villarreal -
Las Palmas
Eredivisie
PSV – Heracles
Serie A
Chievo Verona -
Hellas Verona
Championship
Ipswich -
Norwich
CSL
Evergrande -
Guizhou
Eredivisie
Feyenoord -
Ajax
Premier League
Everton -
Arsenal
Ligue 1
Nizza -
Strassburg
Serie A
Atalanta -
Bologna
Serie A
Benevento -
Florenz
Serie A
AC Mailand -
Genua
Serie A
SPAL -
Sassuolo
Serie A
FC Turin -
AS Rom
Premier League
ZSKA Moskau -
Zenit
Primera División
Celta Vigo -
Atletico Madrid
Ligue 1
Troyes -
Lyon
Premier League
Tottenham -
Liverpool
First Division A
Anderlecht -
Genk
Serie A
Udinese -
Juventus
Premier League
Dynamo Kiew -
Schachtjor Donezk
Primera División
Leganes -
Bilbao
Super Liga
Roter Stern Belgrad -
Lucani
Primera División
Real Madrid -
Eibar
Serie A
Lazio -
Cagliari
Serie A
São Paulo -
Flamengo
Ligue 1
Marseille -
PSG
Allsvenskan
Malmö -
AIK
Primera División
Real Sociedad -
Espanyol
Primera División
La Coruna -
Girona
Copa del Rey
Saragossa -
Valencia
Serie A
Inter Mailand -
Sampdoria
League Cup
Arsenal -
Norwich
League Cup
Leicester -
Leeds
League Cup
Swansea -
Man United
League Cup
Man City -
Wolverhampton
Copa del Rey
Murcia -
Barcelona
Copa Libertadores
River Plate -
Lanus
Serie A
Atalanta -
Hellas Verona
First Division A
Genk -
Brügge
Serie A
Bologna -
Lazio
Serie A
Cagliari -
Benevento
Serie A
Chievo -
Milan
Serie A
Florenz -
FC Turin
Serie A
Genua -
Neapel
Serie A
Juventus -
SPAL
Serie A
AS Rom -
Crotone
Serie A
Sassuolo -
Udinese
Premiership
Aberdeen -
Celtic
League Cup
Chelsea -
Everton
League Cup
Tottenham -
West Ham
Coupe de la Ligue
Strasbourg -
Saint-Etienne
Copa del Rey
Elche -
Atletico Madrid
Copa Libertadores
Barcelona SC -
Gremio
Copa Sudamericana
Fluminense -
Flamengo
Copa del Rey
Fuenlabrada -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Nizza
Championship
Leeds -
Sheffield Utd
A-League
Adelaide Udt – Melbourne City
Primera División
Alaves -
Valencia
Premier League
Man United -
Tottenham
Premiership
Hearts -
Rangers
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Premier League
Liverpool -
Huddersfield
Championship
Cardiff -
Millwall
Primera División
Sevilla -
Leganes
Ligue 1
Bordeaux -
Monaco
Serie A
Milan -
Juventus
Premier League
Bournemouth -
Chelsea
Primera División
Atletico Madrid -
Villarreal
Championship
Hull -
Nottingham
Ligue 1
Caen -
Troyes
Ligue 1
Dijon -
Nantes
Ligue 1
Guingamp -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Rennes
Ligue 1
Strasbourg -
Angers
Premier League
Arsenal -
Swansea (DELAYED)
Primera División
Bilbao -
Barcelona
Serie A
AS Rom -
Bologna
Primeira Liga
Boavista -
Porto
Premier League
Watford -
Stoke (Delayed)
Premier League
West Bromwich – Man City (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
West Ham (Delayed)
Super Liga
Cacak -
Partizan
CSL
Hebei -
Guangzhou Evergrande
J1 League
Kofu -
Kobe
Primera División
Getafe -
Real Sociedad
Eredivisie
Vitesse -
PSV
Serie A
Benevento -
Lazio
Championship
Birmingham -
Aston Villa
Premier League
Zenit -
Lok Moskau
First Division A
Brügge -
Sint-Truiden
Premier League
Brighton -
Southampton
Ligue 1
Lyon -
Metz
Serie A
Crotone- Florenz
Serie A
Neapel -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
Chievo Verona
Serie A
SPAL -
Genua
Serie A
Udinese -
Atalanta
Primera División
Girona -
Real Madrid
Ligue 1
Toulouse -
St. Etienne
Premier League
Leicester -
Everton
Primera División
Eibar -
Levante
Serie A
Ponte Preta -
Corinthians
Primera División
Malaga -
Celta Vigo
Serie A
FC Turin -
Cagliari
Ligue 1
Lille -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Belgrano
Serie A
Hellas Verona – Inter Mailand
Premier League
Burnley -
Newcastle
Primera División
Espanyol -
Real Betis
Primera División
Las Palmas -
La Coruna
Championship
Preston -
Aston Villa

Nach einer verlorenen Zeit bei Olympique Lyon wechselte Abdel Kader Keita vor der Saison zu Galatasaray in die Süper Lig. Der Ivorer ist inzwischen zu einem der besten Spieler der Liga avanciert. Die Gegner finden keine Mittel gegen ihn, sein Trainer ist entzückt und auch auf dem Transfermarkt wird er wieder heiß gehandelt.

"No, no, no! Please!" Abdel Kader Keita flehte und bettelte. Vergeblich.

Rund 300 geladene VIP-Gäste aus Sport, Entertainment und Politik, eine farbenfrohe Licht- und Feuerwerk-Show, tolle Musikeinlagen und auch das Fernsehen war live auf Sendung.

Der Vorstand Galatasarays hatte bei der Saisoneröffnungsfeier an alles gedacht. Schauspieler Cem Davran moderierte die Veranstaltung mit viel Humor und Eleganz.

Extra-Auftritt für Keita

Als sich am Ende des Abends die Profi-Mannschaft auf der Bühne versammelte, um die neuen Trikots vorzustellen, wollte Davran dem namhaften Neuzugang Keita einen Extra-Auftritt verschaffen. Nur Keita wehrte sich mit Händen und Füßen.

Es war ihm einfach peinlich vor die Menschenmenge zu treten und er bat darum, nicht vortreten zu müssen. Außer einem kurzen "Hello!" war vom 28-Jährigen dann auch nichts zu hören.

Bester Spieler der Liga?

Dieser Zustand hat sich bis heute nicht wesentlich verändert. Keita spricht nach wie vor nicht gern. Und schon gar nicht öffentlich. Aber dafür spricht man über ihn und das nur noch.

Abdel Kader Keita ist wohl derzeit der beste Spieler der Süper Lig. Nicht nur mit seinen neun Toren und zwölf Assists in 30 Pflichtspielen versetzt er gerade die Galatasaray-Fans in Ekstase.

Seine Vorstöße mit unglaublichem Tempo - selbst in der 90. Minute - sorgen für Aufsehen. Die Verteidiger haben noch kein Mittel gegen ihn gefunden.

"Er ist ein Problem"

"Reinrutschen geht nicht. Wenn du ihn verpasst, ist er weg. Hinterher laufen ist auch kaum möglich. Er ist ein Problem", sagte zuletzt Kasimpasa-Kapitän Yekta Kurtulus nach dem 1:4 seiner Mannschaft im Ali Sami-Yen-Stadion beinahe verzweifelt.

"Ich hätte gerne mit ihm zusammen gespielt, er treibt die Mannschaft unglaublich an", sagt Galatasaray-Legende Hakan Sükür.

Rote Karte gegen Fenerbahce

Der Neuzugang des türkischen Rekordmeisters ragt trotz namhafter Mitspieler wie Arda Turan, Elano, Milan Baros, Harry Kewell oder Jo heraus.

Als Kader Keita beim 1:3 in der Hinrunde bei Fenerbahce wegen einer Tätlichkeit vom Platz flog, war Trainer Frank Rijkaard so wütend, dass Keita auch nach Ablauf der Sperre kaum spielen durfte. Zum Leidwesen der Mannschaft, die ohne ihren Tempomacher nicht mehr so brillieren konnte.

"Stets gefährlich!"

Ein ähnliches Szenario spielte sich auch nach dem Afrika-Cup zu Beginn dieses Jahres ab. Keita kam zu spät aus dem Urlaub, der wütende Rijkaard ließ seinen Star erneut draußen und abermals lief es nicht - bis Keita wieder spielen durfte.

Inzwischen hat sich das Verhältnis zwischen Spieler und Trainer normalisiert und Rijkaard ist voll des Lobes: "Es ist sehr wichtig für unsere Mannschaft. Er setzt seine Mitspieler immer hervorragend ein und ist auch selbst stets gefährlich."

Beim 3:0 zuletzt gegen Ankaragücü war Keita wieder an allen drei Toren beteiligt. Das 1:0 Jos und das 3:0 von Milan Baros bereitete er vor, den zweiten Treffer erzielte er nach toller Einzelleistung selbst.

Lyon zahlte 18 Millionen Euro

Sprechen über seine Leistungen will er nicht viel: "Ich mache doch nur meinen Job. Wir sind als ganze Mannschaft erfolgreich."

So gut lief es für Keita nicht immer. Bei Olympique Lyon wurde der Außenbahnspieler zum Pflegefall. Unter dem Druck der 18 Millionen Euro, die der damalige Serienmeister investierte, knüpfte Keita nie an seine Galaform aus glorreichen Zeiten beim OSC Lille an.

"Wie bei Barcelona oder Chelsea"

Die Gründe suchte Keita außerhalb des Platzes: "In Lyon hat man mich alleine gelassen. Keiner hat mich unterstützt. Wenn man einen Spieler holt, muss man auch hinter ihm stehen. Dann kommt auch etwas vom Spieler zurück."

Im Sommer ging es für sieben Millionen Euro in die Türkei. Das Schicksal, also Kader, sein zweiter Vorname, hat es diesmal gut mit ihm gemeint: "Der Klub kümmert sich fürsorglich um seine Spieler, ist immer für einen da. Das sind Verhältnisse wie bei Barcelona oder Chelsea. Ich bin hier wieder zu mir gekommen."

Premier League wird aufmerksam

Und auch auf die Liste einiger europäischer Klubs. Die halbe Premier Leauge soll Keita inzwischen beobachten. Besonders die Namen Manchester City und FC Everton tauchen immer wieder auf.

Präsident Adnan Polat bestätigte Angebote in Höhe von 14 Millionen Euro. Die Absender sind unbekannt, aber für Galatasaray ist das eh nicht von Belang: "Wir werden ihn nicht hergeben. Er ist unverkäuflich", stellt Polat klar.

Und auch Keita will dem Klub, bei dem er noch bis 2012 unter Vertrag steht, nicht sofort den Rücken kehren.

"Es wird geschrieben, dass ich nach England will. Ich weiß nicht, wer so etwas erfindet. Ich denke nicht daran, den Klub zu wechseln", sagt Keita. Wenn er es einrichten könnte, würde er künftig nur gerne auf Extra-Auftritte bei Trikotvorstellungen verzichten...

Der Galalatasaray-Kader im Überblick

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung